Zarcos Momentum ist verpufft: "Vielleicht nicht genug Erfahrung"

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Zarcos Momentum ist verpufft:
Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: Léna Buffa
18.06.2018, 13:02

Nach starkem Saisonbeginn erlebt Johann Zarco drei schwierige Rennen hintereinander. Warum er in Barcelona Siebter wurde, wundert den Franzosen. Er sucht nach Gründen.

Zu Saisonbeginn mischte Johann Zarco kräftig im Spitzenfeld mit. In Termas de Rio Hondo und in Jerez jubelte er als Zweiter auf dem Podest. Außerdem startete er zweimal von der Pole-Position und stand bei den ersten fünf Rennen immer auf dem Podium. Dann riss die Serie. Beim Heimrennen in Le Mans schied Zarco durch Sturz aus. In Mugello kam er als Zehnter ins Ziel und nun in Barcelona als Siebter. "Seit zwei Rennen haben wir Probleme, aber Barcelona war positiver als Mugello, weil ich nicht so viel langsamer als die Jungs vor mir war", meint der Franzose.

Tech-3-Yamaha erhält keine neuen Teile oder sonstige Weiterentwicklungen. Langsam zeigt sich, dass die Werksteams Fortschritte machen. Die Fahrer mit Vorjahresmotorrädern werden zusehends abgeschüttelt. "Ich wundere mich trotzdem, warum ich Siebter wurde", sagt Zarco. "Wir werden nicht bessere Dinge für das Bike bekommen. Aber ich glaube, wir können ein besseres Set-up finden, um die Pace besser zu kontrollieren. Dann könnte ich in den nächsten Rennen das Tempo für das Podium haben."

Alles hängt mit den Reifen und dem Set-up zusammen. "Ich würde sagen, dass die Rennen seit Texas anders sind als im vergangenen Jahr und es schwieriger ist, weil die Reifen konstant sind. Alle Fahrer sind auch stärker und arbeiten besser für das Rennen. Das macht die Aufgabe für alle schwierig. Ich muss umdenken, damit ich in den nächsten Rennen stärker bin." Zarco war in Barcelona neben Dani Pedrosa der einzige Fahrer mit dem Medium-Hinterreifen. "Der weiche Reifen wäre für mich keine bessere Lösung gewesen", so Zarco.

Johann Zarco, Monster Yamaha Tech 3

Johann Zarco, Monster Yamaha Tech 3

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Die Yamaha-Werksfahrer Valentino Rossi und Maverick Vinales fuhren mit dem weichen Hinterreifen. Vor allem die Konstanz von Rossi, der nun dreimal hintereinander Dritter wurde, beeindruckt Zarco: "Valentino ergreift immer alle Chancen, die sich ihm bieten. Vielleicht habe ich nicht genug Erfahrung, aber ich bin clever, um das zu erkennen. Ich will die Dinge in den nächsten Rennen gut kontrollieren, weil ich ihn in der WM nicht entwischen lassen will."

In der Weltmeisterschaft ist Zarco hinter Rossi und Vinales Vierter. Sein Rückstand auf Rossi beträgt 15 Punkte. "Marc ist Erster und kann ein Ziel sein, aber wir müssen auch ehrlich sein", sagt Zarco über das Gesamtbild. "Er hat viele Punkte Vorsprung. Wir müssen gut arbeiten, clever sein und jede Chance nutzen, die sich bietet." Beim Test am Montag in Barcelona erhielt er keine neuen Entwicklungen von Yamaha. "Ich weiß nicht, ob Yamaha einen dritten konkurrenzfähigen Fahrer will, der mit neuen Teilen arbeitet", schießt er eine Spitze Richtung Yamaha-Manager ab.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Catalan GP
Fahrer Johann Zarco
Teams Tech 3
Autor Gerald Dirnbeck