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Rennbericht
NASCAR Cup Daytona 500

Daytona 500: Penske-Rookie Austin Cindric gewinnt NASCAR-Auftakt 2022

Am 85. Geburtstag von Roger Penske gewinnt der neue Fahrer des #2 Penske-Ford das größte NASCAR-Rennen nach Beinahe-Crash mit Teamkollege auf letzten Metern!

1. Austin Cindric, Team Penske, Discount Tire Ford Mustang

Die Saison 2022 der NASCAR Cup Series ist am Sonntag mit dem Daytona 500 spektakulär eröffnet worden. Beim ersten Punkterennen mit den technisch revolutionären Next-Gen-Autos stand der Sieger erst nach mehr als dreieinhalb Stunden Renndauer mit sieben Gelbphasen, einer Rotphase und einer Verlängerung (Overtime) fest.

FOTOS: 64. Daytona 500, Auftakt der NASCAR Cup-Saison 2022

Vor ausverkauftem Haus des Daytona International Speedway (101.000 Zuschauer auf den Tribünen plus mehrere Zehntausend im Infield) und bei perfekten äußeren Bedingungen setzte sich schließlich einer durch, für den die Saison 2022 die Rookie-Saison in der höchsten NASCAR-Liga ist.

Austin Cindric, der Sohn von Penske-Teampräsident Tim Cindric, errang bei seinem gerade mal achten Start (nach Teilzeitsaison 2021) seinen ersten Cup-Sieg. Der gelang dem 23-Jährigen direkt beim "Great American Race" in Daytona, das nicht nur Auftakt, sondern auch Höhepunkt der Saison ist.

 

Cindrics Sieg, der mit 0,036 Sekunden Vorsprung auf Bubba Wallace (23XI-Toyota) erzielt wurde, kam ausgerechnet am 85. Geburtstag von Teambesitzer Roger Penske zustande. Auf den letzten Metern hätte der Rookie den Sieg fast noch weggeworfen - ausgerechnet im Duell mit Penske-Teamkollege Ryan Blaney, der nach Mauerkontakt letztlich Vierter wurde.

ERGEBNIS: 64. Daytona 500, Auftakt der NASCAR Cup-Saison 2022

"Oh mein Gott, volles Haus beim Daytona 500! Was soll ich sagen? Vielen Dank an Roger Penske und Happy Birthday!", so Cindrics erste Worte, nachdem er sich aus dem weißen Penske-Ford mit der Startnummer 2 geschält hatte, den zuvor jahrelang Brad Keselowski gesteuert hatte.

Fotofinish: 1. Austin Cindric (Penske-Ford) 2. Bubba Wallace (23XI-Toyota)

Fotofinish: 1. Austin Cindric (Penske-Ford) 2. Bubba Wallace (23XI-Toyota)

Foto: Motorsport Images

Mehrere Rückversetzungen in der Startaufstellung

Bevor das erste Punktrennen mit der neuen NASCAR-Autogeneration gestartet wurde, gab es zunächst mehrere Rückversetzungen in der Startaufstellung. Die Autos von Chase Briscoe (Stewart/Haas-Ford) und Daniel Hemric (Kaulig-Chevrolet) waren bei der Technischen Inspektion mehrfach durchgefallen. Deshalb wurde in beiden Fällen auch ein Crew-Mitglied vom Rennen ausgeschlossen.

Abgesehen davon musste auch Joey Logano (Penske-Ford) von hinten starten. In seinem Fall war der Wechsel ins Ersatzauto der Grund. Der war notwendig geworden nach dem in Führung liegend passierten Crash im Qualifikationsrennen am Donnerstag.

 

Mit Polesetter Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet) an der Spitze wurde die 46. Auflage des Daytona 500 mit ein wenig Verspätung um 15:08 Uhr Ortszeit (21:08 Uhr MEZ) gestartet. Eine Führungsrunde sollte Larson aber erst nach mehr als 100 Umläufen gelingen.

