NASCAR-Lackierungen: Kuriositäten und Raritäten

Die Paint-Schemes der NASCAR waren gerne bunt und schrill, bisweilen auch äußerst ungewöhnlich. Hier ein genauso ungewöhnlicher Querschnitt durch die letzten Jahre.

Vom Lucky-Dog bis zum Pink-Monster.

In unserer großen Fotostrecke haben wir einige der ungewöhnlichsten, schrillsten, aber auch schönsten NASCAR-Lackierungen zusammengetragen.

Viel Spaß beim Durchklicken!

Jimmy Spencer, der "Lucky-Dog"

Jimmy Spencer, der "Lucky-Dog"
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Eigentlich ein stinknormales Paint-Scheme aus dem Jahr 2003. Jimmy Spencer fährt den Dodge Intrepid mit der Startnummer 7 aus dem kleinen Ultrasport-Team. Sponsor war Sirius Satellite Radio, deren Maskottchen ein Hund mit dem Namen "Deejay Mongobot" war. Quasi über Nacht führte NASCAR die "Beneficiary-Rule" ein, was in der Kommenatorenkabine offenbar nicht alle wussten. Spencer war der Erste, der den "Free-Pass" bekam. Als Benny Parsons dies zu Wally Dallenbach sagte, war dessen Antwort: "What a Lucky Dog!" Der Lucky-Dog wurde zur Legende und hier ist das Auto dazu.

Mark Martin und Viagra

Mark Martin und Viagra
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Eines der aufsehenerregendsten Paint-Schemes der vergangenen Jahre war sicherlich das Viagra-Auto von Mark Martin, das er in den Jahren 2001 bis 2005 fuhr (hier eine späte Aufnahme aus Chicagoland 2005). Der Pfizer-Konzern wollte sein neues Wundermittel landesweit bewerben und sprach Ford-Zampano Jack Roush an. Angesichts von kolportierten 14 Millionen US-Dollar per anno zögerte Roush nicht lange. Damals war dies - gemeinsam mit der Hendrick-Kombi Jeff Gordon/Dupont - das teurerste NASCAR-Sponsoring überhaupt.

Terry Labontes Abschied - oder doch nicht?

Terry Labontes Abschied - oder doch nicht?
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Texas 2006. Es ist das letzte Heimrennen von "Iceman" Terry Labonte, das mit einem wunderschönen Paint-Scheme aus seinem Titeljahr 1996 gefeiert wurde. Ein sehr emotionaler Abschied, der nur einen Haken hatte: Terry Labonte hörte gar nicht auf, sondern fuhr auch danach munter weiter.

Jacques Villeneuve und sein vergeblicher Anlauf

Jacques Villeneuve und sein vergeblicher Anlauf
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Abteilung Raritäten: Spätsommer 2007 und die Open-Wheel-Invasion rund um Juan Pablo Montoya ist in vollem Gange. Dies lässt auch Jacques Villeneuve nicht kalt, der prompt versucht, in einem Bill-Davis-Toyota in der NASCAR Fuß zu fassen. Natürlich mit der Startnummer 27 seines Vaters Gilles Villeneuve. Ein Gänsehautvorhaben, das leider nicht klappte: Es fand sich kein Geldgeber, weshalb dieses Bild (leider) zu einer Rarität verkam.

Clint Bowyer und der Jack-Daniels-Chevy

Clint Bowyer und der Jack-Daniels-Chevy
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Hört man sich in der NASCAR-Garage um, dann ist dies das Auto, bei dessen Nennung viele mit der Zunge schnalzen: Der Childress-Chevrolet mit dem Jack-Daniels-Sponsoring und der Startnummer 07. Diese wurde übrigens gewählt, um der Old Nr. 7 des Whisky-Herstellers Genüge zu tun. Die 7 war (und ist) dabei die Jack-Daniels-Registrationsnummer bei den US-Alkoholbehörden. Leider war die 7 zu diesem Zeitpunkt von Robby Gordon belegt, der seinerseits ausgerechnet Jim Beam als Hauptsponsor hatte. Also musste man ausweichen, und so kam es zur 07.

Geht Lowe's fremd?

Geht Lowe's fremd?
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Nicht erschrecken, liebe Jimmie-Johnson-Fans. In der Startnummer 31 mit dem frühen Lowe's-Sponsoring sitzt nicht Jimmie Johnson, sondern Mike Skinner. Das Bild stammt aus der Saison 2001, als Lowe's bei Richard Childress Racing aktiv war und im Anschluss von der Kombination Rick Hendrick/Jeff Gordon abgeworben wurde. Also ist es zwar richtig, dass Johnson in seiner gesamten Cup-Karriere von Lowe's bezahlt wurde. Umgekehrt ist es aber nicht so.

