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Wilder Crash und Truex-Sieg bei NASCAR auf Kansas Speedway

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Wilder Crash und Truex-Sieg bei NASCAR auf Kansas Speedway
Autor:
14.05.2017, 03:55

Heftiger Unfall mit Aric Almirola, Joey Logano und Danica Patrick beim Go Bowling 400 in Kansas City, bei dem Martin Truex Jr. Ryan Blaney den 1. NASCAR-Sieg vor der Nase wegschnappt.

Start: Ryan Blaney, Wood Brothers Racing, Ford, führt
Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota
Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota
Crash: Aric Almirola, Richard Petty Motorsports, Ford; Joey Logano, Team Penske, Ford; Danica Patrick, Stewart-Haas Racing, Ford
Aric Almirola, Richard Petty Motorsports, Ford
Aric Almirola, Richard Petty Motorsports, Ford
Joey Logano, Team Penske, Ford
Joey Logano, Team Penske, Ford
Danica Patrick, Stewart-Haas Racing, Ford
Danica Patrick, Stewart-Haas Racing, Ford
Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota; Ryan Blaney, Wood Brothers Racing, Ford
1. Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota
1. Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota
1. Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota
Ryan Blaney, Wood Brothers Racing, Ford
Ryan Blaney, Wood Brothers Racing, Ford
Brad Keselowski, Team Penske, Ford
Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Larson, Chip Ganassi Racing, Chevrolet
Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Chase Elliott, Hendrick Motorsports, Chevrolet

Das 1. Flutlichtrennen der Monster Energy NASCAR Cup Series 2017 war ein wildes. Das Go Bowling 400 auf dem Kansas Speedway in Kansas City wurde neben den 2 standardmäßigen Gelbphasen zwischen den Rennsegmenten (Stages) von 13 weiteren Gelbphasen zerstückelt.

Waren es über weite Strecken des Rennens einzelne Abflüge, die für Gelb gesorgt hatten, so wurde dem Renntitel in Runde 199 alle "Ehre" gemacht. Beim wildesten Crash des Abends hatten sich Joey Logano (Penske-Ford), Danica Patrick (Stewart/Haas-Ford) und Aric Almirola (Petty-Ford) von der Piste gekegelt.

Fotos: Go Bowling 400 in Kansas City

Auslöser für den Crash war ein technischer Defekt am #22 Penske-Ford von Joey Logano – vermutlich eine explodierte Bremsscheibe vorn rechts. Ohne Kontrolle über das Auto räumte Logano den #10 Stewart/Haas-Ford von Danica Patrick ab.

Beide Fahrzeuge krachten in die Mauer und wurden dort mit vollem Tempo von Almirola erwischt, dessen #43 Petty-Ford beim Crash kurzzeitig Bodenkontakt verlor. Im einem Mix aus Funken, Qualm und Feuer kamen Logano und Patrick mit dem Schrecken davon.

Bei Aric Almirola nahm die Bergung aus dem Wrack seines Autos eine gefühlte Ewigkeit in Anspruch. Der 33-Jährige war nach ersten Informationen bei Bewusstsein, konnte sich aber nicht selbst befreien. So mussten die Sicherheitskräfte das Autodach aufschneiden, um Almirola zu befreien.

Auf einer Trage liegend wurde Almirola in den Krankenwagen transportiert und kurz darauf per Hubschrauber zur gründlichen Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert. Genaue Informationen zum Gesundheitszustand des Petty-Piloten liegen zur Stunde noch nicht vor.

"Irgend etwas ist gebrochen. Ich weiß nicht, was es war, aber es war etwas Großes", so die ersten Worte von Joey Logano. Danica Patrick ergänzte sichtlich verwirrt: "Joey bestätigte mir, dass es an seinem Auto einen Schaden gab. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ständig passiert irgend etwas Dummes. Ich hoffe aber, dass Aric in Ordnung ist."

Sieg für Martin Truex Jr.

Infolge des Crashs mit Almirola, Logano und Patrick kam für rund 30 Minuten die rote Flagge heraus. Als nach insgesamt 267 Rennrunden schließlich mit der schwarz/weiß karierten Flagge abgewinkt wurde, hatte Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota) die Nase vorn.