Direkt in der ersten Runde war es Brad Keselowski (RFK-Ford), der die Führung übernahm. Wenig später übernahm Kyle Busch (Gibbs-Toyota) das Kommando. Weder Larson noch Keselowski noch Kyle Busch hatten das Daytona 500 zuvor gewonnen - und auch diesmal würde es keiner dieser drei Fahrer schaffen.

Früher Crash an der Spitze eliminiert mehrere Favoriten

Das erste Rennsegment (Stage 1 über 65 Runden) lief über weite Strecken ruhig. Kurz vor der ersten Stage-Flagge aber krachte es in der Spitzengruppe. Auf der Außenbahn der Gegengerade schob Brad Keselowski etwas zu heftig den Wood-Ford von Harrison Burton an. Der rot/weiße Mustang des Rookies geriet aus der Spur und legte einen halben Überschlag hin, indem er kurzzeitig auf dem Dach über den Asphalt rutschte, dann aber wieder auf die Räder kippte.

 

Neben dem Sohn von Jeff Burton war unter anderem William Byron (Hendrick-Chevrolet) in den Crash verwickelt. Er krachte recht heftig in die innere SAFER-Barriere, blieb aber genau wie Burton unverletzt. Abgesehen davon wurden gleich drei Gibbs-Piloten - Kyle Busch, Denny Hamlin und Christopher Bell - verwickelt. Gleiches gilt für Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet) und Ross Chastain (Trackhouse-Chevrolet).

Für den dreimaligen Daytona-500-Sieger Hamlin war das Rennen damit ebenso gelaufen wie für Burton, Byron und Chastain. Bemerkenswert: Für Hamlin war es bei seiner 17. Teilnahme am Daytona 500 der erste Ausfall. Indes konnten Kyle Busch, Bell und Bowman weiterfahren. Bell und Bowman allerdings verloren mehrere Runden, während ihr Auto repariert wurde.

Zwei Stage-Siege für Truex Jr. - einer bei Gelb, einer um Haaresbreite

Aufgrund des Crashs an der Spitze ging Stage 1 unter Gelb zu Ende. Ganz vorne lag Martin Truex Jr., dem es als einzigem der vier Gibbs-Piloten gelungen war, dem Crash knapp zu entkommen. Truex Jr. holte sich die zehn Bonuspunkte im ersten Rennsegment, gefolgt von Unfallauslöser Keselowski und von Rookie Todd Gilliland (Front-Row-Ford).

Hatte es im ersten Rennsegment drei Gelbphasen gegeben, so gab es im zweiten Rennsegment (Stage 2 über nochmals 65 Runden) gar keine. Und wieder lag Martin Truex Jr. vorne - diesmal um gerade mal 0,015 Sekunden unter Grün.

 

Das "Fotofinish" unter der zweiten Stage-Flagge kam zustande, nachdem Truex Jr. auf den letzten Metern aus dem Windschatten von Spitzenreiter Joey Logano ausgeschert war. Als Dritter hinter dem vom Ende des Feldes gestarteten Penske-Piloten kam Bubba Wallace über die Linie.

Stage 3: Drei Crashs eliminieren weitere Favoriten

Das letzte Rennsegment (Stage 3) war auf 70 Runden angesetzt, dauerte aufgrund Verlängerung aber 71 Runden. Direkt nachdem es eröffnet wurde, krachte es wieder. Und diesmal zählte auch der zweimalige Stage-Sieger Martin Truex Jr. zu denen, die verwickelt wurden. Was war passiert?

 

Mitten im Feld hatte Tyler Reddick (Childress-Chevrolet) unmittelbar vor dem mit Rundenrückstand im Pulk mitfahrenden Jacques Villeneuve (Hezeberg-Ford) die Kontrolle verloren und sich in die Mauer gedreht. Das Ganze passierte kurz vor Start/Ziel.

Neben Truex Jr., dessen Gibbs-Toyota an der Front beschädigt wurde, waren auch Joey Logano sowie Kurt Busch (23XI-Toyota) verwickelt. Dieses Trio konnte im Gegensatz zu Reddick das Rennen fortsetzen. Für Logano und Kurt Busch galt das allerdings mit Rundenrückstand.

