Brian France: So reagiert NASCAR auf die Prügelei in Las Vegas

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Brian France: So reagiert NASCAR auf die Prügelei in Las Vegas
Lee Spencer
Autor: Lee Spencer
Übersetzung: Stefan Ehlen
14.03.2017, 09:37

Kyle Busch ging nach dem NASCAR-Rennen in Las Vegas auf Joey Logano los. Nun bezieht Serienchef Brian France erstmals Stellung zu dem Zwischenfall.

Brian France, Geschäftsführer und Vorsitzender von NASCAR
Joey Logano, Team Penske, Ford; Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota, nach Prügelei (Screenshot)
Joey Logano, Team Penske, Ford
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Joey Logano, Team Penske, Ford
Joey Logano, Team Penske, Ford
Joey Logano, Team Penske, Ford
Brian France
NASCAR-Chef Brian France

Der NASCAR-Boss zeigt sich wenig überrascht: "Es ist ein emotionaler Sport", sagte er im Gespräch mit dem Radiosender SiriusXM.

"Für Fahrer und Teams steht sehr viel auf dem Spiel. Die Erwartungshaltung ist gewaltig. Und solche Dinge passieren manchmal in einem Rennen. Da ist es nur verständlich, dass die Emotionen hin und wieder auch mal überkochen."

Ausarten dürfe dergleichen allerdings nicht, betont France.

"Es wird keine Revanche geben. Wir kümmern uns darum", meint der Serienchef. "Was auf der Strecke passiert, ob gut oder schlecht für den einen oder anderen Fahrer, bleibt auf der Strecke. Und dann geht es weiter zur nächsten Veranstaltung."

Ein Verhalten wie jenes von Matt Kenseth und Joey Logano in der NASCAR-Saison 2015 sei "nicht akzeptabel", erklärt France.

Logano hatte damals beim Rennen in Kansas den bis dato führenden Kenseth angerempelt. 2 Wochen später räumte ihn Kenseth in Martinsville spektakulär von der Bahn – womit Logano nicht nur der mögliche Sieg im Rennen, sondern auch seine Titelchance genommen wurde.

Busch wiederum will dennoch Rache üben. "Wenn Joey so seine Rennen fährt, dann kriegt er das zurück", hatte der Toyota-Mann unmittelbar nach dem Las-Vegas-Lauf erklärt.

Doch France denkt anders.

"Ich glaube nicht, dass es da etwas gibt, über das wir uns Sorgen machen müssen. Aber wenn es doch passiert, dann werden wir uns der Sache annehmen. Wir werden uns die entsprechenden Aufnahmen und alle Beteiligten genau ansehen. Aber lasst uns vor allem realistisch bleiben."

"Diese Jungs stehen unter Adrenalin und unter Druck. Wenn da mal etwas richtig schiefgeht – und so war es im Fall von Kyle –, dann kochen die Emotionen einfach über. Genau das ist am Sonntag passiert", sagt France.

 

Aber irgendwann sei natürlich Schluss.

"Es gibt eine klare Linie, die wir den Fahrern gern noch einmal erklären. Unser Rennleiter Richard Buck hat eine präzise Definition davon, was ein Rennzwischenfall ist, was wir akzeptieren. Er weiß aber auch, was Payback ist und was mit Absicht getan wird."

"An dieser Linie gibt es nichts zu rütteln", meint France. "Wenn diese Linie aus irgendwelchen Gründen überschritten wird, kümmern wir uns darum. Aber wir machen jetzt sicher kein Fass auf, denn es ist und bleibt ein emotionaler Sport."

"Für die Fahrer", so sagt France nochmals, "steht sehr viel auf dem Spiel. Wir wiederum wollen uns auf das beste Racing der Welt konzentrieren."

"Es ist wie es ist. Die Jungs stehen unter immensem Druck. Und gelegentlich kochen die Gemüter halt mal hoch."

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