Truex Jr. kam nach dem letzten Boxenstopp auf Rang 2 liegend hinter Ryan Blaney (Wood-Ford) auf die Strecke zurück, kassierte den aber direkt beim Restart und ließ anschließend auch trotz noch zweier Gelbphasen nichts mehr anbrennen.

"Ich wusste, dass ich beim Restart angreifen musste. Das hat funktioniert. Unglaublich!", so der Jubel von Sieger Martin Truex Jr. in der Victory Lane. Für den Furniture-Row-Piloten ist es der 2. Saisonsieg nach Las Vegas.

Ryan Blaney verpasst 1. Sieg knapp

Indes hat Ryan Blaney seinen 1. Sieg in der NASCAR-Topliga knapp verpasst. Erstmals von der Pole-Position gestartet, wurde er bei den Boxenstopps regelmäßig am schnellsten abgefertigt und verbuchte 83 Führungsrunden.

Am Ende reichte die flinke Arbeit der Wood Brothers aber nicht zum Sieg für Blaney. Im Gegenteil: Im Schlussspurt wurde er noch von Brad Keselowski (Penske-Ford; 2.) und Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford; 3.) abgefangen und schloss auf Platz 4 ab.

Sowohl Keselowski als auch Harvick lagen zwischenzeitlich eine Runde zurück, kämpften sich im turbulenten Rennverlauf aber wieder nach vorn. Die Top 5 wurden von Kyle Busch (Gibbs-Toyota) abgerundet.

Rennergebnis: Go Bowling 400 in Kansas City

Stage-Siege für Kyle Busch und Ryan Blaney

In Stage 1 gab es 3 Gelbphasen und dementsprechend unterschiedliche Strategien. Als dieses 1. Rennsegment nach 80 Runden beendet war, lag Kyle Busch vorn. Truex Jr. und Blaney belegten die Plätze 2 und 3.

Stage 2 sah 4 Gelbphasen und erneut gab es jede Menge unterschiedlicher Strategien. Als nach abermals 80 Runden die grün/weiß karierte Stage-Flagge gezeigt wurde, hatte Blaney die 10 Bonuspunkte für die Gesamtwertung und den (für ihn noch virtuellen) Playoff-Punkt sicher. Ihm folgten Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet; 6.) und Truex Jr., der mit 5 Stage-Siegen und 2 Rennsiegen der bislang erfolgreichste Fahrer dieses Rennformats ist.

Frust für Jimmie Johnson und Chase Elliott

Für Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) war trotz mehrerer Aufholjagden durch das Feld diesmal nicht viel zu holen. Mangels Quali-Zeit aus dem hinteren Bereich des Feldes kommend, fing sich Johnson In der Gelbphase zwischen Stage 1 und Stage 2 eine Strafe ein, weil er beim Boxenstopp zu früh nach links in Richtung seiner Crew zog. So musste Johnson den Restart vom Ende des Feldes aufnehmen und kollidierte prompt mit Kurt Busch (Stewart/Haas-Ford; 19.). Dabei schlitzte sich Johnson den linken Hinterreifen auf.

Anschließend kämpfte sich Johnson wieder nach vorn, wurde aber in Stage 3 beim vorletzten Restart aufgrund einer Kollision zwischen Kurt Busch und Denny Hamlin (Gibbs-Toyota; 23.) von der Strecke gedrängt und in einen Dreher geschickt. Zu diesem Zeitpunkt lag Johnson bereits wieder in den Top 5. Am Ende wurde es für den siebenmaligen und amtierenden NASCAR-Champion nur Platz 24.

Noch schlechter lief es für Johnsons Hendrick-Teamkollege Chase Elliott. Er hatte in Stage 1 bei einem Boxenstopp eine Kollision mit dem gerade zum Service kommenden Michael McDowell (Leavine-Chevrolet; 13.). Dabei wurde die Frontpartie von Elliotts Chevy SS nachhaltig verbogen. Anschließend war der Sohn von Bill Elliott nicht mehr konkurrenzfähig und schloss unterm Strich auf Platz 29 ab.

Weiter geht's im NASCAR Cup-Kalender 2017 mit dem 2. und letzten Rennen, das nicht zur Meisterschaft zählt: das All-Star-Race in Charlotte am kommenden Samstag.

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