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NASCAR Talladega: Elliott siegt nach Überschlag von Larson

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NASCAR Talladega: Elliott siegt nach Überschlag von Larson
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28.04.2019, 22:00

Hendrick-Pilot Chase Elliott holt für Chevrolet den ersten NASCAR-Saisonsieg 2019 - Späte Crashs sorgen für Rennende unter Gelber Flagge

Auf dem Talladega Superspeedway ist am Sonntag erstmals seit 1987 ein NASCAR-Rennen ohne Restrictor-Plates über die Bühne gegangen.

Gemäß der ab diesem Wochenende auch für die großen Ovale Talladega und Daytona greifenden Regeln wurde die Motorleistung mittels Tapered-Spacer anstatt Restrictor-Plate reduziert. In der Konsequenz hatten die Piloten rund 100 PS mehr zur Verfügung als in der über 30 Jahre dauernden Plate-Ära.

Fotos: Geico 500 in Talladega

Den Sieg beim in dieser Hinsicht historischen Geico 500 hat Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) eingefahren. In der letzten Runde gab es gleich zwei Crashs, wovon der zweite das Ende des Rennens unter Gelb zur Folge hatte. Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) zeigte dabei den wildesten Abflug. Er überschlug sich, konnte das Wrack seines Camaro mit der Startnummer 42 aber aus eigener Kraft verlassen und wenige Minuten später das am Ende dieses Rennberichts aufgeführte Interview geben.

 

Elliott kreuzte die Ziellinie unter Gelb schließlich vor Hendrick-Teamkollege Alex Bowman, der Zweiter wurde. In den Top 5 landeten überraschend zwei Rookies: Ryan Preece (JTG-Chevrolet; 3.) und Daniel Hemric (Childress-Chevrolet; 5.). Sie rahmen im korrigierten Endergebnis Langzeitspitzenreiter Joey Logano (Penske-Ford; 4.) ein.

Rennergebnis: Geico 500 in Talladega

"Vielen Dank an alle, natürlich auch an Chevrolet", so Chase Elliott in Anspielung darauf, dass es für die Marke des GM-Konzerns beim zehnten Saisonrennen 2019 der erste Sieg ist. "Die letzte Runde war echt wild", fügte der Sieger kurz darauf in der Victory Lane hinzu.

Stage 1: Ty Dillon mit letztem Tropfen Sprit vorn

Von der Pole-Position ging zum zweiten Mal in dieser Saison Austin Dillon (Childress-Chevrolet) ins Rennen. Allerdings wurde er nach der ersten Runde nur noch an siebter Stelle geführt. Die Spitze übernahm zunächst Brad Keselowski (Penske-Ford), bevor sich auch dessen Teamkollegen Ryan Blaney und Joey Logano ganz vorn zeigten.

Den ersten von mehreren Crashs des Tages gab es bereits nach zehn Runden. An dritter Stelle hinter Blaney liegend verlor Darrell Wallace seinen Petty-Chevrolet aus der Kontrolle. "Bubba" drehte sich in Kurve 1 und riss dabei Denny Hamlin (Gibbs-Toyota), die Stewart/Haas-Teamkollegen Kevin Harvick und Clint Bowyer sowie die Front-Row-Teamkollegen Michael McDowell und Matt Tifft mit ins Verderben. Am glimpflichsten kam, was die Schäden am Fahrzeug betrifft, noch Bowyer davon. Allerdings konnte auch er im weiteren Rennverlauf nichts mehr ausrichten.

 

Mit dem Restart übernahm Aric Almirola (Stewart/Haas-Ford) für lange Zeit das Kommando. Der Sieg im ersten Rennsegment (Stage 1) ging nach 55 Runden und unterschiedlichen Boxenstoppstrategien der drei Marken aber an einen Chevrolet-Fahrer, nämlich Ty Dillon. Mit den letzten Spritreserven wurde es für den Germain-Piloten bereits der zweite Stage-Sieg der Saison. Ty Dillons älterer Bruder Austin Dillon beendete das Segment als Dritter hinter Alex Bowman.

Stage 2: Markenspezifische Strategien - Elliott vorn

In Stage 2 waren die markenspezifischen Boxenstoppstrategien noch auffälliger, weil es keine Gelbphase gab. Bei Hälfte des Segments kamen zunächst die Chevrolet-Fahrer geschlossen zum Green-Flag-Stop. Einige Runden später tat es ihnen die Spitzengruppe mit lauter Ford-Fahrern gleich, bevor nur eine einzige Runde später auch die Toyota-Fahrer als Gruppe zum Service kamen. 

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Als das Feld wieder sortiert war, hatte die Chevrolet-Fraktion das Zepter in der Hand. Daran änderte sich bis zur zweiten grün/weiß karierten Flagge des Tages nicht mehr viel. Hendrick Motorsports nämlich brachte in Stage 2 drei seiner vier Piloten in den Top 3 über die Linie. Chase Elliott hatte die Nase vorn, gefolgt von Alex Bowman und William Byron.

