Vinales über Yamaha: Wechsel vorstellbar bei Misserfolg

Maverick Vinales möchte nur bei Yamaha bleiben, wenn die Ergebnisse stimmen – Für die Zukunft will sich der Spanier alle Möglichkeiten offen halten

Nach den Tests und den ersten Rennen der Saison sah alles danach aus, als ob der WM-Titel in diesem Jahr nur über Maverick Vinales geht. Doch der Yamaha-Neuzugang erlebte einen enttäuschenden Sommer und konnte nach dem spannenden Frankreich-Grand-Prix, dem fünften von 18 Events, kein weiteres Rennen gewinnen.

Bei den vergangenen elf Rennen konnte Vinales nur zwei zweite und zwei dritte Plätze feiern. Seit mehr als fünf Monaten ist der Spanier ohne Sieg. Der WM-Titel ist nicht mehr in Reichweite. In der kommenden Saison wird Vinales erneut für das Yamaha-Werksteam antreten. Findet er zu alter Stärke?

"Ich denke nicht allzu intensiv an die kommende Saison. Ich möchte diese Saison bestmöglich beenden. Ich möchte ein weiteres Rennen gewinnen. Wir müssen uns konzentrieren und so stark wie gewohnt sein", betont Vinales. "Es ist wichtig, das Gefühl zurückzufinden, das wir zu Beginn der Saison hatten."

Über die Zukunft möchte Vinales nicht nachdenken. Fakt ist aber, dass er nur bei Yamaha bleibt, wenn die Japaner ein konkurrenzfähiges Motorrad bereitstellen. "Ehrlich gesagt denke ich nicht an 2019 und 2020. Ich denke nur an die Gegenwart und kommende Saison. Ich weiß nicht, was danach passiert. Vieles ist möglich. Vielleicht ist das Motorrad unglaublich gut, dann würde ich bleiben. Vielleicht funktioniert das Motorrad nicht, dann möchte ich wechseln", erklärt er.

Konkrete Wechselabsichten pflegt er aber noch nicht. "Ich fühle mich wohl im Team. Sie leisten gute Arbeit. Wir konnten das schlussendlich nicht zeigen, doch wir wissen, dass wir es in der Hand haben und gewinnen können, wenn wir ein gutes Wochenende haben", schildert der WM-Dritte.

Nach den Testbestzeiten im Winter und den Siegen bei den ersten Rennen schien Vinales auf WM-Kurs zu sein. Hat er bereits an den Titel gedacht? "Sicher, ich hatte es im Kopf. Ich dachte, dass ich es schaffen kann. Ich demonstrierte, dass ich es erreichen kann", bemerkt er.

"Es war meine erste Saison mit Yamaha. Ich fühlte mich wohl. Wir hatten einen besseren Start als erwartet. Dann folgten Höhen und Tiefen. Das irritierte uns bei vielen Dingen, wie der Abstimmung des Fahrwerks. Es war wichtig, diese Fehler zu machen, damit wir sie im nächsten Jahr nicht wiederholen", kommentiert der Spanier, der 2018 erneut versuchen möchte, die MotoGP-Krone an sich zu reißen.

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