Am Sonntag ohne Chance: Rea klagt über Armpump-Problem

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Am Sonntag ohne Chance: Rea klagt über Armpump-Problem
Autor: Sebastian Fränzschky
Co-Autor: Lewis Duncan
28.05.2018, 06:53

Platz drei war für den Weltmeister im zweiten Lauf in Donington das Maximum: Ein Schwarm Insekten und ein ungewohntes Problem bremsten den Briten ein.

Podium: race winner Michael van der Mark, Pata Yamaha, second place Toprak Razgatlioglu, Kawasaki Puccetti Racing, third place Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Jonathan Rea, Kawasaki Racing helmet
Jonathan Rea, Kawasaki Racing, Toprak Razgatlioglu, Kawasaki Puccetti Racing
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Podium: second place Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Kawasaki verlässt Donington ohne Sieg. Das dominante Team der vergangenen Jahre konnte die starken Trainingsleistungen nicht in Siege umsetzen. Am Sonntag musste sich Jonathan Rea mit Platz drei zufrieden geben. Teamkollege Tom Sykes wurde sogar nur Sechster. Wieso hatte Kawasaki auf der Paradestrecke Donington solche Probleme?

"Diese Saison ist das Jahr der Überraschungen", bemerkt Rea. "Ich meine, ich war in Aragon und Imola so stark wie Ducati, wenn nicht sogar stärker. In der Vergangenheit waren wir dort nicht so stark. Sie waren auf Phillip Island und in Thailand stärker, was sonst nicht so war."

Im Sonntagsrennen triumphierte erneut Yamaha-Pilot Michael van der Mark. Platz zwei ging an Puccetti-Kawasaki-Pilot Toprak Razgatlioglu, der sich in der letzten Runde gegen Rea durchsetzte. "Es war ein wilder Kampf, den ich genoss. Ich denke, das gefiel auch den Zuschauern Zuhause und den Fans vor Ort", kommentiert Rea den zweiten Lauf.

"Ich bin ein bisschen von mir enttäuscht. Ich bekam am Ende des Rennens Probleme mit Armpump und hatte Mühe bei den Richtungswechseln. Ich musste Tempo rausnehmen. Platz drei war das Maximum. Ich bin enttäuscht, denn das Motorrad war fantastisch. Es war gut genug für den Sieg, doch ich konnte es nicht umsetzen", ärgert sich der Weltmeister.

Der erneute Sieg von van der Mark kam für Rea nicht überraschend. "Toprak war eine Überraschung. Unglaublich, denn ich bin einer seiner größten Fans. Er hat sehr viel Potenzial. Ich war froh, zu sehen, wie schnell er ist, auch wenn das zur Folge hatte, dass er mich schlägt. Am Ende des Rennens war er schnell genug für den Sieg", lobt Rea.

Von Position acht aus hatte Rea in der Startphase einige Probleme. "Beim Start waren die anderen Fahrer sehr aggressiv. Fahrer, die sonst nicht an der Spitze sind, fuhren super-aggressiv zu Beginn", berichtet der Kawasaki-Pilot. Und das Rennen hielt weitere Rückschläge bereit.

"Ich kam in einen Schwarm Insekten, als ich in die Schikane bog. Mein Abreißvisier wurde mit Insekten voll gepfeffert. Ich verpasste die Schikane komplett und Mikey ging vorbei. Zu diesem Zeitpunkt zog er das Tempo an und fuhr eine Lücke heraus. Ich vergeudete viel Zeit, als ich versuchte, das wieder gutzumachen. Ich bekam Probleme mit Armpump und dachte nicht mehr daran, Mikey zu attackieren."

Stattdessen begann ich damit, meine Position zu verteidigen. Ich sah auf der Boxentafel, dass Toprak näher kommt, doch ich konnte nichts mehr ausrichten", so Rea. Trotz der für Rea enttäuschenden Ausbeute beim Heimrennen konnte der Vorsprung in der WM vergrößert werden. Nach sechs Events führt der Titelverteidiger mit 64 Punkten Vorsprung auf Chaz Davies (Ducati) die Fahrerwertung an.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Event Donington
Ort Donington Park
Fahrer Jonathan Rea
Autor Sebastian Fränzschky
Artikelsorte Reaktion