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Yamaha am Aragon-Freitag realistisch: "Marquez ist eine Sekunde weg"

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Yamaha am Aragon-Freitag realistisch: "Marquez ist eine Sekunde weg"
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
20.09.2019, 17:04

Warum Valentino Rossi am Freitagvormittag im Motorland Aragon große Probleme hatte und wie man im Yamaha-Lager insgesamt den Trainingstag bewertet

Eine Woche nachdem die vier Yamaha-Piloten im MotoGP-Feld 2019 am Trainingstag zum Grand Prix von San Marino in Misano allesamt in die Top 5 gefahren waren, starteten sie auf dem Papier auch stark in das Rennwochenende zum Grand Prix von Aragonien.

Im 2. Freien Training im Motorland Aragon fuhren die Yamaha-Werkspiloten Maverick Vinales und Valentino Rossi am Freitagnachmittag auf P1 und P2. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) reihte sich direkt dahinter als Dritter ein. Lediglich Franco Morbidelli auf der zweiten Petronas-Yamaha fiel mit P14 ab.

Ergebnisse: MotoGP im Motorland Aragon

Im kombinierten Ergebnis der beiden Freitagstrainings hat allerdings Marc Marquez (Honda) dank seiner FT1-Bestzeit die Nase vorn. In der Nachmittagssession klassierte sich der Tabellenführer nach seinem Sturz in Kurve 8 an vierter Stelle.

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Vinales hatte als Schnellster am Nachmittag einen Vorsprung von gerade mal 0,057 Sekunden auf Teamkollege Rossi. Im Tagesergebnis aber fehlte ihm mehr als eine Sekunde auf Marquez' famose FT1-Zeit. Am Vormittag hatte er sogar 1,6 Sekunden auf seinen Landsmann in Honda-Diensten verloren.

Vinales probiert neuen Auspuff, stellt neue Schwinge zurück

Im Yamaha-Werksteam fuhren Vinales und Rossi wie schon zuletzt in Misano wieder über weite Strecken der Trainings mit unterschiedlichen Spezifikationen. Vinales hatte den neuen Auspuff für einige Zeit im Einsatz und sagt: "Um die Position ging es mir dabei weniger, sondern vielmehr darum, gute Rückmeldungen an Yamaha zu geben."

Maverick Vinales

Maverick Vinales geht die Neuerungen an der M1 Schritt für Schritt an

Foto: LAT

Die Carbonschwinge hingegen hatte Vinales am Freitag an keinem seiner beiden Bikes montiert. Er vertraute an beiden auf die herkömmliche Schwinge aus Aluminium. "Heute ging es mir vor allem mal um den Auspuff. Die Carbonschwinge werde ich dann vielleicht in Buriram testen", blickt der Spanier bereits auf die Freitagstrainings zum Grand Prix von Thailand in zwei Wochen voraus.

Mit Blick auf den Abstand zu Marquez sagt Vinales: "Die Realität ist, dass er eine Sekunde weg ist. Ob er die Zeit nun am Vormittag oder am Nachmittag fährt, spielt keine Rolle. Wir müssen versuchen, den Rückstand zu verkürzen."

Rossi kämpft am Vormittag mit "schlechtem Reifen"

Rossi war im Gegensatz zu Vinales erneut ganztags mit der Carbonschwinge unterwegs. Beide Bikes des Italieners waren damit ausgerüstet. Gleiches gilt für den neuen Auspuff. Am Vormittag kam Rossi aber zunächst nicht zurecht und reihte sich im FT1-Ergebnis nur auf P17 ein. Woran hat es gelegen?

"Der Tag begann schlecht, denn ich hatte am Vormittag einen schlechten Reifen erwischt. Sich davon zu erholen, war nicht einfach, weil ich anschließend nur noch einen weiteren [für die 45 Minuten am Vormittag] hatte. Abgesehen vom Reifen hatte ich aber auch sonst kein gutes Gefühl auf dem Motorrad", bemerkt Rossi.

