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"Yamaha hat nur ein gutes Bike": Rossi nimmt Qualifying-Debakel mit Humor

Quartararo und Vinales auf eins und zwei, Valentino Rossi 14. - Wie der Italiener nach dem Assen-Qualifying reagiert und was er zur neuen Generation sagt

"Yamaha hat nur ein gutes Bike": Rossi nimmt Qualifying-Debakel mit Humor

Die Qualifying-Ergebnisse von Valentino Rossi lesen sich in der MotoGP-Saison 2019 wie eine Achterbahnfahrt: 14, 4, 2, 13, 5, 18, 4, 14. "Das Problem ist, dass wir nur ein gutes Motorrad haben", versucht es Rossi nach Startplatz 14 in Assen mit Humor zu sehen. "Diesmal ist Maverick dran. Scherz beiseite, Maverick und Fabio sind an diesem Wochenende sehr schnell. Auf der anderen Seite haben Franco und ich mehr Mühe."

Während Fabio Quartararo seine dritte Pole-Position der Saison eroberte und Maverick Vinales Zweiter wurde, schaffte Franco Morbidelli Startplatz neun. Und Rossi wird eben als 14. starten. "Der Vormittag war nicht so schlecht und ich konnte eine sehr gute Runde fahren. Das hätte für Q2 gereicht. Leider habe ich die grüne Fläche am Ausgang der Schikane berührt und sie haben mir die Zeit gestrichen." Dadurch war Rossi nicht in den Top 10 und musste in Q1 antreten.

"Trotzdem war ich optimistisch, denn mit dem Speed vom Vormittag hatte ich das Potenzial, um es ins Q2 zu schaffen", so Rossi. Das war aber nicht der Fall. "Leider hatte ich am Nachmittag deutlich mehr Probleme mit dem Grip, weil die Temperaturen gestiegen sind. Dadurch litt die Performance und ich war recht langsam. Deshalb habe ich es nicht ins Q2 geschafft. Jetzt muss ich von weit hinten starten und meine Pace ist auch nicht fantastisch. Es wird auf alle Fälle ein schwieriges Rennen."

In Assen fühlt sich Rossi nicht so wohl wie Vinales

Auf die Frage nach den schwankenden Leistungen bei Yamaha trifft Vinales übrigens die gleiche Aussage wie Rossi. "Vielleicht tauschen wir das gute Bike immer hin und her", scherzt der Spanier und vermutet in Wahrheit andere Gründe: "Ich glaube, es ist einfach streckenabhängig. Hinzu kommt noch, dass ich bis vor ein paar Rennen nicht das nötige Vertrauen in den Vorderreifen hatte und nicht richtig attackieren konnte. Seit Mugello gelingt mir das aber wesentlich besser und ich kann viel mehr so fahren wie ich mir das vorstelle."

Valentino Rossi

Vor allem am heißeren Nachmittag hatte Rossi mehr Mühe mit seiner M1

Foto: LAT

Vertrauen, das Rossi in Assen bisher nicht gefunden hat: "Ich fühle mich auf dem Motorrad nicht sehr wohl. Auch in den schnellen Passagen bin ich nicht schnell genug. Das macht es noch schwieriger. Wir müssen heute Abend arbeiten, damit wir etwas stärker sind. Dann sehen wir morgen weiter. Aber ehrlich gesagt, wir kennen nicht die Gründe dafür."

Der älteste Fahrer in den Top 5 war Weltmeister Marc Marquez, während Routiniers wie Andrea Dovizioso und Rossi im Qualifying weiter hinten landeten. Mit Quartararo und Alex Rins fährt sich eine neue MotoGP-Generation immer stärker in Szene. "Das ist schön, weil es die jungen Fahrer gut machen", kommentiert Rossi.

"Aber ich höre vom Generationenwechsel seit 2007, als Chris Vermeulen in Le Mans gewonnen hat. Seit zwölf Jahren heißt es, dass die Jungen immer stärker werden und die Alten zurückfallen. Ich bin sehr alt, aber auch Dovizioso und Lorenzo sind 32, 33", so Rossi, der mittlerweile 40 Jahre alt ist. "Trotzdem sind die Youngster bereit, zu gewinnen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Event Assen
Subevent Q2
Autor Gerald Dirnbeck