Keselowski: "Wir kämpfen, um die Sponsoren auf dem Auto zu halten!"

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Keselowski: "Wir kämpfen, um die Sponsoren auf dem Auto zu halten!"
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26.03.2019, 12:03

Motorsport lebt von den Investments der Sponsoren, das ist in den USA nicht anders - Siege würden helfen, die Unternehmen zu binden, so Brad Keselowski

"Ohne Moos, nicht los!" Motorsport ist teuer und deshalb sind die Teams auf der Welt nicht nur von Siegprämien und Preisgeldern, sondern vor allem von Sponsorengeldern abhängig. Das ist im NASCAR-Zirkus in den USA natürlich nicht anders. Penske-Fahrer Brad Keselowski kennt die Problematik hinter den Verhandlungen mit potenziellen Partnern aus gleich zwei Perspektiven: als Fahrer und Teamchef. Siege würden helfen, die Geldgeber langfristig zu binden.

Seit der Saison 2004 ist Keselowski Teil der nationalen NASCAR-Serien. Seine bisherige Karriere gipfelte im Meisterschaftssieg 2012. Damals gewann er zusammen mit Penske und Dodge den Titel. Der amerikanische Hersteller zog sich jedoch nach der Saison aus dem NASCAR-Geschäft zurück, weshalb Penske jetzt auf Ford unterwegs ist. Von 2007 bis 2017 war Keselowski zudem als Teambesitzer aktiv. Er setzte gleich mehrere Trucks in der dritten NASCAR-Liga ein, musste den Rennstall aber nach der Saison 2017 wieder schließen.

Deshalb kennt der 35-Jährige das NASCAR-Geschäft in- und auswendig. Wie wichtig Erfolge bei der Suche nach Sponsoren sind, erklärt der Penske-Fahrer nach seinem Sieg am Martinsville Speedway vergangenen Sonntag. Er sagt: "Wir kämpfen so hart, damit die Sponsoren auf dem Auto bleiben. Wir haben noch einige Lücken zu schließen, weshalb es toll ist, zusammen mit den Partnern zu gewinnen." Für das Jahr 2019 seien alle wichtigen Kooperationen unter Dach und Fach, aber für die kommende Saison müssten noch einige Sponsoren gefunden werden.

"Siege haben einen großen Einfluss", erklärt der erfahrene NASCAR-Pilot. "Du musst hier einfach gewinnen. Es sollte um die Siege gehen und wie Sponsoren mit ihnen in Verbindung gebracht werden." Jedoch sei das nicht immer allein der ausschlaggebende Faktor, so Keselowski weiter, der damit auf Fahrer anspielt, die aufgrund des Namens oder anderen Umständen Unterstützung erhalten. Er selbst habe nie einen Namen gehabt, der automatisch große Geldgeber angezogen hat. Deshalb habe sich Keselowski die Gunst der Partner erst einmal erarbeiten müssen.

Roger Penske würde sich für sein Team "den Hintern aufreißen" und alles erdenkliche tun, um potente Sponsoren zu gewinnen. Jedoch wolle auch Keselowski seine Kontakte spielen lassen und hart dafür arbeiten, Unterstützung zu bekommen. "Es wäre einfacher, nur ein Rennfahrer zu sein", sagt der 35-Jährige. "Ich akzeptiere den Fakt, dass wir mit den Toyotas mithalten müssen, wenn wir die nötigen Gelder bekommen wollen. Wir müssen die Erträge und Budgets einfach generieren. Das ist der Weg, um zurück in die 'Victory Lane' zu gelangen."

Brad Keselowski

Keselowski wünscht sich, dass der sportliche Erfolg ausschlagebend für die Unterstützung ist

Ein NASCAR-Team müsse die Entwicklung an den Autos erst einmal bezahlen können und deshalb sei es enorm wichtig, große Fische ans Land zu ziehen. "Wir müssen uns die Boxencrew und auch mein Gehalt erst einmal leisten können", so Keselowski weiter. "Deshalb ist es enorm wichtig, Siege einzufahren." Zusammengefasst: Eine gute Leistung führt zu mehr Geld und mehr Geld führt dazu, an der Spitze bleiben zu können. Jedoch ist das eingesetzte Budget nicht der einzige Faktor für sportlichen Erfolg, aber ein voller Geldspeicher erleichtert die Arbeit eines Teams enorm.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie NASCAR Cup
Autor André Wiegold
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