Mit Tempo 30km/h quer durch die Postkarten-Idylle der Zentralschweiz

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Mit Tempo 30km/h quer durch die Postkarten-Idylle der Zentralschweiz
22.07.2018, 22:00

Das 9. Red Bull Alpenbrevet zog rund 1200 Töffli-Heldinnen und -Helden nach Sarnen im Kanton Obwalden. Unter ihnen auch Töffligangs wie die Seckuropfer Böju aus dem Aargau.

Das 9. Red Bull Alpenbrevet zog rund 1200 Töffli-Heldinnen und -Helden nach Sarnen in die Innerschweiz. Unter ihnen auch Töffligangs wie die Seckuropfer Böju aus dem Aargau. Das wechselhafte Wetter konnte der einzigartigen Stimmung nichts anhaben. 

Zugehörige Veranstaltung:

Diesem Tag fieberte die Teilnehmerschaft monatelang entgegen: Heute Mittag starteten Mofas in allen Farben und Formen aus der gesamten Schweiz und dem angrenzenden Ausland zum zweiten Mal beim Dorfplatz in Sarnen zur 100 Kilometer langen Rundfahrt mit Tempo 30 mitten durch die Zentralschweiz. 

Das gemeinsame Erlebnis steht im Vordergrund

Die Route führte ab dem Dorfplatz in Richtung Giswil über die Panoramastrasse ins Entlebuch und zum Schluss über den Glaubenberg wieder zurück nach Sarnen.

Eine wunderschöne Strecke mit Postkarten-Flair, die es ganz schön in sich hatte. Für Mensch wie Maschine galt, die letzten Kräfte zu mobilisieren und tüchtig in die Pedale zu treten, um trotz einzelnen Regenschauer die steilen Passagen zu meistern. 

 

Die grosse Hilfsbereitschaft, die sich die Töffli-Gemeinschaft entgegenbringt, zeigt immer wieder, dass beim Red Bull Alpenbrevet nicht der Sieg, sondern das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund steht. Immer wieder traf man auf Teilnehmer, die am Strassenrand gemeinsam an ihren Hödis herumschraubten, diese den Berg hinaufschoben oder sich gegenseitig Starthilfe gaben.

Ihre Mühen wurden dafür mit einem atemberaubenden Blick über die Berg- und Seelandschaft der Zentralschweiz belohnt. 

 

Begeisterte Töffli-Fans im Postkarten-Paradies

Das feuchte Wetter konnte der guten Laune der Töffli-Schar nichts anhaben. Nicht nur die Teilnehmer untereinander, sondern auch die Zuschauer sorgten für Stimmung.

In Sarnen beim Start und in den Dörfern entlang der Rundfahrt freute sich die Bevölkerung über die Abwechslung. Trotz Regen stellten die Anwohner Campingstühle auf, um die vorbeifahrende Töffli-Meute mit Jubelschreien zu begrüssen. 

Weiterlesen:

Florian Spichtig von Obwalden Tourismus durfte die Rundfahrt eröffnen: "Die Zuschauer und die Töffli-Meitli und – Buebe haben sich gegenseitig bejubelt. Das Red Bull Alpenbrevet belebt Sarnen und die ganze Region. Für Obwalden eine überaus tolle Sache. 

Ausgabe 2018: "Und gewonnen hat…"

Der Titel der "Töffligang of the Year" ging an die Seckuropfer Böju aus dem Kanton Aargau. Die 52-köpfige Gang, deren Emblem das Gemeindewappen von Beinwil am See ziert, besteht seit 2012.

Die Wahl der Miss Alpenbrevet, die das schönste Töffli kürt, ging an ein Sachs 502 TdS (Jahrgang 1968), das im Bobber Style aufgemotzt wurde. Der Berner Ralf Kopp hat mit viel Effort ein Modell zusammengestellt, das mit einer auffallenden Frontpartie auffährt.

 

Der grosse Preis von zwei brandneuen Tomos Töffli ging in der Kategorie "Automatik" an Leopold Muhler und an Sven Grüninger in der Kategorie "2-Gang". Ihre Fahrtzeiten kamen der Durchschnittszeit aller Teilnehmer am nächsten. 

 
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