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NASCAR in Dover: Kevin Harvick siegt nach Unterbrechung

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NASCAR in Dover: Kevin Harvick siegt nach Unterbrechung
Mario Fritzsche
Autor: Mario Fritzsche , Redakteur
06.05.2018, 22:20

Nach einer 40-minütigen Pause setzt sich Kevin Harvick im Schlussspurt auf der "Monster Mile" in Dover durch und feiert seinen vierten Saisonsieg - Clint Bowyer "nur" Zweiter.

1. Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Jimmy John's
1. Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Jimmy John's
1. Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Jimmy John's
1. Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Jimmy John's
Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Jimmy John's
Clint Bowyer, Stewart-Haas Racing, Ford Haas Automation Demo Day
Daniel Suarez, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry STANLEY
Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota Camry 5-hour ENERGY/Bass Pro Shops
Kurt Busch, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Haas Automation/Monster Energy
Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion Miller Lite
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry FedEx Office
Ryan Blaney, Team Penske, Ford Fusion Menard's / Duracell
Kyle Larson, Chip Ganassi Racing, Chevrolet Camaro DC Solar
Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro Lowe's for Pros
Aric Almirola, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Smithfield
Chase Elliott, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro NAPA Auto Parts
Joey Logano, Team Penske, Ford Fusion Shell Pennzoil
William Byron, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro AXALTA
Ricky Stenhouse Jr., Roush Fenway Racing, Ford Fusion Little Hug Fruit Barrels
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry Pedigree
1. Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Jimmy John's
Kansas Speedway

Sieg für Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) beim AAA 400 in Dover! Nachdem sich Teamkollege Clint Bowyer schon halb als Sieger fühlte, war es am Ende doch Harvick, der in der Victory Lane der "Monster Mile" feiern durfte. Für den Fahrer des #4 Stewart/Haas-Ford ist es bereits der vierte Saisonsieg in der Monster Energy NASCAR Cup Series 2018.

Fotos: AAA 400 in Dover

Rennergebnis: AAA 400 in Dover

Bowyer hatte das Rennen nach 320 der 400 Runden angeführt, als es aufgrund eines Regenschauers eine Rotphase gab. Doch nach 40 Minuten Warten, während die Strecke mit Air-Titans getrocknet wurde, ging es doch weiter und schließlich über die volle Distanz. Im Schlussspurt fing Harvick, der zuvor schon die ersten beiden Rennsegmente für sich entschieden hatte, Bowyer doch noch ab.

"Das war wieder einmal eine klasse Teamleistung", so Harvick nach seinem vierten Saisonsieg in der Victory Lane, um anzufügen: "Wenn man dann noch gegen seinen Teamkollegen kämpft, macht das umso mehr Spaß."

Für Bowyer blieb hinter Harvick schließlich Platz zwei, was nichts anderes als einen Doppelerfolg für Stewart/Haas Racing bedeutet. In der Geschichte des Rennstalls, der sich im Besitz von Tony Stewart und Gene Haas befindet, ist es der vierte Doppelerfolg nach Loudon 2011 (Ryan Newman vor Stewart), Richmond 2015 (Kurt Busch vor Harvick) und Sonoma 2017 (Harvick vor Bowyer).

Stage 1 und 2: Strafen, Spritsorgen und zweimal Harvick

Noch bevor das Rennen in Angriff genommen wurde, ging es für Polesitter Kyle Larson ans Ende des 38-köpfigen Feldes. Grund für die Rückversetzung: der #42 Ganassi-Chevrolet war bei der technischen Inspektion vor dem Rennen dreimal durchgefallen. Larsons Carchief David Bryant wurde der Strecke verwiesen. Neben Larson mussten auch Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet) und Austin Dillon (Childress-Chevrolet) aufgrund von Regelverstößen von hinten starten.

So wurde das Feld anstelle von Larson von Kevin Harvick angeführt, als die Grüne Flagge das Rennen eröffnete. Weil es aufgrund von harmlosen Zwischenfällen (Dreher von Michael McDowell und Motorschaden bei Corey LaJoie) zwei frühe Gelbphasen gab, zockten die von hinten gestarteten Bowman und Larson. Sie blieben auf der Strecke, als der Rest des Feldes zum ersten Boxenstopp abbog. Während Larson bei seinem Boxenstopp einige Runden später eine Strafe kassierte, übernahm Bowman für 26 Runden die Führung, wurde dann aber vom frisch bereiften Brad Keselowski (Penske-Ford) überlaufen.

Anschließend lieferten sich Keselowski und Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota) ein enges Duell um die Spitze. Was den Zweikampf entschied, war ein außerplanmäßiger Boxenstopp von Truex Jr. aufgrund eines Reifenproblems vorn rechts. Indes hatte Keselowski nun Harvick als neuen schärfsten Gegner. Der Stewart/Haas-Pilot übernahm kurz vor Ende von Stage 1 wieder die Führung und gewann dieses Segment schließlich mit dem letzten Tropfen Sprit vor Kyle Busch (Gibbs-Toyota) und Keselowski. Einige andere mussten kurz vor der rettenden Gelbphase in Form des Übergangs zu Stage 2 doch unter Grün stoppen.