Zehn Runden vor Schluss war Ricky Stenhouse (JTG-Chevrolet) der Spitzenreiter, als es etwas weiter hinten im Feld wieder auf Höhe Start/Ziel krachte. Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) hatte hinter Chris Buescher (RFK-Ford) kurz gelupft.

Daraufhin rauschte ihm Kyle Larson ins Heck und drehte Harvicks hellblauen Ford Mustang in den Beard-Chevrolet von Noah Gragson. Außerdem verwickelt wurden Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet), Erik Jones (Petty/GMS-Chevrolet) und Todd Gilliland.

 

Nach einer kurzen Rotphase zum Aufräumen, die nach sechs Minuten schon wieder vorüber war, ging es weiter - allerdings ohne Vorjahreschampion Larson, für den das Rennen mit dem Crash beendet war.

Beim Restart mit noch sechs Runden auf der Uhr führte Stenhouse, aber weit kam er nicht. Denn es dauerte keine ganze Runde, bis auch er in einen Crash verwickelt wurde. Nachdem Stenhouse auf der Außenbahn die Führung verloren hatte, und zwar an den innen fahrenden Penske-Rookie Austin Cindric, war es einmal mehr Brad Keselowski, vor dessen vorderer Stoßstange ein Auto querging. Es war der JTG-Chevrolet von Stenhouse in Turn 4.

Und wie schon beim ersten Crash - als Harrison Burton derjenige war, der vor ihm querging - so kam Keselowski auch diesmal ungeschoren davon. Das gilt nicht für RFK-Teamkollege Chris Buescher, der dem sich drehenden Auto von Stenhouse nicht ausweichen konnte.

 

Penske wirft Sieg an Roger Penskes Geburtstag fast noch weg

Der erste Overtime-Restart sollte der letzte in diesem Rennen bleiben, aber der hatte es in sich. Penske-Rookie Austin Cindric führte auf der Außenbahn und hatte seinen Vorgänger Brad Keselowski direkt hinter sich. Auf der Innenbahn lag Cindrics Penske-Teamkollege Ryan Blaney ganz vorn, gefolgt von Bubba Wallace.

Beim Restart wartete Keselowski ein wenig bis er Gas gab. Cindric zog nach innen, um sich vor Blaney zu setzen. Dann kam Keselowski auf der Außenbahn, schaffte es aber nicht mehr, das Penske-Duo noch zu übertrumpfen. Auf den letzten Metern berührten sich Cindric und Blaney noch. Der Rookie blockte einen Angriff seines erfahreneren Teamkollegen und wäre dabei um ein Haar umgedreht worden. Es ging gerade so gut.

 

Letzten Endes blieb Cindric in der Spur und siegte im Fotofinish vor Bubba Wallace, der das Daytona 500 zum zweiten Mal nach 2018 als Zweiter beendete. Chase Briscoe wurde für Stewart/Haas trotz eines frühen Drehers noch Dritter, Blaney nach dem späten Mauerkontakt "nur" Vierter. Der am Saisonende zurücktretende Aric Almirola (Stewart/Haas-Ford; 5.) beendete das letzte Daytona 500 seiner Karriere in den Top 5.

Sechster wurde Kyle Busch, für den es auch im 17. Anlauf nicht mit einem Daytona-500-Sieg geklappt hat. Er ist jetzt Inhaber eines neuen Rekords. Dank seiner Führungsrunden in Stage 1 ist Kyle Busch in der seit 1959 geschriebenen Geschichte des Daytona 500 nun derjenige Fahrer mit den meisten Führungsrunden ohne Sieg.

Auch Brad Keselowski, der 67 Führungsrunden verbuchte, im Chaos der letzten Meter aber nur Neunter wurde, wartet weiter vergeblich auf seinen ersten Daytona-500-Sieg. Zwischen den beiden schlossen Vorjahressieger Michael McDowell (Front-Row-Ford; 7.) und David Ragan (Ware-Ford; 8.) ab. Die Top 10 machte Chase Elliott komplett, nachdem sein Vertrag von Hendrick Motorsports wenige Stunden vor dem Rennen um fünf weitere Jahre bis Ende 2027 verlängert wurde.

