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NASCAR Michigan: Harvick gewinnt Spritpoker nach Rundenrückstand

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NASCAR Michigan: Harvick gewinnt Spritpoker nach Rundenrückstand
Autor:
11.08.2019, 22:17

Stewart/Haas-Pilot Kevin Harvick wiederholt seinen Vorjahressieg beim August-Rennen auf dem Michigan International Speedway, andere schauen in die Röhre

Das Consumers Energy 400 auf dem Michigan International Speedway wurde am Sonntag von Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) gewonnen. Die 200 Runden auf dem Zwei-Meilen-Oval in Brooklyn in den Irish Hills des US-Bundesstaats Michigan entwickelten sich in der Schlussphase zu einem Spritpoker, in dem Harvick das beste Ende für sich hatte.

Fotos: Consumers Energy 400 auf dem Michigan Speedway

Rennergebnis: Consumers Energy 400 auf dem Michigan Speedway

Der Sprit war aber nicht Harvicks einzige Sorge in diesem Rennen, denn in der Anfangsphase war er aufgrund eines Reifenschadens sogar aus der Führungsrunde gefallen. Alles das konnte ihn aber auf dem Weg zum zweiten Saisonsieg 2019 nach Loudon nicht aufhalten.

Fotostrecke: Die Top 10 des Consumers Energy 400 in Brooklyn:

Fotostrecke
Liste

1. Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Mustang

1. Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Ford Mustang
1/10

Foto: : Logan Whitton / Motorsport Images

2. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry

2. Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry
2/10

Foto: : Logan Whitton / Motorsport Images

3. Kyle Larson, Chip Ganassi Racing, Chevrolet Camaro

3. Kyle Larson, Chip Ganassi Racing, Chevrolet Camaro
3/10

Foto: : Nigel Kinrade / Motorsport Images

4. Martin Truex Jr., Joe Gibbs Racing, Toyota Camry

4. Martin Truex Jr., Joe Gibbs Racing, Toyota Camry
4/10

Foto: : Matthew T. Thacker / NKP / Motorsport Images

5. Daniel Suarez, Stewart-Haas Racing, Ford Mustang

5. Daniel Suarez, Stewart-Haas Racing, Ford Mustang
5/10

Foto: : Logan Whitton / Motorsport Images

6. Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry

6. Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry
6/10

Foto: : Nigel Kinrade / Motorsport Images

7. Ryan Preece, JTG Daugherty Racing, Chevrolet Camaro

7. Ryan Preece, JTG Daugherty Racing, Chevrolet Camaro
7/10

Foto: : Logan Whitton / Motorsport Images

8. William Byron, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro

8. William Byron, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro
8/10

Foto: : Logan Whitton / Motorsport Images

9. Chase Elliott, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro

9. Chase Elliott, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro
9/10

Foto: : Nigel Kinrade / Motorsport Images

10. Alex Bowman, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro

10. Alex Bowman, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro
10/10

Foto: : Logan Whitton / Motorsport Images

Auch im vergangenen Jahr hatte Harvick schon das August-Rennen auf dem Michigan International Speedway gewonnen. Und genau wie damals hatte er auf der Auslaufrunde nach dem Sieg auch diesmal wieder seinen Sohn Keelan als Beifahrer im Auto. Der Siebenjährige war dann auch beim Siegerinterview zugegen und zeigte sich beeindruckt.

 

Start: Rückversetzung für Jubilar Martin Truex Jr. und Co.

Nicht weniger als sechs Fahrer wurden in der Startaufstellung nach hinten versetzt, darunter Martin Truex Jr. Der Champion von 2017 ging zum 500. Mal in seiner Karriere bei einem Rennen der NASCAR-Topliga an den Start. Vor dem Rennen aber fiel sein Gibbs-Toyota gleich zweimal bei der technischen Inspektion durch.

Anlässlich seines Jubiläums fuhr Truex Jr. mit einer schwarzen Sonderlackierung sowie mit einem speziellen Overall im Stil eines Smokings mit Fliege (Fotos: Martin Truex Jr. bei seinem 500. Rennen). Abgesehen vom Jubilar wurden die beiden Childress-Piloten Austin Dillon und Daniel Hemric sowie Corey LaJoie (FAS-Ford), Matt Tifft (Front-Row-Ford) und Garrett Smithley (Spire-Chevrolet) nach hinten versetzt.

Stage 1: Harvick mit Reifenschaden bei Keselowski-Jagd - Truex Jr. vorn

Von der Pole-Position startete derweil der auf Michigan International Speedway noch sieglose Lokalmatador Brad Keselowski (Penske-Ford). Er führte die ersten 32 Runden vor Kevin Harvick an. Unglaublich: Der vom Ende des 38-köpfigen Feldes gestartete Truex Jr. brauchte keine zehn Runden, um bis in die Top 15 nach vorn zu fahren. Auf der griffigen Außenbahn überholte er die Gegner ohne große Mühe. Dann wurde der Vorwärtsdrang zwar etwas zäher, aber es sollte trotzdem noch besser kommen.

