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NASCAR: Keselowski gewinnt Indianapolis - Playoff-Feld 2018 steht

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NASCAR: Keselowski gewinnt Indianapolis - Playoff-Feld 2018 steht
Autor: Mario Fritzsche
10.09.2018, 21:21

Während Brad Keselowski und Penske erstmals das Brickyard 400 gewinnen, sorgt der scheidende Ganassi-Pilot Jamie McMurray für späte Playoff-Spannung

1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
Champion der NASCAR Regular-Season 2018: Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry, mit Ehefrau Samantha und Sohn Brexton
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion
Brad Keselowski, Team Penske, Ford Fusion Discount Tire
Erik Jones, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry buyatoyota.com
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry FedEx Possibilities
Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Jimmy John's New 9-Grain Wheat Sub
Clint Bowyer, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Mobil 1/Rush Truck Centers
Kurt Busch, Stewart-Haas Racing, Ford Fusion Haas Automation/Monster Energy
Jamie McMurray, Chip Ganassi Racing, Chevrolet Camaro Cessna/McDonald's
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry M&M's Caramel
Paul Menard, Wood Brothers Racing, Ford Fusion Menards / Dutch Boy
Ryan Newman, Richard Childress Racing, Chevrolet Camaro Grainger
Ryan Blaney, Team Penske, Ford Fusion BODYARMOR
Matt Kenseth, Roush Fenway Racing, Ford Fusion Wyndham Rewards
Joey Logano, Team Penske, Ford Fusion Shell Pennzoil
Kyle Larson, Chip Ganassi Racing, Chevrolet Camaro Credit One Bank
Chase Elliott, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro NAPA Auto Parts
Jamie McMurray, Chip Ganassi Racing, McDonald's / Cessna Chevrolet Camaro
Alex Bowman, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro Axalta

Mit der aufgrund von Tropensturm Gordon von Sonntag auf Montag verschobenen 25. Auflage des Brickyard 400 auf dem Indianapolis Motor Speedway ist die Regular-Season der Monster Energy NASCAR Cup Series 2018 beschlossen worden und damit sind die 16 Playoff-Plätze fixiert.

Während der ohnehin schon sicher für Playoffs qualifizierte Brad Keselowski (Penske-Ford) das Rennen gewann und damit nur eine Woche nach Darlington seinen zweiten Saisonsieg einfuhr, holten sich die Hendrick-Teamkollegen Jimmie Johnson (16.) und Alex Bowman (33.) die letzten beiden noch zu vergebenen Playoffs-Tickets. Johnson hält damit seinen ohnehin schon in Händen gehaltenen Rekord weiterhin aufrecht, wonach er es seit Einführung des Playoff-Formats in der Saison 2004 jedes Mal in die Playoffs geschafft hat.

Fotos: Brickyard 400 in Indianapolis

Rennergebnis: Brickyard 400 in Indianapolis

Die Platzierungen von Johnson und Bowman im Rennen sind aber zweitrangig, denn mit der Tatsache, dass es in Person von Keselowski keinen neuen Saisonsieger gab, waren Johnson und Bowman die Playoff-Tickets sicher. Doch es war knapp, denn Jamie McMurray (Ganassi-Chevrolet) probierte in der Schlussphase ein Pokerspiel, das um ein Haar aufgegangen wäre. Letztlich schaffte es der Brickyard-400-Sieger von 2010 nicht ganz, auch in seiner letzten vollen Ganassi-Saison in die Playoffs einzuziehen. 2019 wird McMurray - wenn überhaupt - maximal das Daytona 500 für Ganassi fahren. Dies gab der Teambesitzer kurz vor dem Rennstart in Indianapolis bekannt.

Kyle Busch ist Champion der Regular-Season

Den Titel des Champions der Regular-Season hat sich Kyle Busch (Gibbs-Toyota; 8.) geholt. Aufgrund seiner zahlreichen im bisherigen Saisonverlauf eingefahrenen Punkte und Bonuspunkte war der jüngere Busch-Bruder schon nach Ende von Stage 2 für Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford; 4.) nicht mehr einzuholen. Das Entscheidende: Busch kassiert als Champion der Regular-Season 15 zusätzliche Playoff-Punkte und führt damit die Setzliste bei Playoff-Beginn zusammen mit Harvick an.

Die 16 Fahrer, die am kommenden Sonntag in Las Vegas die erste Playoff-Stufe 2018 eröffnen werden, sind:

Fotostrecke:

Stage 1: Ohne Training ins Rennen - Bowyer vorn

Am Freitag war in Indianapolis von vornherein kein Fahrbetrieb vorgesehen. Am Samstag und Sonntag regnete es durchgängig. So ging es für die 40 Piloten am Montag unter stark bewölktem Himmel, aber auf trockener Strecke, ohne eine einzige Trainings- oder Qualifying-Runde direkt ins Rennen. Nach Runde 10 und Runde 30 gab es aufgrund der besonderen Umstände jeweils eine geplante Gelbphase (Competition-Caution).

