Slalom: Ein neuer Tagessieger zum Saisonauftakt in Interlaken!

Die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2017 begann mit einer Überraschung. Yves Hängärtner holte bei seinem ersten Start mit einem Tatuus Formula Master den Tagessieg. Bei den Tourenwagen entschied Albin Mächler im BMW M2 das Flugplatzrennen für sich.

Slalom: Ein neuer Tagessieger zum Saisonauftakt in Interlaken!
Yves Hängärtner, Tatuus-Honda FM, Ecurie Biennoise, start
Yves Hängärtner, Tatuus-Honda FM, Ecurie Biennoise, cockpit
Philip Egli, Dallara F394-Opel, Racing Club Airbag
Marcel Maurer, Tatuus-Renault E2, Autersa Racing
Albin Mächler, BMW M2, ACS
Martin Bürki, VW Polo MB, MB Motorsport
Jürg Beiner, Lancia Delta S4, MB Motorsport
Daniel Mauerhofer, Norma M20F-Honda, Ecurie Basilisk
Manuel Santonastaso, BMW 320 E21, RCU

Veni, vidi, vici: Yves Hängärtner lag schon nach den beiden Trainingsläufen auf dem 4,3 km langen Flugplatzkurs im Gesamtklassement knapp vorne. Anschliessend absolvierte der Berner beide Rennläufe fehlerfrei und eroberte beim ersten Start mit einem Tatuus-Honda der ehemaligen Formula Master den Tagessieg.

„Ich wusste nach den Testfahrten in Ambrì, dass ich gut mit diesem Auto zurechtkomme. Aber dass es gleich so gut läuft, dachte ich nicht“, zeigte sich Hängärtner selbst überrascht. Im letzten Jahr bestritt der 41-jährige Jurist nur zwei Slaloms mit einem Formel Renault, ausserdem startete er in der Vergangenheit bei vereinzelten Bergrennen mit einem Ford Escort Cosworth E1, der ihm viele technische Probleme bereitete. 

Im letzten Jahr hatten Philip Egli (Dallara F3) und Marcel Maurer (Tatuus-Renault) alle Slaloms unter sich ausgemacht. Im Gegensatz zu Hängärnter konnten sie sich nach dem Training nicht mehr steigern und mussten sich deutlich geschlagen geben. „Diese Strecke war ideal für Yves, um die Power seines Honda-Motors auszuspielen. Doch es kommen andere Strecken, und darauf freue ich mich“, akzeptierte Vizemeister Egli die Niederlage.

Nach einem Kupplungsproblem an seinem Tatuus FM ging Christian Balmer ohne einen Trainingslauf an den Start und war daher mit dem vierten Gesamtrang, knapp hinter Maurer („Ich bin schlecht gefahren“), nicht unzufrieden. Hinter Sportwagensieger Daniel Mauerhofer (Norma-Honda) und Didier Planchamp (Tatuus-Renault) kam Albin Mächler als schnellster Tourenwagenfahrer auf den siebten Gesamtrang.

Im Training hatte der dSlalom Interlaken - Rennen Feld 2reifache Bergmeister noch Mühe, die Leistung (550 PS) seines BMW M2 zwischen den Pylonen auf die Strasse zu bringen. Nach einem Eingriff in die Elektronik war die Leistungsentfaltung angenehmer, sodass Mächler im Rennen die besten Tourenwagenzeiten gelangen. 

Im Training verblüffte Jürg Beiner mit der Bestzeit im Lancia Delta S4 von Bruno Ianniello. Im Rennen konnte er das Potenzial des 600 PS starken Allradlers aber nicht mehr umsetzen und fiel im Klassement weit zurück. Schneller als Beiner waren so auch Manuel Santonastaso (BMW 320) als Sieger in der 22 Wagen starken Klasse E1 bis zwei Liter und sein Lehrmeister Martin Bürki mit dem kleinen VW Polo 1600.

Zusammen mit den acht weiteren Fahrern, die mit ihren Klassensiegen volle 20 Punkte holten, liegt Titelverteidiger Bürki nach dem ersten von zehn Rennen bereits wieder an der Tabellenspitze. Der nächste Lauf findet am 23. April in Frauenfeld statt.

 

Slalom Interlaken - Scratch (Gesamtklassement)

Slalom Interlaken - Scratch (Gesamtklassement) LOC

Slalom Interlaken - Rennen Feld 1

Slalom Interlaken - Rennen Feld 2

Slalom Interlaken - Rennen Feld 3

Slalom Interlaken - Rennen Feld 4

Slalom Interlaken - Rennen Feld 4 (Porsche)

Slalom Interlaken - Rennen Feld 5

Slalom Interlaken - Rennen Feld 6

 

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