Jacques Villeneuve beendet sein Daytona-Debüt

Jacques Villeneuve, der dem Crash zu Beginn des letzten Rennsegments gerade so entkommen war, kam bei seinem ersten Daytona 500 mit drei Runden Rückstand auf dem soliden 22. Platz ins Ziel.

Im Qualifikationsrennen am Donnerstag hatte es am Hezeberg-Ford technische Probleme im Motorumfeld gegeben, weshalb Villeneuve sein Quali-Rennen (Duel 2) nicht beenden konnte. Am Freitag musste dann sogar der Motor gewechselt werden, weil ein neues Problem aufgetreten war.

Jacques Villeneuve verpasste bei seinem ersten Daytona 500 nur knapp die Top 20

Jacques Villeneuve verpasste bei seinem ersten Daytona 500 nur knapp die Top 20

Foto: Motorsport Images

Aufgrund des Motorwechsels gehörte auch Villeneuve zu denjenigen, die in der Startaufstellung eine Rückversetzung kassierten. In seinem Fall aber war das unerheblich, da er sich ohnehin für den letzten Startplatz (40.) qualifiziert hatte. Die Qualifikation hatte der Kanadier schon im Einzelzeitfahren am Mittwoch sichergestellt, weshalb er den Ausfall im Qualifikationsrennen am Donnerstag verschmerzen konnte.

Greg Biffle - mit 52 Jahren noch zwei Jahre älter als Villeneuve und damit der älteste Fahrer im Feld - schloss bei seinem ersten Cup-Rennen nach fünf Jahren Pause auf P36 und damit dem letzten Platz der ins Ziel gekommenen ab. Am schwarzen Chevrolet Camaro vom NY Racing Team traten früh technische Probleme auf, die Biffle mehr als 50 Runden kosteten.

Probleme mit losen Rädern trotz Zentralmutter

Kurios: Beim ersten Punkterennen der Next-Gen-Ära gab es neben mehreren losen Klappen auf der Motorhaube auch mehrere Situationen, in denen eines der neuen 18-Zoll-Räder mit Zentralmutter mächtig Probleme machte.

Bei Justin Haley (Kaulig-Chevrolet) war eine gebrochene Felge vorne rechts der Grund. Bei Kaz Grala (Money-Chevrolet) machte sich das rechte Hinterrad komplett selbständig, nachdem die zentrale Radmutter beim Festziehen offenbar verkantet war.

Die Zentralmutter für die 18-Zoll-Felgen sorgte in Daytona noch für Probleme

Die Zentralmutter für die 18-Zoll-Felgen sorgte in Daytona noch für Probleme

Foto: NASCAR Media

Die Folge (abgesehen von jeweils einer Gelbphase): Gralas Crewchief Tony Eury Jr. ist für das nächste geplante Rennen des brandneuen Rennstalls The Money Team Racing gesperrt. Nach aktuellem Stand der Dinge wird es das Rennen am 27. März auf dem Circuit of The Americas in Austin sein. Immerhin: In Daytona kam Grala trotz des losen Rads noch auf P26 ins Ziel. Kaulig-Pilot Haley belegte nach Austausch der gebrochenen Felge noch P23.

Nächste Station Fontana: Abschied vom Zwei-Meilen-Oval oder nicht?

Das zweite Rennen der NASCAR Cup-Saison 2022 findet am kommenden Sonntag (27. Februar) auf dem Auto Club Speedway in Fontana, unweit von Los Angeles, statt. Dort wird erstmals seit 2020 wieder gefahren und möglicherweise zum letzten Mal auf dem Zwei-Meilen-Oval. Für 2023 ist in Fontana der Umbau zum Short-Track geplant.

Aber: Nachdem NASCAR vor zwei Wochen erstmals in Downtown L.A. angetreten ist, um im Los Angeles Memorial Coliseum den punktelosen Clash auszutragen, ist das letzte Wort zum Umbau in Fontana doch noch nicht gesprochen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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