Jetzt wird's patriotisch!

Jetzt wird's patriotisch!
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Dass die NASCAR-Teams mitunter sehr gerne sehr patriotische Lackierungen auftragen, ist bekannt. Man kann es aber auch etwas übertreiben. So wie in diesem Fall das MB2-Team 2001 in Dover. Am Steuer der Startnummer 36 sitzt übrigens Kenny Schrader. Und: Das Ganze diente natürlich einem guten Zweck, nämlich dem US-amerikanischen Roten Kreuz.

Morgan Shepherd und "Racing with Jesus"

Morgan Shepherd und "Racing with Jesus"
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In der NASCAR kann es nicht nur patriotisch, sondern auch sehr gläubig werden. Wie zum Beispiel Morgan Shepherd, der in Phoenix 2005 ein (durchaus gelungenes) Paint-Scheme mit dem Motto: "Racing with Jesus" an die Strecke brachte. Wir meinen: Es ist eigentlich egal, auf welche Weise man den V8-Göttern huldigt. Und: Dieses Paint-Scheme gab es später auch noch in Grün.

Klaus Graf, der letzte NASCAR-Deutsche

Klaus Graf, der letzte NASCAR-Deutsche
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Auf vielfachen Wunsch und weil es (leider) auch eine Rarität ist: Klaus Graf fuhr im Sommer 2004 in Sonoma einen Dodge Intrepid mit der Startnummer 59, der von BAM Racing eingesetzt wurde. Graf wurde guter 17. Das Traurige an diesem Bild: Bis heute ist er damit der letzte Deutsche, der den Sprung in ein Cup-Hauptfeld schaffte.

Red Bull und die NASCAR

Red Bull und die NASCAR
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Gleich noch eine Rarität: Auch Österreich war in den vergangenen Jahren in der NASCAR vertreten. Hier eines der frühesten Bilder aus Mexiko, im April 2005. Im dortigen Busch-Rennen (zweite Liga) steuert Robby Gordon einen Red-Bull-Chevy mit der 83. Das amtliche Cup-Debüt erfolgte dann zur Saison 2007.

Die Geschichte mit der 57

Die Geschichte mit der 57
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Auf den ersten Blick ist an diesem Auto nichts ungewöhnliches. Brian Vickers steuert 2005 in der Busch-Serie einen Chevrolet mit der Startnummer 57. Jetzt kommt der Gag: Sponsor des Autos war die Ketchup-Größe Heinz, der in der NASCAR immer nur Autos mit der 57 finanzierte. Warum? Es war der große Heinz-Werbeslogan mit den 57 Produkten aus dem Hause Heinz, den sogenannten Varieties. Was überhaupt nicht stimmte, denn Heinz hatte weit über 60 Produkte, doch der Konzernchef war streng abergläubisch. Rick Hendrick wird es egal gewesen sein, denn Vickers sitzt hier in einem Hendrick-Chevy, der ansonsten nie diese Nummer trug.

Ward Burton und die 0 von Net Zero

Ward Burton und die 0 von Net Zero
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Noch einmal zum Thema Startnummern: Die 0 ist in der NASCAR keine wirklich gebräuchliche Startnummer. Außer man besitzt eine Firma mit dem Namen Net Zero und will sich in der NASCAR engagieren. Dann ist die Startnummernwahl logisch. So wie hier in Atlanta 2004 mit Ward Burton am Steuer.

Jerry Nadeau und die "Army of One"

Jerry Nadeau und die "Army of One"
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Noch einmal Nummernkunde: Jerry Nadeau fährt hier in Talladega 2003 den MB2-Pontiac der US-Army mit der Startnummer 01. Diese Nummer wurde von der Army aufgrund einer Werbekampagne gewählt, die damals lautete: "Army of One". Später übernahm Mark Martin die 01 und gewann 2007 darin beinahe das Daytona 500.

Tony Raines und die Hall-Of-Famer

Tony Raines und die Hall-Of-Famer
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Auch Stars anderer US-Sportarten betätigten sich in der NASCAR bisweilen als Owner. Wie im Fall von Hall-Of-Fame Racing mit den beiden ehemaligen Quarterbacks Roger Staubach und Troy Aikmen (beide Dallas Cowboys). Ihre NFL-Rückennummern waren die 8 und die 12. 8 x12 ergibt 96 und das war genau die Startnummer, mit der sie im Cup antraten. Hier fährt Tony Raines den HoF-Chevy in Daytona 2007. Später drehte unter anderem auch Bobby Labonte am Lenkrad.

