NASCAR: Brad Keselowski siegt erstmals in Martinsville

In einem spannenden Duell beim 1. Short-Track-Rennen der NASCAR Cup-Saison 2017 ringt Brad Keselowski Langzeitspitzenreiter Kyle Busch nieder.

Brad Keselowski (Penske-Ford) hat das 1. Short-Track-Rennen der NASCAR Cup-Saison 2017, das STP 500 auf dem Martinsville Speedway, gewonnen. Nach Stage-Siegen von Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota) und Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) setzte sich Keselowski im entscheidenden 3. Rennsegment gegenüber Kyle Busch, der mit seinem Gibbs-Toyota mehr als die Hälfte aller Runden führte, durch.

Bildergalerie: STP 500 in Martinsville

Die Entscheidung fiel 44 Runden vor Schluss, als Keselowski nach zuvor rundenlanger Verfolgungsjagd auf Tuchfühlung in Turn 1 innen an Busch vorbeiging. Penske-Pilot Keselowski, der sich von einer frühen Rückversetzung ans Ende der Führungsrunde (beim 1. Boxenstopp in der Boxengasse zu schnell) nicht aus dem Konzept bringen ließ, ist damit beim 6. Saisonrennen 2017 der 1. "Wiederholungstäter", sprich der 1. Fahrer, der mehr als einmal in der Victory Lane feierte.

"Das ist fantastisch. Irgendwie ist bei diesen Rennen bislang immer etwas dazwischen gekommen. Jetzt hat es geklappt. Das fühlt sich großartig an. Jetzt habe ich endlich auch so eine Uhr", so Keselowski in der Victory Lane in Anspielung auf die traditionelle Martinsville-Siegertrophäe, die "Grandfather Clock".

Während es für Keselowski der 1. Martinsville-Sieg seiner Karriere ist, musste das Penske-Team seit dem Triumph von Rusty Wallace im April 2004 auf einen weiteren Sieg auf dem als "Paperclip" bekannten Halbmeilen-Oval warten. Für Ford ist gar eine seit Oktober 2002 bestehende Martinsville-Durststrecke zu Ende gegangen. Damals hatte Kurt Busch in Diensten von Roush Racing triumphiert.

Kyle Busch nach langer Führung knapp geschlagen

Langzeitspitzenreiter Kyle Busch musste sich mit einer Sekunde Rückstand mit Platz 2 zufriedengeben und wartet weiter auf seinen 1. Saisonsieg. Platz 3 ging an Chase Elliott. Die Top 5 wurden von Joey Logano (Penske-Ford; 4.) und Austin Dillon (Childress-Chevrolet; 5.) vervollständigt.

Ähnlich wie Sieger Keselowski erlebte auch Teamkollege Logano kein komplett problemloses Rennen. Auch er fing sich bereits im 1. Rennsegment (Stage 1) eine Strafe ein. In Loganos Fall war die Boxencrew zu früh über die Mauer gesprungen. In Stage 3 schlitzte sich Logano zudem einen Reifen auf.

Nach den insgesamt 500 Runden, die neben den 2 planmäßigen Gelbphasen (am Ende der Stages 1 und 2) von 12 weiteren Gelbphasen geprägt waren, wurden die Top 10 komplettiert von A.J. Allmendinger (JTG/Daugherty-Chevrolet; 6.), Clint Bowyer (Stewart/Haas-Ford; 7.), Ryan Newman (Childress-Chevrolet; 8.), Matt Kenseth (Gibbs-Toyota; 9.) und Ricky Stenhouse (Roush-Ford; 10.).

Rennergebnis: STP 500 in Martinsville

Stage-Siege für Martin Truex Jr. und Chase Elliott

Den Sieg und Playoff-Punkt in Rennsegment 1 (Stage 1) holte sich Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota) vor den Gibbs-Teamkollegen Denny Hamlin und Kyle Busch. Nachdem es im 1. Stage deren 3 Gelbphasen gegeben hatte, ging Stage 2 komplett unter Grün über die Bühne.

Kyle Busch dominierte Stage 2 nach Belieben, doch den Sieg in diesem Segment verlor er in Turn 4 der letzten Runde. Grund war ein Bump-and-Run-Manöver des überrundeten Ricky Stenhouse, der sich damit für eine Berührung wenige Runden zuvor revanchierte. Chase Elliott sagte Danke und entriss Kyle Busch so im allerletzten Moment den Stage-Sieg.

Während Elliott nach seinem Stage-Sieg das Rennen auf Platz 3 beendete, wurde es für Truex Jr. nach dessen Stage-Sieg unterm Strich nur Platz 16. Grund war ein Dreher in Stage 3 nach Kontakt mit Matt Kenseth.

Kyle Larson hält knappe Tabellenführung vor Chase Elliott

Der nach Absage des Qualifyings vom 1. Startplatz losgefahrene Tabellenführer Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) führte nur in der Anfangsphase. Mit Handlingsproblemen war für den Kalifornier diesmal nicht mehr als Platz 17 drin. In der Tabelle hat Larson nur noch 4 Punkte Vorsprung auf Chase Elliott.

Larsons Teamkollege Jamie McMurray zerlegte seinen #1 Ganassi-Chevrolet nachhaltig, als ihm schon in Stage 1 der linke Hinterreifen um die Ohren flog. Vorausgegangen waren mehrere Feindberührungen im dichten Martinsville-Verkehr. Eine davon betraf Jimmie Johnson. Der neunmalige Martinsville-Sieger brachte seinen #48 Hendrick-Chevrolet auf Platz 15 ins Ziel.

Weiter geht's am kommenden Wochenende auf dem umgebauten Texas Motor Speedway in Fort Worth.

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Über diesen Artikel
Rennserien NASCAR Cup
Veranstaltung Martinsville
Rennstrecke Martinsville Speedway
Fahrer Brad Keselowski
Teams Team Penske
Artikelsorte Rennbericht
Tags cup, keselowski, martinsville, nascar, paperclip, penske, short track