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"Zu gefährlich": MotoGP-Fahrer rechtfertigen Silverstone-Absage

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"Zu gefährlich": MotoGP-Fahrer rechtfertigen Silverstone-Absage
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27.08.2018, 07:17

Die MotoGP-Fahrer legen ihre Sicht der Dinge zur Absage des Silverstone-Rennens dar. Leid tun ihnen vor allem die vielen Fans, die keine Show zu sehen bekamen.

"Die Leute kommen von weit her, um uns fahren zu sehen", denkt Bradley Smith bei 'MotoGP.com' an die vielen Fans, die in Silverstone vergeblich auf ein MotoGP-Rennen gewartet haben. "Es ist sehr schade, dass wir keine Show zeigen konnten." Der starke Regen in Zusammenspiel mit dem neuen Asphalt sorgte für große Probleme. An einigen Stellen gab es Wannen, in denen sich das Wasser sammelte und ein Rennen aufgrund der Gefahr von Aquaplaning unmöglich machte.

Nach der Absage machten Renndirektor Mike Webb, Sicherheitschef Franco Uncini und Sicherheitsberater Loris Capirossi diesen Asphalt als Hauptursache aus. Johann Zarco sagt aus Fahrersicht: "Es lag nicht am Wetter, denn bei solchem Regen sind wir schon gefahren. Aber die Strecke war seltsam und es gab den Unfall am Samstag. In den beiden Besichtigungsrunden war die Strecke extrem rutschig."

Vor dem vorgezogenen ersten Startversuch um 11:30 Uhr Ortszeit drehten alle Fahrer zwei langsame Check-Runden. "Die Streckenverhältnisse", hält Cal Crutchlow fest, "waren nicht geeignet, um mit einem 300 PS Motorrad bei stehendem Wasser zu fahren. Man wusste auch nicht, ob es im Laufe des Rennens stärker geregnet hätte. Man hat am Samstag gesehen, dass es gefährliche Bedingungen gewesen wären."

 

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Trotzdem warteten die Verantwortlichen ab und zögerten einen Startversuch so lange wie möglich hinaus, falls der Regen doch nachlassen würde. "Dorna und die Sicherheitsdirektion leisten immer fantastische Arbeit", lobt Smith die Entscheidungsträger. "Sie müssen sich um mehr als 80 Fahrer kümmern. Es reicht ein Fehler, vor allem zu Beginn, wenn die großen Gruppen zusammen sind. Die Sicht war schlecht und es gab überall Aquaplaning. Bei meinen beiden Besichtigungsrunden war mir schon klar, dass wir nicht fahren können."

Situation bei Rabat-Unfall durfte sich nicht wiederholen

Kurz vor 16:00:Uhr Ortszeit trafen sich die Fahrer mit Capirossi, Uncini und Co. in der Hospitality der Teamvereinigung IRTA. Die Absage wurde fast einstimmig beschlossen: "95 Prozent der Fahrer haben sich gegen ein Rennen ausgesprochen", sagt Jorge Lorenzo, der eigentlich von der Pole-Position hätte starten sollen. "Niemand hat Druck für eine andere Entscheidung gemacht. Alle Fahrer wollten bei guten Bedingungen Rennen fahren. Wenn wir Fahrer uns nicht sicher fühlen, weil bei diesem Asphalt das Wasser nicht gut abfließt, dann wäre das Risiko auf dem Motorrad sehr hoch gewesen."

Alle Fahrer hatten die Bilder vom Samstag im Kopf, als Tito Rabat im Regen vom Motorrad eines gestürzten Konkurrenten schwer am Bein verletzt worden war. "Es hätte aber auch schlimmer kommen können", sagt Danilo Petrucci und betont: "So eine Situation durfte sich nicht wiederholen. Aus Sicherheitsgründen war die Absage die einzige Option. Für die Fans tut es mir sehr leid. Sie haben lange auf uns gewartet und die Tickets und alles bezahlt. Es ist ein großes Desaster."

 

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Somit musste zum ersten Mal seit dem Grand Prix von Österreich 1980, als es in Salzburg geschneit hatte, ein Renntag komplett abgesagt werden. "Es war für alle eine sehr schwierige Entscheidung, weil es besondere Umstände waren", sagt Marc Marquez. "In der Sicherheitskommission haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, nicht zu fahren. Der Zustand des Asphalts machte es zu gefährlich, das haben wir schon am Samstag gesehen. Die Sicherheit steht an erster Stelle."

Der einzige "Gewinner" des Tages war Marquez, denn sein WM-Vorsprung ist bei einem Rennen weniger bei 59 Punkten geblieben. "Darüber habe ich aber nicht nachgedacht", winkt der Titelverteidiger ab. "Es war ein langer Tag, denn seit 9:00 Uhr morgens waren wir voll konzentriert und dann war die Frage, ob wir fahren oder nicht. Jetzt muss ich mich auf Misano konzentrieren, damit ich dort schneller bin als hier." Zumindest für das nächste Rennen in zwei Wochen sieht die Wettervorhersage vielversprechend aus, denn an der Adria-Küste sind Sonnenschein und 25 Grad Celsius prognostiziert.

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