Bautista erwartete Duell, doch für Rea war nur "Schadensbegrenzung" möglich

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Bautista erwartete Duell, doch für Rea war nur
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24.02.2019, 06:28

Ducati-Pilot Alvaro Bautista fährt auf Phillip Island zu drei Siegen - Superbike-Weltmeister Jonathan Rea wird beim Saisonauftakt vom WSBK-Rookie klar besiegt

Die neue Ducati Panigale V4R zeigte ein beeindruckendes Debüt in der Superbike-Weltmeisterschaft. Nachdem die Ducatisti bei der Vorgängermaschine bis zum ersten Laufsieg zweieinhalb Jahre lang warten mussten, überzeugte das erste V4-Superbike der Ducati-Geschichte bereits beim Debüt auf der WM-Bühne. Ex-MotoGP-Pilot Alvaro Bautista fuhr beim Saisonauftakt in Australien in einer eigenen Liga. Lediglich in der Superpole musste sich der Spanier, der bisher nie mit den extraweichen Qualifying-Reifen von Pirelli fuhr, den erfahrenen Kawasaki-Piloten geschlagen geben. In den drei Rennen war Weltmeister Jonathan Rea chancenlos und musste sich mit zweiten Plätzen zufriedengeben.

"Es war unglaublich. Ich hätte es nicht geglaubt, wenn man mir vor dem Wochenende gesagt hätte, dass es so ausgeht", kommentiert Bautista. "Wir arbeiteten sehr gut. Beim Test arbeiteten wir wirklich hart. Wir waren danach bereit für den Kampf am Wochenende."

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Jonathan Rea, Kawasaki Racing
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Foto: : Gold and Goose / LAT Images

Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team

Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team
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Leon Haslam, Kawasaki Racing

Leon Haslam, Kawasaki Racing
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Leon Haslam, Kawasaki Racing

Leon Haslam, Kawasaki Racing
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Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team

Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team
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Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Jonathan Rea, Kawasaki Racing
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Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Jonathan Rea, Kawasaki Racing
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Foto: : Gold and Goose / LAT Images

"Im Superpole-Rennen lieferte ich mir mit Johnny ein Duell, das ich sehr genoss. Am Nachmittag waren die Bedingungen schwieriger als am Vormittag. Doch ich konnte gute Rundenzeiten fahren. Schlussendlich pushte ich ein bisschen härter als am Samstag, weil ich am Samstag das Gefühl hatte, härter pushen zu können", schildert der Ducati-Werkspilot, der knapp 20 Sekunden Vorsprung herausfuhr.

Im Samstags-Rennen über die volle Distanz dominierte Bautista. Im Superpole-Rennen über zehn Runden leistete Rea am Sonntag größeren Widerstand. "Ich rechnete nach dem Rennen am Vormittag damit, dass Johnny mit mir mithalten kann. Ich wollte deshalb zu Beginn härter pushen. Das machte ich und fuhr eine Lücke heraus. Ich gewann erneut. Es war ein fantastisches Wochenende. Danke an Ducati und mein Team für die harte Arbeit", so Bautista.

Jonathan Rea erneut deutlich geschlagen

Titelverteidiger Rea holte auf Phillip Island das Maximum aus seinen Möglichkeiten heraus. "Ich bin mit dem Wochenende sehr zufrieden. Es war eine ordentliche Schadensbegrenzung. Es war für mich und mein Motorrad nicht gerade die beste Strecke", erklärt der viermalige WSBK-Champion.

Alvaro Bautista

Alvaro Bautista harmoniert sehr gut mit dem neuen Ducati-Superbike

"Es sprangen der Rundenrekord, die Pole-Position und drei zweite Plätze heraus - wir hätten uns nicht viel mehr wünschen können", so Rea. "Ich gratuliere Alvaro. Es ist nicht einfach, als Rookie hierhin zu kommen und drei Rennen in Folge zu gewinnen. Ich beglückwünsche ihn."

Kawasaki-Teamkollege Leon Haslam komplettierte im Superpole-Rennen und im zweiten Rennen über die volle Distanz die Top 3. "Es war die Wiedergutmachung für meinen blöden Sturz am Samstag", bemerkt der BSB-Champion, der am Samstag auf Position zwei liegend zu Boden ging. Im zweiten Rennen duellierte sich Haslam hart mit Rea.

"Ich duellierte mich bereits gestern mit Johnny, bevor ich stürzte. Ich fuhr ein bisschen vorsichtig im Sprintrennen und wurde Dritter. Dieses Rennen machte deutlich mehr Spaß. Wir überholten uns sehr oft. Ich dachte zwei Runden vor Rennende, dass ich ihn besiegt habe. Doch er ist nicht ohne Grund viermaliger Weltmeister", kommentiert Haslam, der sich im Kawasaki-Duell knapp geschlagen geben musste.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Superbike-WM
Event Phillip Island
Autor Sebastian Fränzschky
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