Phoenix: Dale Earnhardt Jr. gewinnt den kurzen Regen-Marathon

Kevin Harvick, Kyle Busch und Martin Truex Jr. kämpfen mit Jeff Gordon um den NASCAR-Titel 2015.

Soviel Regen hat die Wüste von Arizona wahrscheinlich schon lange nicht mehr gesehen - und daher war in Phoenix am Sonntagabend wieder einmal jede Menge Geduld gefragt.

Immer wieder kehrende Niederschläge verzögerten den Beginn des Quicken Loans 500 auf dem Phoenix International Raceway mehrmals.

Als es dann nach fast sieben Stunden Wartezeit (!) unter Flutlicht endlich losgehen konnte, war nach 219 der 312 geplanten Runden bereits wieder Schluss.

Ein weiterer Schauer sorgte für einen vorzeitigen Rennabbruch - und damit alle Entscheidungen.

Der Sieger des vorletzten Saisonrennens hieß Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet), der zum Zeitpunkt des Abbruchs gerade seinen Green-Flag-Stopp erledigte. Er gewann das Rennen also in der Boxengasse.

Rang zwei ging an Kevin Harvick (Stewart/Haas-Chevrolet), der sich damit sein Finalticket für Homestead löste. Gleiches gilt für Kyle Busch (Gibbs-Toyota; 4.) und Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Chevrolet; 14.).

Damit kämpfen am kommenden Sonntag in Homestead Martinsville-Sieger Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet; 6.), Harvick, Kyle Busch und Truex um den NASCAR-Titel 2015.

In der Eliminator-Round schieden aus: Joey Logano (3.) und Brad Keselowski (9.; beide Penske-Ford), Kurt Busch (Stewart/Haas-Chevrolet; 7.), sowie Carl Edwards (Gibbs-Toyota; 12.).

Regen lässt nur 219 Runden zu

Die Chronologie des Rennens ist schnell erklärt: Kurt Busch gewann den Start gegen Polesitter Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet), beging dabei aber einen Frühstart und bekam eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt.

Der ältere Busch-Bruder flog danach sogar aus der Führungsrunde und konnte sich in der Folge nur noch auf Rang sieben zurückkämpfen.

Johnson übernahm zunächst Platz eins, bevor er nach Speeding-Penalty im Rahmen der Competition-Caution in Runde 40 beim Restart von Harvick abgelöst wurde. Johnson wurde am Ende Fünfter.

Wie in den vergangenen Jahren dominierte Harvick im Anschluss das Phoenix-Geschehen.

Erst eine weitere Gelbphase in Runde 197 brachte die Reihung erneut durcheinander, weil das Feld zu diesem Zeitpunkt mit Green-Flag-Stopps beschäftigt war.

So erwischte es unter anderem Truex und Edwards, die beide kurz zuvor beim Service waren und aus der Lead-Lap flogen. Nur über den Wave-Around konnten sie sich wieder zurückrunden.

Doch einsetzender Regen ließ es nicht mehr zu, dass das Rennen noch einmal die Grüne Flagge sah. Das Feld kreiselte hinter dem Pace-Car, der endgültige Abbruch erfolgte in Runde 219.

Sieger Earnhardt hatte gemischte Gefühle: "Du nimmst diesen Sieg zur Kenntnis, aber es ist ein Sieg, der aufgrund eines Regenabbruchs zustande kam", sagte er. "Ich weiß, dass es im Feld einige Kollegen gibt, die gerne weitergefahren wären, um ihre Chance auf das Finalticket zu wahren."

"Aber auch ich bin in Talladega nur um ein paar Zentimeter an einer Finalchance vorbeigefahren. Es klappt halt für manche, für andere eben nicht."

Es war erst das zweite Mal, dass es in der Wüste von Arizona einen Abbruch gab: Im Oktober 1998 gewann Rusty Wallace ein Phoenix-Rennen, das nur über 257 anstatt der offiziellen 312 Runden ging.

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Über diesen Artikel
Rennserien NASCAR Cup
Veranstaltung Phoenix 2
Unterveranstaltung Rennen, Sonntag
Rennstrecke Phoenix International Raceway
Fahrer Dale Earnhardt Jr. , Jeff Gordon , Kevin Harvick , Jimmie Johnson , Martin Truex Jr. , Kyle Busch
Artikelsorte Rennbericht