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Yamaha abgeschlagen: Valentino Rossi ärgert sich über Taktik

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Yamaha abgeschlagen: Valentino Rossi ärgert sich über Taktik
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
25.08.2018, 18:38

Valentino Rossi und Maverick Vinales werden den Grand Prix von Großbritannien nur von den Plätzen elf und zwölf in Angriff nehmen - Falsche Strategie & Reifenwahl

Es war alles angerichtet für ein Yamaha-Feuerwerk. Die Piloten wirkten seit dem ersten Training am Freitag motiviert und zufrieden, Maverick Vinales konnte außerdem im vierten Training die Bestzeit setzen. In der Zeitenjagd wurden der Spanier und Valentino Rossi allerdings überrumpelt. Am Ende müssen sich die beiden Piloten mit den Startplätzen elf und zwölf zufriedengeben. Das hat vor allem strategische Gründe.

"Ich war sehr verärgert, da wir diesmal keine gute Strategie angewandt haben. Wir haben in der Box einen Fehler gemacht. Wir haben zu viel Zeit verloren beim Wechsel des Hinterreifens", erklärt der Routinier. Rossi konnte seinen ersten Run mit dem Medium-Regenreifen bestreiten, danach kam er allerdings zu spät an die Box. In den letzten Minuten schafften es seine Mechaniker nicht mehr rechtzeitig, einen neuen Hinterreifen zu montieren.

"Ich habe die Flagge um zwei Sekunden verpasst", ist der Italiener genervt. "Das ist sehr schade, weil ich auf der letzten Runde eine 10.7 gefahren bin. Das wäre Platz fünf gewesen und ein Start aus der zweiten Reihe. Das wäre gut gewesen." So bleibt Rossi nur eine Rundenzeit von 2:13.504 Minuten stehen. Damit wird er nur Zwölfter und Letzter in Q2.

Rossi: "Wir hatten einfach Pech"

Die Reifenwahl sei bei den Mischbedingungen die richtige gewesen, betont er aber. "Wir haben die richtigen Reifen verwendet, nur leider haben wir einen Fehler in der Garage gemacht. Und noch dazu hatten wir Pech. Deshalb muss ich jetzt aus der vierten Startreihe starten, das macht es nicht einfacher." Dennoch kann der 39-Jährige zufrieden sein.

Valentino Rossi hat am Ende von Q2 keine Zeit mehr für einen schnellen Versuch

Valentino Rossi hat am Ende von Q2 keine Zeit mehr für einen schnellen Versuch

Foto: LAT

Das Gefühl auf der Yamaha stimmt, sogar im Regen habe er sich nicht so schlecht gefühlt. Das Rennen am Sonntag soll ebenfalls im Nassen stattfinden, Yamaha hätte trockene Bedingungen bevorzugt. "Ich habe mich nicht so schlecht gefühlt auf dem Bike. Ich sah, dass Dovi etwas schneller war, aber mein Gefühl ist nicht so schlecht. Die Bedingungen waren sehr eigenartig, weil es halb trocken und halb nass war. Der erste Eindruck war aber gut."

Dieses Feedback gibt auch Vinales. Der Spanier konnte bereits am Freitag in der Spitzengruppe mithalten, die Fortschritte vom Misano-Test wurden deutlich sichtbar. Auch am Samstag zeigte er eine ermutigende Pace - außerdem eine deutlich positivere Körpersprache. Im vierten Training schaffte er die Bestzeit. Mit einer 2:01.571 Minuten distanzierte er die Konkurrenz deutlich.

Dovizioso hat Vinales auf der Rechnung

Von einem schlechten Tag will er trotz Startplatz elf am Sonntag nicht sprechen. "Nicht wirklich. Ich war Erster im vierten Training. Ich war glücklich, endlich wieder mal Erster zu sein." Die Rennpace scheint zu stimmen, auch die Konkurrenz weiß das. "Vielleicht ist Maverick ein paar Zehntel schneller als wir, aber wir sind mit dabei. Wir haben gute Karten, um morgen mit ihm zu kämpfen", meint Ducati-Pilot Andrea Dovizioso.

Zumindest im Qualifying hatten die Ducatis die Oberhand. Vinales fehlten am Ende über zwei Sekunden. Auch seine Strategie ging nicht richtig auf. Den ersten Run auf dem weichen Hinterreifen brach er sofort wieder ab. "Ich bin mit dem weichen Hinterreifen rausgefahren, habe aber gleich gemerkt, dass das die falsche Wahl war. Ich bin ganz schnell wieder reingefahren, um den Medium aufzuziehen."

Maverick Vinales geht nach der FP4-Bestzeit selbstbewusst ins Rennen

Maverick Vinales geht nach der FP4-Bestzeit selbstbewusst ins Rennen

Foto: LAT

Schließlich gelang ihm nur eine 2:12.514 Minuten. "Wir haben unser Bestes probiert. Wir konnten nicht viele Runden im Nassen fahren mit dem neuen Set-up. Wir mussten zuerst verstehen, wie es funktioniert. Wir haben es im Trockenen schon ganz gut im Griff, im Nassen müssen wir aber noch mehr dran arbeiten." Das neue Set-up hat er beim Test am Sonntag erarbeitet.

"Ich denke, im Trockenen kann ich mithalten. Es sieht aber so aus, als würde es nass sein", schmunzelt er. "Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 90 Prozent. Könnte ich das ändern, würde ich es gerne." Im Warm-up am Sonntagvormittag wird Vinales versuchen, seine Pace im Nassen zu steigern.

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