Busch Clash in Daytona: Erik Jones siegt nach reichlich Crashs und Chaos

Kollision Kyle Busch vs. Joey Logano als Bühne für späte "Big Ones": Erik Jones gewinnt mit stark verbeultem Gibbs-Toyota den Auftakt ins NASCAR-Jahr 2020

Busch Clash in Daytona: Erik Jones siegt nach reichlich Crashs und Chaos

Erik Jones hat mit massiv verbeultem #20 Gibbs-Toyota den inoffiziellen, weil punktelosen Auftakt ins NASCAR-Jahr 2020 gewonnen. Beim turbulenten Busch Clash in Daytona war Jones am Sonntag nach 88 Runden und ausgedehnter Verlängerung (Overtime mit drei Anläufen) einer der wenigen "Überlebenden".

Geplant waren ursprünglich 75 Runden, aber ein spätes Restart-Chaos sorgte dafür, dass verlängert wurde. In der Verlängerung krachte es dann noch zweimal, bevor es endlich ins Ziel ging. Reglementsbedingt waren lediglich 18 Piloten am Start. In Kollisionen oder Crashs verwickelt waren im wilden Rennverlauf aber sage und schreibe alle 18.

Fotos: Busch Clash in Daytona

Die meisten Führungsrunden (33) sammelte Brad Keselowski (Penske-Ford). Doch neun Runden vor dem geplanten Ende wurde er unverschuldet in eine Kollision zwischen Joey Logano (Penske-Ford) und Kyle Busch (Gibbs-Toyota) verwickelt. Die beiden letztjährigen NASCAR-Champions kämpften gerade um die Führung. Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) übernahm das Kommando, aber es ging nicht lange gut.

 

Denn beim folgenden Restart gab es direkt wieder Gelb. Auslöser war eine Berührung zwischen William Byron (Hendrick-Chevrolet) und Ryan Newman (Roush-Ford). Verwickelt wurden außerdem die beiden Ganassi-Piloten Kurt Busch und Kyle Larson, die Stewart/Haas-Teamkollegen Kevin Harvick und Clint Bowyer sowie Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) und Austin Dillon (Childress-Chevrolet).

 

Wieder führte Hamlin das Feld zum Restart. Es war der erste Anlauf der Verlängerung. Doch nur wenige Sekunden später erlitt er in Turn 3 einen Reifenschaden und drehte sich.

Der Dreher Hamlins vor dem Rest des Feldes hatte zur Folge, dass abgesehen von Austin Dillon, Kyle Larson und Ryan Newman alle noch fahrenden Piloten in den zweiten Massencrash verwickelt wurden. Dillon, Larson, Newman freilich waren schon kurz zuvor ins Restart-Chaos verwickelt gewesen.

 

Weil Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) unter Gelb einen platten Reifen wechseln lassen musste, war es Austin Dillon, der das Feld vor Kyle Larson zum zweiten Anlauf der Verlängerung führte. Dahinter lagen Ryan Newman, Erik Jones und direkt schon wieder Elliott, weil alle anderen Fahrzeuge Rundenrückstand aufwiesen oder schon komplett draußen waren.

Doch auch direkt nach dem zweiten Anlauf der Verlängerung ging es in Turn 3 schief. Diesmal crashten Larson und Elliott im Kampf um die Führung. Auch Jones wurde verwickelt, wobei sein Gibbs-Toyota nicht zum ersten Mal beschädigt wurde. Dillon übernahm kampflos die Spitze, aber es war noch nicht vorbei.

 

Denn nach beim letzten Restart - dem dritten Anlauf der Verlängerung - verlor Austin Dillon die Führung nach einer halben Runde tatsächlich an Kyle Larson, dessen Ganassi-Chevrolet sich vom Crash mit Chase Elliott soweit erholt hatte, dass er noch vorne mitmischte.

Larson wiederum verlor die Führung noch im Verlauf dieser vorletzten Runde an Ryan Newman, der aufgrund des Losglücks von Crewchief Scott Graves von der Pole-Position gestartet war. Doch auch er gewann das Chaos-Rennen nicht.

In der letzten Runde schob der bereits überrundete Denny Hamlin seinen Teamkollegen Erik Jones nach vorn. Und dabei blieb es. Mit stark onduliertem #20 Gibbs-Toyota kreuzte Jones als Busch-Clash-Sieger 2020 die Ziellinie. Zweiter wurde Austin Dillon, Dritter Clint Bowyer vor Larson und Newman. Hamlin, der eine Runde Rückstand aufwies, war auf P6 der letzte im Ziel.

Als nächstes im Rahmen der Speedweeks in Daytona stehen am Donnerstag (13. Februar) abends unter Flutlicht die beiden Qualifikationsrennen (Duels) zum Daytona 500 (16. Februar) auf dem Plan.

Weitere Infos:

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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