Vom Renn- zum Testfahrer: Smith über die Herausforderung Wildcard

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Vom Renn- zum Testfahrer: Smith über die Herausforderung Wildcard
02.02.2019, 15:01

Aprilia-Testpilot Bradley Smith erklärt, wie er mit der Umstellung von Renn- auf Testfahrer umgeht #AND# er seine fünf Wildcards 2019 in Angriff nehmen wird

Bradley Smith ist als Testpilot Teil des umstrukturierten Aprilia-Teams, das 2019 endlich den Schritt Richtung vorderes Mittelfeld schaffen will. Dafür hat man Ex-Ferrari-Mann Massimo Rivola als neuen Teammanager ins Team geholt und mit Andrea Iannone statt Scott Redding einen Grand-Prix-Sieger. Smith wird sich als dritter Fahrer hauptsächlich auf die Test- und Entwicklungsarbeit konzentrieren, fährt aber auch fünf Wildcard-Rennen 2019. Wie er den mentalen Umstieg von Test- auf Rennfahrer und wieder zurück schaffen will, hat er 'Motorsport-Total.com' erklärt.

"Unterm Strich werde ich jedes Rennen so angehen, wie ich das auch bisher getan habe", meint der Brite, der 2019 außerdem in der MotoE an den Start gehen wird. "Das Gute ist, dass ich die gesamte Saison gefahren bin und dann war ich schon in Valencia beim Test und jetzt werde ich das erste Rennen für Aprilia bestreiten. Ich hatte praktisch keinen freien Tag."

Smith bestätigt, dass er nicht nur beim bevorstehenden Test in Sepang sein wird, sondern auch in Katar, um sich auf seinen Wildcard-Einsatz vorzubereiten. "In manchen Bereichen muss ich für das Team arbeiten, aber jeder versteht, dass ich mich auch auf die Wildcard vorbereiten möchte." Schließlich muss er im Kopf von Test- wieder auf Rennfahrer umschalten.

"Wenn ich einen Wildcard-Einsatz bestreite, dann fahre ich für mich selbst. Ich fahre mit, um die Aprilia so weit wie möglich nach vorne zu bringen. Das bedeutet auch, dass ich mich auf mich fokussieren und das Bike so schnell wie möglich machen muss." Die Denkweise des Testfahrers wird für diese Zeit ausgeblendet. "Bis ich wieder meinem Alltagsjob nachgehe", ergänzt Smith.

Der Brite weiß, wie wertvoll ein schneller Testfahrer für ein Team ist. Das konnte er selbst im KTM-Team mit Tester Mika Kallio miterleben. "Wir konnten sehen, welche Vorteile ein schneller Testfahrer bringt. Das Bike hat sich besser entwickelt, außerdem hat er Druck gemacht und uns Fahrer zu besseren Leistungen angestachelt." Denn nach einer schwierigen Saison 2017 wurde spekuliert, ob Kallio womöglich Smiths Platz im Werksteam erhalten könnte, doch schließlich blieb die Fahrerpaarung Espargaro/Smith bestehen.

Ein gutes Beispiel sei auch Michele Pirro bei Ducati. "Wenn er schon keinen Einfluss auf das Werksteam ausübt, dann aber definitiv auf die Privatteams, die meinen, sie müssen nachziehen." Smiths Fazit: "Wenn man das auf die richtige Art im Griff hat, dann kann es sich positiv auf die Leistung des Teams auswirken."

Mit Bildmaterial von LAT.

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