Talladega: Ty Dillon wird Tony Stewart ablösen

Tony Stewart darf das gefährliche Talladega-Rennen nicht komplett durchfahren, Ty Dillon könnte für Stewarts Chase-Ticket sorgen.

Der ultraschnelle Superspeedway von Talladega birgt bekanntlich jede Menge Gefahren.

In der größten Windschattenschlacht des NASCAR-Jahres lauert quasi in jeder Kurve einer der gefürchteten "Big-Ones", der berühmt-berüchtigten Massenkarambolagen im Sprint-Cup-Feld.

Kein optimales Pflaster für einen Rekonvaleszenten mit gerade ausgestandenen Rückenproblemen.

"Smoke": Die Karriere von Tony Stewart

Deswegen reagiert man bei Stewart/Haas-Racing auf die außerordentlichen Umstände: Tony Stewart wird im Geico 500 nur den Start fahren und danach in einer Gelbphase von Ty Dillon abgelöst werden.

"Sicher ist das nicht optimal, aber wir wissen, warum wir so handeln müssen", sagte der dreifache Sprint-Cup-Champion. "Es ist eine kluge Entscheidung und die einzige Bedingung, unter der die Doktoren mich fahren lassen. Es ist ein Kompromiss."

Ty Dillon könnte für Stewarts Chase-Ticket sorgen

Klar, denn in der NASCAR lautet die Regel: Derjenige, der das Rennen in Angriff nimmt, bekommt die Punkte.

Diesen Plan bestätigte auch Ty Dillon: "Tony wird ein paar Trainingsrunden fahren, dann übernehme ich für den Rest des Trainings und die Qualifikation. Tony startet das Rennen dann und fährt bis zur ersten Gelbphase."

Mit einer Einschränkung: "Aber bei Tony weiß man ja nie: Vielleicht mag er sein Auto und will auf der Strecke bleiben."

Doch der Plan steht: "So schnell wie möglich tauschen, hoffentlich in der Führungsrunde bleiben und danach vielleicht das Rennen gewinnen, was Tony so dringend bräuchte."

Ein Sieg in Talladega wäre das absolute Optimum: Denn selbst wenn Ersatzfahrer Dillon den Sieg holen würde, würde dieser Sieg Stewart zugerechnet werden. Es wäre also ein riesiger Schritt in Sachen Chase-Qualifikation.

Denn in Sachen Ersatzpiloten gibt es in den Chase-Regularien nur einen Fakt: Ein Fahrertausch ist nur im Saisonfinale von Homestead untersagt, wenn vier Piloten punktgleich ins Rennen starten.

Ansonsten gilt nach wie vor das Uralt-Regelwerk, nachdem derjenige Pilot alles bekommt, der ein NASCAR-Rennen in Angriff nimmt. Auch wenn er dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu Ende fahren kann und im Rennverlauf abgelöst werden muss.

Stewart spendet Geldstrafe für wohltätige Zwecke

Übrigens: In dieser Woche saß Stewart bereits hinter dem Steuer seines Stewart/Haas-Chevys, als vier Sprint-Cup-Piloten ihre Runden im Rahmen eines Goodyear-Reifentests auf dem Indianapolis Motor Speedway drehten.

Dies natürlich in Vorbereitung auf das Brickyard 400 im Juli. Neben Stewart waren noch Aric Almirola (Petty-Ford), Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) und Carl Edwards (Gibbs-Toyota) in Indianapolis.

Für Stewart war es nach dem Richmond-Rennen der zweite Einsatz im aktuellen Cup-Auto und sozusagen auf seiner Heimstrecke.

"Das wird mein letzter Reifentest als Fahrer sein", sagte der Stewart/Haas-Boss. "Es macht schon Spaß."

Die 35.000-Dollar-Strafe nach seinen Äußerungen im Richmond-Vorfeld will Stewart übrigens tatsächlich selbst bezahlen. Insofern geht das Geld des Driver-Councils an wohltätige Zwecke.

"Ich freue mich über die Unterstützung des Driver-Councils", sagte Stewart. "Aber ich möchte nicht, dass sie diese Strafe bezahlen." Das Geld geht nun an die Organisation Autism Delaware. Denny Hamlin wird den Scheck am Dover-Wochenende überreiche.

Die umstrittene Radmutter-Regel ist nach den Äußerungen Stewarts inzwischen geändert worden.

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