Nachdem Kyle Busch vom Start bis zur ersten Competition-Caution geführt hatte, übernahm während dieser sein Gibbs-Teamkollege Denny Hamlin das Kommando, weil er nicht an die Box kam. Indes fing sich Kevin Harvick, der noch vor der Competition-Caution unter Grün stoppte, eine Strafe für ein davonrollendes Rad ein und fiel ans Ende der Führungsrunde zurück. Gleiches passierte Ricky Stenhouse (Roush-Ford), einem der größten Hoffnungsträger auf das letzte Playoff-Ticket.

Derweil hielt Hamlin trotz abgefahrener Reifen bis zur zweiten Competition-Caution die Spitze, denn Track-Position ist in Indianapolis bekanntlich durch nichts zu ersetzen. Die Führung ging nun an Kurt Busch (Stewart/Haas-Ford) über, da er kurz vor dieser Competition-Caution unter Grün an der Box war. Beim Restart mit noch knapp 20 Runden bis zur ersten Stage-Flagge behauptete sich der ältere Busch-Bruder knapp gegenüber Stewart/Haas-Teamkollege Clint Bowyer, der unter Gelb am schnellsten an der Box abgefertigt worden war.

Vor Ende von Stage 1 gab es noch eine dritte - diesmal durch einen Zwischenfall ausgelöste - Gelbphase: Dem aufgrund nicht bestandener Technischer Inspektion seines Autos von weit hinten gestarteten Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota) explodierte beim Anbremsen von Turn 1 die linke vordere Bremsscheibe - früher Feierabend für den Vorjahreschampion.

Beim Restart gelang es Bowyer diesmal, Teamkollege Kurt Busch zu überlaufen. Als Stage 1 nach 50 Runden zu Ende war, hatte Bowyer seinen ersten Stage-Sieg der Saison sicher, wofür es wie für jeden Stage-Sieg einen wichtigen Playoff-Punkt gibt. Zweiter in diesem ersten Rennsegment wurde Kurt Busch, Dritter wurde Hamlin.

Stage 2: Wieder dreimal Gelb - Kenseth staubt ab

Nach unterschiedlichen Boxenstopp-Strategien während der Gelbphase beim Übergang zu Stage 2 war es beim Restart der anfangs führende Kyle Busch, der wieder das Zepter in der Hand hatte. Erster Verfolger war Kevin Harvick, der sich nach seiner frühen Strafe zurück in Richtung Spitze gekämpft hatte. Damit duellierten sich nun die beiden Anwärter auf den Titel des Champions der Regular-Season um die Führung im Rennen.

Doch kurz nach dem Restart krachte es im Mittelfeld. Darrell Wallace (Petty-Chevrolet) und David Starr (Ware-Chevrolet) kollidierten in Turn 1, nachdem Wallace die Bremswirkung abhanden gekommen war. Das gleiche Problem hatte "Bubba" bereits vor wenigen Wochen in Pocono gehabt. Beim Restart hielt sich Kyle Busch knapp vor Harvick, aber umgehend krachte es wieder. Diesmal gerieten eingangs der Gegengerade A.J. Allmendinger (JTG-Chevrolet) und Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet) aneinander. Für Bowman hing der Playoff-Einzug damit am seidenen Faden. Er musste fortan inständig darauf hoffen, dass es keinen neuen Saisonsieger gibt, der nicht schon über die Punkte sicher in den Playoffs stand.

Spitzenreiter Kyle Busch nutzte diese Gelbphase zum Boxenstopp. Harvick, der nicht an die Box kam, übernahm so kampflos die Führung und verteidigte diese beim Restart gegenüber Teamkollege Bowyer. Nachdem J.J. Yeley (BK-Toyota) mit einem Dreher nach Kontakt mit Corey LaJoie (TriStar-Chevrolet) für eine weitere Gelbphase gesorgt hatte, ging das Teamduell Harvick vs. Bowyer weiter.

Elf Runden vor der zweiten Stage-Flagge kam Spitzenreiter Harvick unter Grün an die Box, während Bowyer auf der Bahn blieb. Sieben Runde später musste aber auch er, zusammen mit einigen anderen, nachtanken. Die Führung erbte nun Matt Kenseth (Roush-Ford). Bei Vollendung von Runde 100 lag Roushs Teilzeitstarter und Notfallhelfer immer noch vorn und holte damit im Spritsparmodus einen überraschenden Stage-Sieg. Zweiter wurde Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet), Dritter wurde Erik Jones (Gibbs-Toyota).