Indes lag Jimmie Johnson als vierter Hendrick-Pilot zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Runden zurück. Der Hauptgrund war ein Crash nach Reifenschaden in Stage 1. Wenig später fing sich Johnson noch eine Strafe ein, weil er an die Box kam, als die Boxengasse geschlossen war. Am Ende wurde es für Johnson im ersten Rennen nach seiner ersten Marathon-Teilnahme nur der 33. Platz.

Brad Keselowski als "Geisterfahrer"

Derweil wurde das auf 78 Runden angesetzte letzte Rennsegment mit einer Vielzahl anderer Chevrolet-Fahrer in der Spitzengruppe in Angriff genommen. Zu den drei vorn fahrenden Hendrick-Piloten Elliott, Bowman und Byron hatten sich inzwischen die beiden Ganassi-Piloten Kurt Busch und Kyle Larson gesellt. Eine Gelbphase für Kleinteile (Debris), während der einige Piloten vier frische Reifen holten, anderen nur deren zwei und wieder andere nur auftanken ließen, mischte die Reihenfolge kräftig durch.

Die letzten 50 Runden wurden mit deutlich belebterem Racing als bis dahin unter die Räder genommen. Fahrer der drei Marken Chevrolet, Ford und Toyota waren nahezu überall im Feld zu finden und es wurde nicht mehr nur in einer, sondern in mehreren Spuren gefahren. Überraschenderweise ging das so relativ lange gut.

Mit noch 33 Runden auf der Uhr kam nahezu das gesamte Feld unter Grün an die Box. Joey Logano führte vor seinem Penske-Teamkollegen Brad Keselowski, doch der vertat sich. Beim Herunterbremsen auf das Speed-Limit für die Boxengasse ließ Keselowski die Reifen blockieren, legte einen halben Dreher hin und ließ den Boxenstopp kurzerhand entgegen der Fahrtrichtung absolvieren - laut NASCAR-Regelwerk kein Problem. Aufgrund des Zeitverlusts wurde es für Keselowski am Ende aber nicht mehr als Platz 13.

 

Sieben Runden vor Schluss ging das enge Pack-Racing dann doch schief. Auf der Gegengerade wurde Chris Buescher (JTG-Chevrolet) von Aric Almirola etwas zu heftig angeschoben und umgedreht. Matt DiBenedetto (Leavine-Toyota) hatte keine Chance auszuweichen und versetzte Bueschers orangefarbenen Camaro kurzzeitig in eine Flugeinlage.

Außerdem wurden Ex-Champion Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) und Cup-Debütant Justin Haley (Spire-Chevrolet) in den Crash verwickelt. Verletzt wurde niemand. Alle Beteiligten kletterten aus eigener Kraft aus ihren Wracks. "Ich lag in guter Position und wurde einfach umgedreht. Damit wurde nicht nur mein Rennen, sondern auch das Rennen einiger anderer zerstört", so Buescher, ohne Almirola einen Vorwurf zu machen: "Das ist einfach so typisch für diese Art von Rennen."

Überschlag von Kyle Larson in letzter Runde

Für den Rest des Feldes hatte der Crash eine Unterbrechung des Rennens von einigen Minuten mit der Roten Flagge zur Folge. Als es nach Gelb mit Grün weiterging, waren noch vier Runden zu absolvieren. Drei davon gingen gut, wobei Chase Elliott das Feld vor Hendrick-Teamkollege Alex Bowman anführte. Eingangs der letzten Runde crashte Ricky Stenhouse (Roush-Ford) auf Höhe Start/Ziel, aber es ging unter Grün weiter.

Doch auf der Gegengerade der letzten Runde kam es dann zur folgenschweren Berührung zwischen Kyle Larson und William Byron, im Zuge derer Larsons Ganassi-Chevrolet beim Einschlag in die innere Streckenbegrenzung zum Überschlag ansetzte. Verletzungen blieben glücklicherweise auch bei diesem letzten Crash des Tages aus.

 

Larson stieg aus, um mitzuteilen: "Ich habe die innere Mauer hart getroffen. Dann gab es einen ziemlich langen Flug - vielleicht den längsten, den ich je hatte. Es war ein wenig beängstigend, aber ich bin okay." Neben Larson und Byron wurden auch David Ragan (Front-Row-Ford) und Jeffrey Earnhardt (XCI-Toyota) in den letzten Crash verwickelt.

Vom 2,66 Meilen langen Talladega Superspeedway zieht der NASCAR-Tross nun weiter an die "Monster Mile" in Dover, wo am kommenden Sonntag das zweite von insgesamt fünf Rennen 2019 auf Ein-Meilen-Ovalen ansteht.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie NASCAR Cup
Event Talladega
Autor Mario Fritzsche