Zunächst musste Harvick seine Verfolgung von Spitzenreiter Keselowski kurz nach Halbzeit von Stage 1 abbrechen. Grund war ein Reifenschaden vorn rechts, der ihn zu einem vorgezogenen Boxenstopp unter Grün zwang. Eine Position in der Führungsrunde war damit vorerst, aber nicht endgültig, futsch. Keselowski blieb derweil mehr als 40 Runden auf der Bahn, verlor die Führung aber kurz vor seinem Boxenstopp an Denny Hamlin (Gibbs-Toyota).

 

Nach dem ersten Durchgang Routinestopps, der von allen unter Grün eingelegt wurde, fand sich ausgerechnet Truex Jr. in Führung wieder. Der Jubilar hatte nur Sprit, aber keine Reifen abgeholt und gewann damit entscheidende Track-Position sogar gegenüber Joey Logano (Penske-Ford), der nur zwei Reifen wechseln ließ.

In den letzten fünf Runden des ersten Rennsegments musste sich Truex Jr. der Angriffe des rundum frisch bereiften Hamlin erwehren. Der Daytona-500-Sieger kam zwar ganz kurz vorbei, musste sich dann aber trotz des immensen Reifenvorteils knapp geschlagen geben. So holte sich Truex Jr. den Stage-1-Sieg vor Gibbs-Teamkollege Hamlin und vor Keselowski, der seinen Penske-Teamkollegen Logano noch abfing.

Stage 2: Keselowski-Dreher - Crash bei Stage-Flagge - Kyle Busch vorn

Der Boxenstopp in der ersten Gelbphase wurde beim Übergang zu Stage 2 von den meisten Piloten für zwei neue Reifen genutzt. Brad Keselowski wurde dabei am schnellsten abgefertigt und führte das Feld daraufhin beim Restart vor Denny Hamlin an.

Schon bald aber hatte Keselowski nicht nur einen, sondern zwei Gibbs-Toyota im Rückspiegel. In Runde 91 war es soweit. Stage-1-Sieger Martin Truex Jr. überholte den führenden Penske-Piloten auf dessen Heimstrecke und übernahm damit auch in Stage 2 das Kommando.

Wie in Stage 1, so wurde der notwendige Tankstopp auch in Stage 2 unter Grün absolviert, weil eine Gelbphase aufgrund eines Zwischenfalls ausblieb. Und wie in Stage 1 entschied Truex' Crewchief Cole Pearn, auf einen Reifenwechsel zu verzichten. Mit einem zweiten Stage-Sieg wurde es für Truex Jr. trotzdem nichts.

 

Denn fünf Runden vor Stage-Ende surfte Keselowski nach einem in Turn 3 aufgetretenen Reifenschaden durch das Gras des Start/Ziel-Bogens. Dabei ging neben reichlich Gummi auch jede Menge Zeit verloren. So gab es im zweiten Rennsegment doch eine Gelbphase. Und diese brachte einem den Stage-Sieg, der bis dahin unauffällig geblieben war.

15 Fahrer kamen nicht an die Box. Angeführt von Truex Jr. nahm diese Gruppe den Restart unter die Räder. Erster Fahrer mit zwei frischen Reifen war Hamlin auf P16. Den besten Restart erwischte der innen aus der ersten Reihe beschleunigende Kyle Busch (Gibbs-Toyota). Eine Runde später kreuzte Busch als Stage-2-Sieger die Linie, gefolgt von Teamkollege Truex Jr. und Bruder Kurt Busch (Ganassi-Chevrolet).

Im Mittelfeld krachte es auf dem Weg zur Stage-Flagge noch. Die größten Beschädigungen trugen dabei die nach dem Qualifying am Freitag bestraften Austin Dillon und Daniel Hemric (beide Childress-Chevrolet) sowie Aric Almirola (Stewart/Haas-Ford) davon.

 

Stage 3: Gelbphasen am laufenden Band

Beim Boxenstopp in der Gelbphase, die das letzte Rennsegment einläutete, blieben abermals 15 Piloten auf der Bahn. Kurt Busch setzte sich so an die Spitze des Feldes, während Bruder Kyle Busch nach seinem Stage-2-Sieg zwei neue Reifen abholte und den folgenden Restart auf P16 in Angriff nahm.

Joey Logano, der das Juni-Rennen gewonnen hatte, beschleunigte Kurt Busch in der ersten Reihe aus und übernahm damit erstmals in diesem August-Rennen die Führung. Noch aber waren 70 Runden zu fahren und die gingen nicht durchgängig unter Grün über die Bühne.

