Analyse: Die Toyota-Show von Daytona

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Analyse: Die Toyota-Show von Daytona
Pete Fink
Autor: Pete Fink
22.02.2016, 12:40

Zahlen und Fakten rund um die Toyota-Dominanz: Erster Daytona-500-Erfolg für Denny Hamlin und zwei bemerkenswerte Außenseiter.

Matt Kenseth, Joe Gibbs Racing Toyota; Dale Earnhardt Jr., Hendrick Motorsports Chevrolet
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing Toyota und Dale Earnhardt Jr., Hendrick Motorsports Chevrolet
Crash: Dale Earnhardt Jr., Hendrick Motorsports Chevrolet
Crash: Dale Earnhardt Jr., Hendrick Motorsports Chevrolet
Michael Annett, Hscott Motorsports Chevrolet, Michael McDowell, Circle Sport-Leavine Family Racing C
Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports Chevrolet
Start: Chase Elliott, Hendrick Motorsports Chevrolet führt
Zielflagge: Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota and Martin Truex Jr., Furniture Row Racing Toyota
Matt Kenseth, Joe Gibbs Racing Toyota; Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota; Martin Truex Jr., Furn
Zielflagge für Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
Regan Smith, Tommy Baldwin Racing Chevrolet

Denny Hamlin ist der Sieger des 58. Daytona 500. Und wie. Es war der engste Zieleinlauf, den das "Great American Race" in seiner langen Geschichte jemals produzierte.

Am Ende hatte Hamlin die Nase um winzige 0,010 Sekunden vor seinem Fast-Teamkollegen Martin Truex Jr. in dessen Furniture-Row-Toyota (hier unser Rennbericht).

Unverdient ist dieser Sieg keinesfalls: Hamlin lag im Rennverlauf 95 der insgesamt 200 Runden in Front. Trotzdem hatte er am Ende auf der Außenbahn die in Daytona unverzichtbare Portion Glück, um Truex mit einem kleinen Speed-Überschuss an Momentum gerade noch zu bezwingen.

Für Hamlin war es der erste Daytona-500-Triumph im elften Anlauf.

Die besten Fotos aus Daytona.

Ein quasi logischer Höhepunkt von sehr guten Daytona-Vorstellungen in der Vergangenheit: Das Sprint-Unlimited (ehemals Budeweiser-Shootout) gewann Hamlin bereits dreimal (2006, 2014 und 2016). 2008 und 2014 hatte der Gibbs-Pilot bereits in seinem jeweiligen Duel-Rennen am Donnerstag triumphiert.

Und: Es war das erste Mal seit dem Jahr 2000 (Dale Jarrett), dass ein NASCAR-Pilot das Sprint-Unlimited und eine Woche später das Daytona 500 gewann.

Noch eine statistische Besonderheit: Für Hamlins neuen Crewchief Mike Wheeler war es der erste Sprint-Cup-Erfolg im allerersten Rennen.

Apropos Dale Jarrett: Der NASCAR-Altmeister war 1993 der erste Gibbs-Pilot in der Victory Lane von Daytona. Dann kam lange nichts und nun Denny Hamlin. Es war also erste der zweite 500-Erfolg für Coach Gibbs. Und für Motorenhersteller Toyota gar eine Premiere.

Toyota mit 78 Prozent der Lead-Laps

Wie überlegen die japanischen Triebwerke aus dem kalifornischen Costa Mesa waren, verdeutlicht eine andere Zahl: Zusammengerechnet holten die viereinhalb Gibbs-Toyotas satte 156 Führungsrunden. Oder anders formuliert: 78 Prozent!

Zum Vergleich: Hendrick Motorsports kam mit Polesitter Chase Elliott, Dale Earnhardt Jr. und Jimmie Johnson auf insgesamt 36 Lead-Laps, für Team Penske sammelte Brad Keselowski eine einzige Führungsrunde ein.

Der erste Toyota-Triumph im Daytona 500 war zudem gleich ein Dreifach-Erfolg, weil Truex und Kyle Busch (3.) das nicht vorhandene Podium komplettierten.

Matt Kenseth verlor seine Führung zwischen Turn 3 und 4 der letzten Runde und wurde nur 14. Carl Edwards brachte seinen angeschlagenen Camry auf P5 ins Ziel. Es war also keinesfalls unmöglich, dass Toyota sogar einen Fünffach-Erfolg gelandet hätte.

Abseits der eindrucksvollen Toyota-Show lohnt in Daytona natürlich auch ein kleiner Blick auf die Außenseiter.

Regan Smith holte für sein Baldwin-Team trotz eines heftig überhitzenden Childress-Motors einen tollen achten Platz, also eine Top-10-Platzierung. Das bedeutet: Hauptsponsor Golden Corral bietet am heutigen Montag landesweit ein freies Essen für die Kids. Golden Corrall betreibt in den USA immerhin 484 Grill-Restaurants in 41 Bundestaaten.

Michael McDowell fuhr seinen Circle/Leavine-Chevrolet (wie Smith/Baldwin ebenfalls ein Childress-Kundenteam) auf Rang 15. Damit gewann McDowell den mit 5.000 US-Dollar dotierten Power-Move-Award, der an das Team geht, das in den letzten zehn Prozent des Rennens die meisten Positionen gutmachen kann.

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