Freie Trainings in Daytona: Michael McDowell knackt 200 Meilen pro Stunde Schnitt

Daytona-Trainingsbestzeit im Pulk für Michael McDowell im Circle/Leavine-Chevy vor der kompletten Roush-Armada, aber auch einige beschädigte Einsatzautos.

Nach zwei Tagen ohne Fahrbetrieb ging es auf dem Daytona International Speedway wieder rund. Am Mittwochabend standen zwei Freie Trainings in Vorbereitung auf die beiden Can-Am-Duels an. Diese beiden über jeweils 60 Runden gehenden Qualifikationsrennen entscheiden am Donnerstag über die Startaufstellung für das Daytona 500 (Regelkunde: Der schwierige Weg ins Daytona 500).

In puncto Startaufstellung steht bislang lediglich die erste Reihe fest: Rookie Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) eroberte mit Bestzeit im Qualifying am vergangenen Sonntag die prestigeträchtige Pole-Position. Matt Kenseth (Gibbs-Toyota) nimmt das 58. Daytona 500 neben dem Sohn von Bill Elliott in Angriff. Die Startpositionen drei bis 40 werden in den beiden Can-Am-Duels ermittelt.

Ty Dillons Ölspur sorgt für Schrott

Anders als die ersten beiden Daytona-500-Trainings am vergangenen Samstag wurde am Mittwochabend in den beiden Duel-Trainings durchaus das Fahren im Pulk geprobt. Ging in der ersten Session noch alles gut, so krachte es in der zweiten. Reed Sorenson lag mit seinem Hillman-Chevrolet an der Spitze einer Single-File-Formation, als er plötzlich Gas wegnahm. Grund: Einige Meter vor ihm hatte Ty Dillon (Circle/Leavine-Chevrolet) eine Ölspur gelegt.

Ryan Newman (Childress-Chevrolet), der direkt hinter Sorenson fuhr und zwangsläufig ebenfalls verzögern musste, wurde vom nachfolgenden Michael Waltrip (BK-Toyota) umgedreht. Dieser wiederum wurde von David Gilliland (Front-Row-Ford) angeschoben.

Neben den Autos von Newman, Waltrip und Gilliland wiesen auch die Fahrzeuge von Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) und Chris Buescher (Front-Row-Ford) mehr oder weniger nachhaltige Beschädigungen auf. Der gefürchtete „Big One“ wurde zwar noch einmal abgewendet, aber im Falle von Larson und Waltrip steht bereits fest, dass sie ins Ersatzauto wechseln und somit ihr Can-Am-Duel am Donnerstag von ganz hinten starten müssen.

Bildergalerie: Daytona 500

In Sachen Rundenzeiten markierte Michael McDowell (Circle/Leavine-Chevrolet) in Session 1 mit einer im Pulk gefahrenen Rundenzeit von 44,961 Sekunden (200,173 Meilen pro Stunde) den Tagesbestwert. Ihm im Nacken saß die komplette Armada von Roush/Fenway Racing mit ihren Ford Fusion: Trevor Bayne (2.), Greg Biffle (3.) und Ricky Stenhouse (4.). Der einmal mehr überzeugende Casey Mears (Germain-Chevrolet) rundete die Top 5 der ersten 45 Trainingsminuten ab.

Bei Trevor Bayne und Greg Biffle allerdings hielt die Freude über das gute Trainingsergebnis nicht lange an, denn sowohl am Roush-Ford mit der Startnummer 6 als auch an jenem mit der Startnummer 16 mussten die Getriebezahnräder für den höchsten Gang gewechselt werden. Die Folge: Sowohl Bayne als auch Biffle müssen am Donnerstag in ihrem Can-Am-Duel von ganz hinten starten.

Damit befinden sich die beiden Roush-Piloten zusammen mit Ganassi-Pilot Kyle Larson und BK-Pilot Michael Waltrip in guter Gesellschaft, denn infolge von Regelverstößen während des Qualifyings am Sonntag müssen auch Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota) sowie Tony-Stewart-Ersatz Brian Vickers und Kevin Harvick (beide Stewart/Haas-Chevrolet) ihr Can-Am-Duel am Donnerstag von hinten starten.

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Nachdem Michael McDowell in der ersten Trainingssitzung des Tages der einzige Fahrer war, der die Marke von 200 Meilen pro Stunde Schnitt knacken konnte, ging es in der zweiten Session gemächlicher zu. Dies lag nicht zuletzt daran, dass die Kollision mit Newman, Waltrip, Gilliland, Larson und Buescher für eine Unterbrechung sorgte. Wenig später kam erneut die Gelbe Flagge heraus, weil noch immer Öl von Ty Dillons Circle/Leavine-Chevy geortet wurde.

Die Session-Bestzeit unter Flutlicht ging mit einer Rundenzeit von 45,045 (199,800 Meilen pro Stunde) an Rookie Brian Scott (Petty-Ford), gefolgt von Austin Dillon (Childress-Chevrolet), Kyle Busch (Gibbs-Toyota), Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) und Paul Menard (Childress-Chevrolet). In der ersten Session fanden immerhin 36 der 44 Piloten den Weg auf die Strecke. In der zweiten waren es nur noch deren 26.

Am Donnerstag geht der Fahrbetrieb rund um das 58. Daytona 500 endgültig in die heiße Phase. Ab 12:00 Uhr Ortszeit (18:00 Uhr MEZ) steht zunächst ein weiteres Freies Training auf dem Programm. Die beiden Can-Am-Duels zur Ermittlung der Startaufstellung beginnen um 19:00 Uhr sowie gegen 21:00 Uhr Ortszeit (Nacht von Donnerstag auf Freitag um 1:00 Uhr sowie gegen 3:00 Uhr MEZ). Hier geht's zum Zeitplan der Speedweeks in Daytona.

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Über diesen Artikel
Rennserien NASCAR Cup
Veranstaltung Daytona 500
Rennstrecke Daytona International Speedway
Artikelsorte Trainingsbericht