Erst sorgte Cup-Debütant Spencer Boyd (Ware-Ford) mit einem Dreher in Turn 4 für Gelb. Diese kam für die Spitzengruppe aber noch zu früh, um bereits den letzten Boxenstopp einlegen zu können. Beim Restart war es nun Logano der führte. Es gelang ihm, die Führung zu halten, während es im Mittelfeld erneut krachte. Diesmal fand sich Clint Bowyer (Stewart/Haas-Ford) in der Mauer von Turn 3 wieder. Im Pulk war es zwischen ihm und Paul Menard (Wood-Ford) ganz eng geworden.

 

Für den letzten Boxenstopps zwecks Auffüllen des Tanks war es auch 60 Runden vor Schluss noch zu früh. So führte Logano abermals einen Restart an, hatte in diesem Fall aber wesentlich mehr Mühe, sich Kurt Busch vom Leib zu halten. Der Penske-Pilot schaffte es, aber 51 Runden vor Schluss brachte Ricky Stenhouse (Roush-Ford) mit einem Dreher nach Reifenschaden in Turn 3 eine weitere Gelbphase heraus.

Harvick mit bestem Händchen im finalen Spritpoker

Diese Gelbphase blieb die letzte und sie wurde von der Spitzengruppe zum Boxenstopp genutzt. Komfortabel war die Spritsituation von da an bis ins Ziel aber nicht. Als Erster kam Ryan Blaney (Penske-Ford) aus der Boxengasse, nachdem er als einer der wenigen nur nachtanken ließ. Der Großteil des Feldes ließ Reifen wechseln.

Beim Restart lag das Penske-Trio Blaney, Keselowski, Logano ganz vorn. Der als Wood-Pilot eng mit dem Team Penske kooperierende Menard machte als Vierter das "Team"-Quartett perfekt. Im Kampf um die Führung setzte sich Logano gegen Blaney durch.

18 Runden vor Schluss aber verlor Logano die Führung an Kevin Harvick. Der Stewart/Haas-Pilot hatte sich von seinem Rundenrückstand nach Reifenschaden in Stage 1 zurückgekämpft. Das Thema Spritverbrauch aber beschäftigte die Piloten und Teams weiter.

Keselowski musste satte elf Runden vor Schluss nachtanken. Teamkollege Logano bog drei Runden vor Schluss an zweiter Stelle liegend für ein paar letzte Tropfen Sprit in die Boxengasse ab. Während Kurt Busch und Austin Dillon in der letzten Runde der Sprit ausging, reichte er bei Harvick. Nach dem anfänglichem Rundenrückstand fuhr er seinen zweiten Saisonsieg innerhalb von drei Wochen ein.

Denny Hamlin belegte hinter Harvick den zweiten Platz. Dritter wurde Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet), der sich in Stage 1 eine Speeding-Penalty eingefangen hatte. Martin Truex Jr. kam in seinem 500. Rennen in der NASCAR-Topliga nach 43 Führungsrunden letztlich auf P4 ins Ziel. Im entscheidenden Rennsegment konnte der Jubilar nach zuvor P1 in Stage 1 und P2 in Stage 2 keine ganz entscheidenden Akzente mehr setzen. Die Top 5 machte Daniel Suarez (Stewart/Haas-Ford) komplett.

Der von der Pole-Position gestartete Brad Keselowski war zum 21. Mal bei einem Cup-Rennen auf dem Michigan International Speedway am Start. Den ersehnten ersten Heimsieg auf Cup-Bühne hat er aber trotz 67 Führungsrunden abermals verpasst. Am Ende wurde es nur Platz 19 für den dreimaligen Saisonsieger in Penske-Diensten. Seine Teamkollegen Logano und Blaney liefen nach ihrem jeweils letzten Tankstopp unter Grün auch nur auf P17 und P24 ein.

Nur noch drei Chancen auf Playoff-Einzug für Johnson und Co.

Von einem Saisonsieg 2019 kann Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) derzeit nur träumen. Der seit über zwei Jahren sieglose und massiv um den Playoff-Einzug zitternde Ex-Champion touchierte bereits in Stage 1 die Mauer. Ein am rechten Hinterreifen schleifender Kotflügel war die Folge.

So musste Johnson schon früh außerplanmäßig an die Box. Am Ende wurde es nur P34 mit acht Runden Rückstand. Johnsons Hendrick-Teamkollegen William Byron, Chase Elliott und Alex Bowman fuhren allesamt in die Top 10 und sind auch in der Gesamtwertung 2019 besser klassiert als Johnson. Was die diesjährigen Playoffs betrifft, wäre der siebenmalige Champion nach aktuellem Stand der Dinge nicht dabei.

Als drittletztes Rennen vor Beginn der Playoffs mit 16 Titelkandidaten steht kommendes Wochenende in der Nacht von Samstag auf Sonntag das Flutlichtrennen in Bristol auf dem Programm. Anschließend verbleiben in der Regular-Season nur noch Darlington und Indianapolis als letzte Chancen für die Playoff-Wackelkandidaten Jimmie Johnson, Clint Bowyer, Ryan Newman, Daniel Suarez und Co.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Event Brooklyn 2
Subevent Rennen
Autor Mario Fritzsche