Tayler Malsam im Randy-Moss-Truck

Tayler Malsam im Randy-Moss-Truck
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Auch Wide-Receiver Randy Moss war (und ist) ein NASCAR-Fan. Er besaß ebenfalls einmal ein Team, dieses Mal in der Truck-Serie. Und natürlich fuhr der Randy-Moss-Truck mit seiner NFL-Rückennummer 81. Hier Tayler Malsam 2009 im O'Reilly Park von Indianapolis. Kleine Anekdote am Rande: Auch Jimmie Johnson saß in seinem einzigen Start in der Truck-Serie (Bristol 2008) in diesem Auto, dann natürlich im Lowe's-Outfit.

Tony Stewart und Burger King

Tony Stewart und Burger King
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Wir haben uns gefragt: Welche Fahrer-/Sponsorkombination der letzten Jahre passte am besten zusammen? Unsere klare Nummer eins: Tony Stewart und Burger King. Und der Clou dabei: Sie war auch noch richtig erfolgreich: Hier gewinnt Stewart in seinem Stewart/Haas-Chevy mit der 14 das Sommerrennen von Daytona!

Boris Said hat keine Angst

Boris Said hat keine Angst
17/23

No Fear Racing. Gibt es in der NASCAR einen besseren Team-Namen? Wir denken: Nein. Und wenn das Auto dann auch noch so wunderschön daherkommt, wie hier mit Boris Said in Watkins Glen 2006, dann ist ein Platz in dieser kleinen Fotostrecke sicher. Leider ging den kleinen No-Fear-Team von Mark Simo mittlerweile das Geld aus. Schade eigentlich ...

Kyle Petty und Wells Fargo

Kyle Petty und Wells Fargo
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Gleich noch ein wunderschönes Paint-Scheme: Kyle Petty fährt hier in Phoenix 2005 einen Petty-Dodge mit dem Sponsoring von Wells Fargo. Ein bildschönes Auto, das leider nicht allzuoft im Cup-Zirkus auftauchte.

Elliott Sadler im Gibbs-Toyota

Elliott Sadler im Gibbs-Toyota
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Auch in der jüngeren NASCAR-Vergangenheit gibt es Paint-Schemes, die man gerne öfter gesehen hätte. Zum Beispiel den Alert-Energy-Toyota von Joe Gibbs Racing mit Elliott Sadler am Steuer und der Startnummer 81. Dieses Auto tauchte im Herbst 2013 auf - und verschwand sehr schnell wieder. Schade eigentlich ...

Rusty Wallace und die Blue Deuce

Rusty Wallace und die Blue Deuce
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Und gleich noch ein Klassiker: Auch dieses Auto hat heute noch eine Menge Fans. Rusty Wallace 2005 im Penske-Dodge mit der leuchtend blauen Miller-Lite-Lackierung. Die originale Blue-Deuce! Wir sagen: Alles, was später kam, ist nur ein Imitat!

Die Frühzeiten von Furniture Row Racing

Die Frühzeiten von Furniture Row Racing
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Apropos Wallace. Hier sitzt Kenny Wallace in Las Vegas 2007 am Steuer. Das Auto ist einer der ersten Furniture-Row-Boliden der NASCAR. Damals noch als kleines Chevy-Team und noch überhaupt nicht in der aktuellen tiefschwarzen Lackierung. Damals experimentierte man noch recht farbenfroh herum. Diese Variante ist auch nicht schlecht, oder?

Jeff Burton und das Monster-Lila

Jeff Burton und das Monster-Lila
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Wie gesagt: NASCAR-Lackierungen sind mitunter sehr farbenfroh. Wie hier im Fall von Jeff Burtons Childress-Chevy mit dem Prilosec-Sponsoring in Texas 2008. Mit Sicherheit das intensivste Lila der vergangenen Jahre. Doch es geht noch schlimmer...

Robby Gordon und das Monster-Pink

Robby Gordon und das Monster-Pink
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Der klare Sieger der Abteilung Augenkrebs ist unserer Meinung nach Robby Gordon, hier in Kansas 2011. Es ist die Mutter aller pinkfarbenen NASCAR-Schlachtschiffe. Gordon machte damals Webung für seinen eigenen Energydrink. Und es war der Monat Oktober, in dem in der NASCAR (fast) alles pink ist...

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