Danica und Co.: Hagelt es weitere Strafen?

Nicht nur Danica Patrick, auch Kyle Busch und Cole Pearn, der Crewchief von Martin Truex Jr., könnten in dieser Woche von NASCAR bestraft werden.

Danica Patrick könnte für ihre Fontana-Aktion (hier alle Infos dazu) eine Strafe bekommen. Dies bestätigte NASCAR-Rennchef Steve O'Donnell am Montagabend gegenüber Sirius XM Radio.

"Das ist ein Thema, mit dem wir uns genau beschäftigen werden", sagte O'Donnell. "Wir werden uns alle Aufnahmen ansehen und das braucht seine Zeit. In diesem Rennen war eine Menge los und nach der Rückkehr von der Westküste werden wir alles evaluieren."

 

Das Problem für Danica Patrick war die Tatsache, dass sie nach ihrem Ausscheiden wild gestikulierend in Richtung Rennstrecke lief. Dies ist seit dem tödlichen Dirt-Track-Unfall im Sommer 2014 strengstens verboten. Damals kam Kevin Ward ums Leben, als er von Tony Stewarts Fahrzeug erfasst wurde.

Jennifer Jo Cobb kassierte in Dover 2015 bereits eine Geldstrafe, als sie sich in einem Truck-Rennen ebenfalls wild gestikulierend über einen Abschuss beschwerte.

Alle NASCAR-Bilder aus Fontana

O'Donnell unterstrich, dass es "eine diesbezügliche Regel gibt. Und diese Regel gibt es, weil wir in erster Linie dafür sorgen wollen, dass unsere Piloten sicher sind."

Hier die Regel Nummer 10.4.2.1 im Wortlaut: "Zu keiner Zeit darf sich ein Fahrer oder ein Crewmitglied einem Teil der Rennstrecke oder des Aprons nähern. Zu keiner Zeit darf sich ein Fahrer oder ein Crewmitglied einem anderen, sich noch bewegenden Fahrzeug nähern."

Fotostrecke: Danica Patrick, die schnellste Frau der Welt

Auch Kyle Busch war nach Fontana sauer. Im Xfinity-Rennen platzte ihm in den Schlussrunden ein Reifen: NASCAR gab keine Gelbe Flagge aus. Einen Tag später im Sprint-Cup-Event platzte ihm im Finale wieder ein Reifen: Dieses Mal gab es Gelb.

Im Xfinity-Rennen funkte Kyle Busch mit großer Ironie an die Box: "Überall Debris und kein Gelb. Ich bin wirklich zufrieden mit NASCAR. Danke Schön, ihr seid wunderbar!" Am Sonntag gab er gar kein Interview.

Anstelle dessen twitterte er: "Ich habe kein Interview gegeben. Vielleicht bekomme ich deswegen einen kleinen Rabatt für meine Strafe am Dienstag." Laut aktuellem Strafkatalog droht ihm eine Geldstrafe zwischen 10.000 und 50.000 US-Dollar plus eine Bewährungsstrafe.

Auch Cole Pearn, dem Crewchief von Martin Truex Jr., droht Ärger: Nach dem Fontana-Zwischenfall mit Joey Logano (Penske-Ford) war der Kanadier so angefressen, dass er Logano via Twitter beschimpfte.

"Vermutlich kann er mit seinen häßlichen und schielenden Augen nichts sehen", gab Pearn zu Protokoll, besann sich kurze Zeit später aber eines Besseren. "Man sollte nicht twittern, wenn man sauer ist", so der Truex-Crewchief, der sein früheres Posting prompt wieder löschte und schrieb: "Ich entschuldige mich, da ging ich zu weit."

Zuvor hatte Logano den Truex-Toyota in die Mauer befördert. Statt einer Spitzenposition (Truex sammelte insgesamt 32 Führungsrunden) sprang für die Startnummer 78 nur Rang 32 heraus. Logano entschuldigte sich nach dem Rennen bei der Truex-Mannschaft.

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Über diesen Artikel
Rennserien NASCAR Cup
Veranstaltung Fontana
Rennstrecke California Speedway
Fahrer Martin Truex Jr. , Joey Logano , Danica Patrick , Kyle Busch
Teams Stewart-Haas Racing , Joe Gibbs Racing , Furniture Row Racing , Team Penske
Artikelsorte News