Mit vollem Tank und frischen Reifen ging es ins zweite Rennsegment. Harvick machte anfangs das Tempo vor Keselowski. Als Derrike Cope (StarCom-Chevrolet) in Runde 154 bei seinem Saisondebüt in die Mauer krachte, ging es routinemäßig unter Gelb an die Box. Keselowski übernahm bei dieser Gelegenheit die Führung von Harvick, der aber nach einigen Runden hartnäckiger Verfolgung zurückschlug und sich seinerseits wieder an die Spitze dieses Ford-Duells im Kampf um Platz eins setzte. So gewann Harvick auch Stage 2, diesmal mit ausreichend Sprit im Tank und klar vor Keselowski und Kyle Busch.

Stage 3: Ausfall für Kyle Busch und Regenschauer

Stage 3 war mit 160 Runden nur unwesentlich länger als es Stage 1 und 2 (jeweils 120 Runden) waren - allerdings sollte es zeitlich deutlich länger dauern. Auch zu Beginn dieses Segments war es Kevin Harvick, der vor Brad Keselowski die Meute anführte. Diesmal war es Cody Ware (Ware-Chevrolet), der bei seinem Saisondebüt in die Mauer krachte und damit die nächste Gelbphase auf den Plan rief.

Für die nächste Gelbphase war Tabellenführer Kyle Busch verantwortlich. Der gelbe #18 Gibbs-Toyota rollte langsam um das Ein-Meilen-Oval. Grund war eine gebrochene Antriebswelle. Für Busch war das Rennen damit gelaufen. Beim Boxenstopp unter Gelb nahmen die Penske-Piloten Keselowski und Joey Logano nur zwei frische Reifen. Weil aber Ricky Stenhouse (Roush-Ford) dank eines kurz zuvor eingelegten Stopps auf der Strecke blieb, übernahm er für einige Runden das Kommando.

Stenhouse führte das Rennen für 24 Runden an, dann schob sich Clint Bowyer vorbei und in Führung. Er hatte Logano inzwischen stehenlassen. Während Bowyer es sich auf Platz eins bequem machte, arbeitete sich Stewart/Haas-Teamkollege Harvick an die zweite Stelle nach vorn. Dann gab es einen Regenschauer und mit noch 80 Runden auf der Uhr kam die Rote Flagge heraus.

Sieg für Harvick nach 40 Minuten Rotphase

Nach 40 Minuten des Wartens ging es weiter. Beim Durchgang der Boxenstopps unter Gelb, der sich an die Rotphase anschloss, wurde Bowyer am schnellsten vor Harvick abgefertigt und auch beim Restart behielt Bowyer die Nase vor seinem Teamkollegen. Die beiden Stewart/Haas-Piloten setzten sich anschließend im Paarflug vom Rest des Feldes ab, wobei sich Bowyer nicht entscheidend von Harvick lösen konnte.

63 Runden vor Schluss der Führungswechsel: Auf der Außenbahn der Gegengerade zog Harvick an Bowyer vorbei und führte damit das Rennen, das er zuvor klar im Griff hatte, erneut an. Eine weitere Gelb- oder gar Rotphase blieb aus und Harvick fuhr mit schließlich mit einem satten Vorsprung von 7,450 Sekunden als Sieger ins Ziel.

Bowyer rettete Platz zwei knapp vor Daniel Suarez (Gibbs-Toyota) ins Ziel. Die Top 5 wurden von Martin Truex Jr. und von Kurt Busch in einem weiteren Stewart/Haas-Ford abgerundet. Für den elfmaligen Dover-Sieger Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) wurde es in einem seiner besseren Rennen in dieser Saison der neunte Platz. Kyle Larson kam vom Ende des Feldes in einem problembehafteten Rennen noch auf Platz zehn ins Ziel.

Derweil hat Kyle Busch seine Führung in der Punktewertung trotz Ausfalls behalten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Gibbs-Pilot in den Stages 1 und 2 jeweils mit Top-3-Position einiges an Bonuspunkten eingefahren hat. Auch in der Setzliste für die Playoffs liegt Busch weiterhin vor Kevin Harvick an der Spitze, obwohl Harvick nun zwar ein Rennen mehr als Busch gewonnen hat, der Las-Vegas-Sieg aber nicht für die Playoffs zählt.

Das nächste Rennen ist am kommenden Wochenende das Flutlichtrennen in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem Kansas Speedway in Kansas City. Dort wird Matt Kenseth erstmals als Teilzeitpilot ins Cockpit des #6 Roush-Ford klettern, während Stammfahrer Trevor Bayne wird zuschauen müssen.

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