Stage 3: McMurray sorgt für Playoff-Spannung

Bei der Herausfahrt aus der Boxengasse nach Routinestopp unter Gelb verlor Matt Kenseth das Beschleunigungsduell hauchdünn gegen Chase Elliott. Die Führung übernahm Elliott damit aber nicht, denn acht Piloten - angeführt von Elliotts Hendrick-Teamkollege William Byron - kamen beim Übergang zu Stage 3 nicht an die Box. Byron aber verlor die Führung direkt beim Restart an Clint Bowyer.

Mangels Gelbphase über weite Strecken von Stage 3 ging es beginnend mit 34 Runden vor Schluss für alle unter Grün an die Box. Bei dieser Gelegenheit verlor Bowyer die Führung an Denny Hamlin, der zwei Runden vor Bowyer stoppte und somit früher frische Reifen drauf hatte. 17 Runden vor Schluss, nachdem das ganze Feld unter Grün an der Box gewesen war, gab es dann doch Gelb. Grund war ein Kleinteil, das auf der Start/Ziel-Gerade lag.

Neben Hamlin und Bowyer blieb nun allen voran der auf den großen Playoff-Coup hoffende Jamie McMurray auf der Bahn. Würde McMurray das Rennen gewinnen, würde Alex Bowman nach seinem frühen Crash in letzter Sekunde doch noch aus dem Playoff-Feld fliegen. Der Großteil der Fahrer entschied sich in dieser Gelbphase für einen letzten Boxenstopp. Beim Restart führte Hamlin vor Bowyer, der in den Turns 1/2 jedoch heftig von McMurray attackiert - und angeschoben - wurde. Vorbei kam der Ganassi-Pilot aber nicht.

Keselowski überrumpelt Hamlin - Bowman atmet auf

Sieben Runden vor Schluss gab es nochmals Gelb und damit nochmals Playoff-Spannung um McMurray und somit nochmals großes Zittern bei Bowman. Denn in Turn 3 krachten Landon Cassill (StarCom-Chevrolet) und Jeffrey Earnhardt (Gaunt-Toyota) zusammen. Die Spitzengruppe blieb komplett auf der Strecke.

Den letzten Restart erwischte Hamlin perfekt. Außen neben ihm kam Bowyer aber denkbar schlecht in die Gänge und blockierte damit ausgerechnet seinen direkten Hintermann McMurray, der kurz vor der Gelbphase eine Position an Brad Keselowski verloren hatte und somit auf der Außenbahn der zweiten Reihe Aufstellung nehmen musste.

Während McMurrays Playoff-Chancen damit beim Teufel waren, kam Keselowski nun so richtig in Fahrt. Er attackierte Spitzenreiter Hamlin und kam zwei Runden vor der Zielflagge in Turn 4 tatsächlich vorbei. Gut eine Runde später sah Keselowski als Erster die Karierte Flagge und hatte damit sowohl für sich selbst als auch für Roger Penske den ersten Brickyard-400-Sieg in trockene Tücher gebracht. Indes schaute Hamlin in die Röhre. Er verpasste seinen ersten Brickyard-400-Sieg denkbar knapp...

Neben Sieger Keselowski, der vor Erik Jones und Hamlin gewann und für den es nach Darlington der zweite Sieg in Folge ist, freute sich Bowman am meisten. Denn der Hendrick-Youngster zitterte sich doch noch als 16. und Letzter in die Playoffs. McMurray schaffte das in seiner möglicherweise letzten Saison als Vollzeitfahrer nicht ganz.

McMurray hätte das auch nicht geschafft, wenn Hamlin seinen ersten Saisonsieg eingefahren hätte, da der Gibbs-Pilot bereits über die Punkte sicher für die Playoffs qualifiziert war. Bowman hätte also auch in diesem Fall gegenüber McMurray die Oberhand behalten. Nur mit einem Sieg hätte sich McMurray noch in die Playoffs fahren können. Am Ende wurde es aber "nur" der siebte Platz für den scheidenden Ganassi-Piloten.

Damit kann der zehn Rennen umfassende Titelkampf mit den anfangs 16 Titelanwärtern beginnen. Playoff-Auftakt ist am kommenden Sonntag, den 16. September, in Form des South Point 400 auf dem Las Vegas Motor Speedway. Das seit 1998 im Rennkalender befindliche 1,5-Meilen-Oval in der Wüste Nevadas ist erstmals Ausrichter eines Playoff-Rennens, nachdem es dort in dieser Saison neben dem traditionellen Frühjahrsrennen im März erstmals auch ein Herbstrennen gibt.

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Artikel-Info

Rennserie NASCAR Cup
Event Indianapolis
Fahrer Brad Keselowski
Teams Team Penske
Autor Mario Fritzsche
Artikelsorte Rennbericht