Hochdramatisches Xfinity-Finish in Fontana endet mit Sieg für Austin Dillon

Unglaubliche letzte Runde beim Xfinity-Rennen in Fontana: Drei Spitzenreiter, aber einer scheitert mit Reifenschaden, der andere ohne Sprit am Sieg.

Nicht nur die NASCAR-Topliga Sprint Cup ist für dramatische Zieleinläufe gut, wie vor sechs Tagen beim Fotofinish zwischen Kevin Harvick und Carl Edwards in Phoenix zu sehen war. Auch in der zweiten NASCAR-Liga, der Xfinity-Serie, geht es im Kampf um den Sieg zuweilen heiß her. So geschehen beim TreatMyClot 300 auf dem Auto Club Speedway in Fontana (Kalifornien).

Über weite Strecken des 150-Runden-Rennens sah alles danach aus, als könne Kyle Busch (Gibbs-Toyota) seine Siegesserie fortsetzen. Eingangs der letzten Runden lag Busch in Führung und war drauf und dran, nach Atlanta, Las Vegas und Phoenix auch in Fontana in der Victory Lane zu feiern. Doch in Turn 1 der letzten Runde platzte am hellblauen Gibbs-Toyota mit der Startnummer 18 der linke Vorderreifen.

Drei Führungswechsel in der letzten Runde

Kyle Buschs Gibbs-Teamkollege Daniel Suarez zog vorbei, doch für den Mexikaner währte der Traum vom ersten Xfinity-Sieg nur wenige Meter. Auf der Gegengerade ging ihm der Sprit aus. So kam es zur äußerst ungewöhnlichen Situation, dass Kyle Busch mit seinem lädierten linken Vorderreifen tatsächlich wieder die Führung übernahm!

In Turn 4 lag Busch noch vorn, doch von hinten nahte Austin Dillon (Childress-Chevrolet) buchstäblich mit Sieben-Meilen-Stiefeln. Ausgangs Turn 4 presste sich Dillon auf der Außenbahn zwischen den Gibbs-Toyota von Kyle Busch und die Streckenbegrenzung.

Es ging um Zentimeter, doch das Manöver ging gut. Wenige Meter später kreuzte der Childress-Enkel mit gerade mal 0,715 Sekunden Vorsprung auf Buschs „Dreirad“ die Ziellinie. Die Meter zwischen Turn 4 und der Ziellinie waren die einzigen, die Dillon im gesamten Rennen in Führung lag.

Xfinity-Fotos aus Fontana

Indes musste sich Kyle Busch nach 133 Führungsrunden und zuletzt drei Siegen in Folge diesmal auf dramatische Art und Weise mit Platz zwei begnügen. Der ohne Sprit ausgerollte Daniel Suarez fiel noch hinter Darrell Wallace (Roush-Ford; 3.) zurück, rettete sich aber immerhin als Vierter ins Ziel und verteidigte damit seine Tabellenführung gegenüber Elliott Sadler, der mit seinem JR-Chevrolet Fünfter wurde. Hier geht's zum kompletten Rennergebnis aus Fontana.

Nach dem hochdramatischen Fontana-Finish legt die Xfinity-Serie nun zwei frei Wochenenden ein, bevor es am 8. April auf dem Texas Motor Speedway weitergeht.

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