Valentino Rossi

Am Vormittag reihte sich Rossi mit einem Reifenproblem nur auf P17 ein

Foto: LAT

Am Nachmittag lief es für Rossi aber besser. "Das Team hat gute Arbeit geleistet und dank Anpassungen an der Elektronik speziell das Herausbeschleunigen aus den Kurven verbessert", lobt "The Doctor" und sieht dies als Hauptgrund dafür, dass Yamaha zuletzt besser zurecht kommt als es im Frühsommer der Fall gewesen war.

Abgesehen davon spricht Rossi von einem "insgesamt besseren Gefühl am Nachmittag, auch in Bezug auf die Reifen während der Rennsimulation".

Longrun und Zeitattacke am Nachmittag erfreuen Rossi

Nachdem er sein Longrun-Programm abgespult hatte, blies Rossi in den letzten zwei Minuten im FT2 wie die meisten Piloten noch zur Attacke hinsichtlich einer schnellen Rundenzeit. Weil für den Samstag Gewitter vorhergesagt werden, lag den Piloten viel daran, schon am Freitag in die Top 10 des kombinierten Trainingsergebnisses zu fahren.

Fotos: MotoGP im Motorland Aragon

Derzeit sieht es angesichts der Wettervorhersage ganz danach aus, dass die von Marquez angeführten und von Aleix Espargaro (Gresini-Aprilia) abgeschlossenen Top 10 bereits über den direkten Q2-Einzug entscheiden.

Rossi ist mit seiner Zeitattacke zufrieden: "Ich bin happy, denn ich liege insgesamt an dritter Stelle und war deutlich schneller als im vergangenen Jahr. Das ist ausgesprochen positiv für den Fall, dass das Wetter morgen wie angekündigt schlecht sein sollte."

Quartararo gesteht: "Stecken erstmals in Problemen"

Petronas-Yamaha-Pilot Quartararo, der im Verlauf seiner Rookie-Saison schon die eine oder andere Freitagsbestzeit gefahren hat, tat sich diesmal etwas schwerer. Zwar klassierte er sich sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag an dritter Stelle. Vormittags aber fehlten ihm sage und schreibe zwei Sekunden auf die Bestzeit von Marquez, die schließlich als Tagesbestzeit in Wertung ging.

Probleme hatte Quartararo vor allem in Kurve 8 - jener Bergab-Rechts, in der Marquez am Nachmittag stürzte. "Die Strecke fällt an dieser Stelle in der Anbremszone ab und ich habe jedes Mal das Gefühl, dass das Bike überhaupt nicht verzögert. Das ist nicht lustig", so der MotoGP-Rookie und weiter: "Es ist eine Tatsache, dass wir an diesem Wochenende erstmals das Gefühl haben, in ein paar Problemen zu stecken."

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo kämpft im Motorland Aragon mit dem Bergab-Anbremsen

Foto: LAT

Auf Nachfrage, warum ihm das Anbremsen von Kurve 8 vor größere Probleme stellt, antwortet Quartararo: "Das ist schwer zu sagen. Manchmal blockiert das Vorderrad, wenn ich stark attackiere. Abgesehen davon bewegte sich das Hinterrad recht stark. Ich hatte heute beim Bremsen generell kein gutes Gefühl."

Mit seinem Longrun in Vorbereitung auf das Rennen ist Quartararo schon glücklicher: "Am Nachmittag lief es besser. Ich war dicht an der 1:49er-Marke dran. Falls es morgen Vormittag noch trocken sein sollte, können wir die Pace, denke ich, noch ein bisschen weiter verbessern."

Nachdem er sich am vergangenen Sonntag im Kampf um den Rennsieg in Misano nur knapp gegenüber Marquez geschlagen geben musste, geht Quartararo das weitere Aragon-Wochenende aber mit einer ganz anderen Zielsetzung an: "Unser Ziel an diesem Wochenende ist es nicht, Marc zu schlagen. Ich will einfach ein gutes Rennen fahren. Ich will von den Topfahrern viele Dinge lernen und werde versuchen, ein paar gute Punkte einzufahren."

Weitere Co-Autoren: Germán Garcia Casanova. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Event Aragon
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Autor Mario Fritzsche