Jeff Gordon bereit für sein nächstes NASCAR-Abenteuer

Mikrofon statt Lenkrad: Für Jeff Gordon beginnt eine neue Zeitrechnung.

Nach 25 Jahren und fast 800 Sprint-Cup-Rennen ist seine aktive Rennfahrerkarriere beendet. Doch der NASCAR-Zirkus lässt Jeff Gordon nicht los: Er wird in der NASCAR-Saison 2016 als TV-Analyst arbeiten. Dazu nimmt er während der Live-Übertragungen von Fox Platz in der Kommentatoren-Kabine.

Für den 44-jährigen Kalifornier eine ganz neue Erfahrung mit altbekannten Elementen: "Ich habe einen Sport betrieben, wo es einen gewaltigen Adrenalin-Rausch gibt und wenn ich über etwas Bescheid weiß, dann ist es das Racing. Das habe ich fast mein ganzes Leben lang getan."

"Als ich nun über das Thema Live-Fernsehen nachgedacht habe, war ich mir sicher, dass es auch bei diesem Thema einen Adrenalin-Rausch geben wird."

Er bezeichnet sich "immer noch als Wettbewerber. Ich bin immer noch ein Teil dieses intensiven Sports und werde mich selbst unter Druck setzen, um besser zu werden. Auch in der Kabine, als Teil der Übertragung, gibt es für mich Herausforderungen und Ziele."

Einen kleinen Vorgeschmack für seine neue Rolle bekam er bereits in der Saison 2015, als er ab und zu als Gast-Kommentator einiger Xfinity-Rennen arbeitete.

Die Rennen der zweiten NASCAR-Liga sind kürzer als im Sprint-Cup. "Da hast du nicht viel Zeit, einen Gedanken auszuführen. Im Cup wirst du zwischen der Renn-Action und der nächsten Werbepause aber hoffentlich ein kleines Fenster bekommen, in dem du das eine oder andere Thema abarbeiten kannst."

Gewöhnungsbedürftig ist sicher auch der kleine Mann ihm Ohr, der quasi permanente Anweisungen gibt, "während du versuchst, reibungslos einen Satz zu beenden. Das wird genauso schwer wie die Rain-Delays. Und ganz ehrlich: Ich hoffe auf gutes Wetter."

Natürlich muss es in den mehrstündigen NASCAR-Übertragungen ausreichend Platz für gute Unterhaltung geben. Das weiß auch Gordon.

"Ich habe über die Jahre soviele verschiedene Sachen gemacht, dass ich ganz sicher nichts gegen Spaß habe, auch wenn es einmal gegen mich geht. Ich bin sicherlich kein Komödiant, aber wenn jemand um mich herum eine positive Atmosphäre aufbaut, dann kann ich durchaus Spaß machen."

"Aber mein Hauptjob wird es sein, viele Fakten in die Übertragung einzubringen und den Zuschauern meine Erfahrungen mitzuteilen. Wenn sich aber die richtige Gelegenheit bietet, dann werde auch ich meine Wohlfühlzone verlassen und ein wenig Spaß machen."

Sein neuer Arbeitgeber Fox wird in den USA bekanntlich nur die erste Saisonhälfte übertragen. Aber auch danach wird Gordon mit dem NASCAR-Tross unterwegs sein. Dann im Bereich einiger Fan- und Promotionevents der Sprint-Cup-Strecken.

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