NASCAR 2017: So schaffte es Joe Gibbs Racing wieder zurück an die Spitze

Im Jahr 2016 gewann Joe Gibbs Racing im NASCAR-Cup in den ersten 13 Rennen gleich 8 Mal. In der aktuellen Saison hatte das Team jedoch zu Beginn mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Doch woran lag es?

NASCAR 2017: So schaffte es Joe Gibbs Racing wieder zurück an die Spitze
1. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Kyle Busch, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Kyle Busch, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Kyle Busch, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Kyle Busch, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
1. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota, Erik Jones, Furniture Row Racing Toyota
1. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
Kurt Busch, Stewart-Haas Racing Ford, Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota, Martin Truex Jr., Furniture Row Racing Toyota
Joey Logano, Team Penske Ford, Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing Toyota

In der vergangenen Saison verbuchten alle Joe-Gibbs-Piloten bis zum Juni mindestens einen Sieg auf ihre Konten. In Homestead standen mit Kyle Busch und Carl Edwards gleich 2 Toyota-Piloten im Finale der letztjährigen NASCAR-Saison. Damals musste sich Joe Gibbs Racing jedoch gegen Chevrolet-Pilot Jimmie Johnson geschlagen geben, der sich seinen 7. Titel sicherte.

Im Jahr 2017 lief es für Toyota bis zur Saisonhalbzeit alles andere als optimal: Martin Truex Jr. war der einzige Camry-Fahrer, der es schaffte, zu gewinnen. Hatte Joe Gibbs Racing mit Problemen zu kämpfen oder hatte der überraschende Rücktritt von Carl Edwards einen Einfluss auf die Leistung der Toyotas?

Vielleicht hat sich der Rennstall aber auch einzig auf die diesjährigen Playoffs konzentriert und nur das nötigste geleistet, um die Chance auf den Titel zu wahren. Sollte dies der Fall sein, könnten Ford und Chevrolet in den 10 Playoff-Rennen große Schwierigkeiten bekommen, mit Toyota mitzuhalten.

Mike Wheeler, der Crewchief von Denny Hamlin, holte am vergangenen Sonntag in Darlington seinen 2. Saisonsieg im Jahr 2017. Er sprach davon, dass bei Joe Gibbs Racing hart gearbeitet und geniale Ideen umgesetzt wurden, um wieder in die Spur zurückzufinden.

Er sagte im SiriusXM NASCAR Radio: "Es ist lustig, denn zur Saisonhalbzeit haben sich alle gefragt, warum die Startnummer 11 keine Rennen gewinnt und nicht vorne mitfährt. Ich habe mir die Statistiken angeschaut und gesehen, dass wir in allen Rennen der vergangenen 2 Monate, mit nur 2 Ausnahmen, konstant in den Top 5 unterwegs waren. In Indianapolis wurden wir in einen Unfall verwickelt und in Michigan hatten wir ein technisches Problem."

Nachdem die 2. Saisonhälfte am New Hampshire Motor Speedway eingeläutet wurde, siegte Joe Gibbs Racing in 4 von 7 Rennen. Truex Jr., der regelmäßig gewann und sich so den Titel in der regulären Saison sicherte, scheint das Memo übersehen zu haben, in dem es hieß, sich bis zu den Playoffs zurückzuhalten.

Ein Schritt nach dem anderen

Aus irgendwelchen Gründen hatte Joe Gibbs Racing aber Schwierigkeiten, mit Furniture Row Racing mitzuhalten. Auch die fehlende Konstanz machte dem Team schwer zu schaffen.

"Es lag nicht nur an einer Sache", fügte Wheeler hinzu. "Wenn ein Baseball-Spieler solche Probleme hat, versucht er auch nicht, Homeruns zu schlagen, sondern erst einmal den Ball zu treffen. So sind auch wir vorgegangen. Wir landeten auf den Plätzen 6 oder 8 und konnten nicht mit den Toppiloten um den Sieg kämpfen."

Bildergalerie: Denny Hamlin siegt in Darlington

"Zuerst mussten wir schneller werden, weshalb wir die Balance des Fahrzeugs optimiert haben. Wenn die Balance nicht stimmt, gewinnt man keine Rennen. Das Aerodynamikpaket wurde im Winter überarbeitet. Die Änderungen waren so groß, dass wir nicht wussten, wie sich das Auto im Vergleich zur vergangenen Saison auf der Strecke verhalten wird."

"Das mussten wir es erst einmal auf die harte Tour lernen. Nachdem wir das Fahrverhalten des Fahrzeugs verbessert hatten, haben wir mit Toyota und Joe Gibbs Racing weiter an der Verbesserung des Autos gearbeitet. Auch Denny fühlte sich im Auto immer wohler und fand einige wichtige Dinge heraus, um bessere Leistungen abzuliefern."

Die Optimierung der Fahrzeuge ist für einen Rennstall ein niemals endender Prozess. Laut Wheeler wird das Team die Daten aus Darlington für das letzte reguläre Saisonrennen in Richmond nutzen. Für Hamlin stehen die Chancen gut, denn er siegte auf dieser Strecke in seiner Karriere bisher 3 Mal.

Der Wendepunkt

Der Sieg von Hamlin in New Hampshire markierte für Joe Gibbs Racing und für die Mannschaft rund um die Startnummer 11 den Wendepunkt in der aktuellen NASCAR-Saison.

"Der Sieg bedeutete uns sehr viel, da auf uns viel Druck lastete", erklärte Wheeler. "Wir mussten gewinnen und so viele Punkte wie möglich holen. Wir hatten auf ein Top-5-Resultat gehofft. Wir wussten aber, dass ein kaputter Reifen oder ein Crash alles hätte zunichtemachen können."

"Um die verbliebenden Playoff-Plätze kämpfen viele Piloten, die in der Tabelle ganz nah bei einander liegen. Sollte jemand in Richmond gewinnen, der bisher keinen Sieg auf dem Konto hat, wird es sehr interessant werden. Für unser Team und Matt Kenseth in der Startnummer 20 wäre es am besten, das Rennen einfach zu gewinnen. Solange kein noch nicht für die Playoffs qualifizierter Fahrer auf Platz 1 landet, ist Matt auch ohne einen Sieg in den Playoffs. Wir hätten jedoch gerne die zusätzlichen 5 Bonuspunkte, die er durch einen Sieg bekommen würde."

"Darüber zu sprechen, ist sehr einfach. Wir müssen aber sichergehen, mit so vielen Punkten wie möglich in die Playoffs zu starten. Deshalb wollen wir uns die maximale Punkteausbeute sichern."

 

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