BMW auf dem Podium: Michael van der Mark kassiert Stinkefinger

Bilanz nach einem Jahr mit BMW: Michael van der Mark wird WM-Sechster und gesteht, dass er sich von der BMW M1000RR etwas mehr erhofft hatte

BMW auf dem Podium: Michael van der Mark kassiert Stinkefinger

Als WM-Sechster ist Michael van der Mark der einzige BMW-Pilot, der die WSBK-Saison 2021 in den Top 10 beenden konnte. Nach seiner BMW-Debütsaison zieht der Niederländer Bilanz und gesteht, dass er mit höheren Erwartungen in das Jahr 2021 gestartet ist. Nach einem durchwachsenen Saisonstart konnte er sich aber im Laufe des Jahres steigern und bescherte BMW in Portimao den ersten Sieg mit der M1000RR.

"Wir konnten nicht so viele Podestplätze einfahren, wie wir erhofft hatten", bemerkt Van der Mark. "Die Superbike-WM war in diesem Jahr sehr hart umkämpft und es gab viele starke Fahrer. Mit der neuen M1000RR erwarteten wir mehr, doch wir konnten nur kleine Fortschritte machen und benötigen mehr Zeit, um das Motorrad zu entwickeln."

"Ich denke, dass wir im Laufe des Jahres gute Fortschritte erzielen konnten. Man will immer mehr, doch das nächste Jahr rückt bereits näher", so der Niederländer, der sich gegen Teamkollege Tom Sykes durchsetzen konnte. "Die Ergebnisse von Tom und mir waren ziemlich ähnlich. Ich denke, dass wir das Maximum herausgeholt haben aus dem Motorrad und wir weitere Entwicklungen benötigen."

Van der Mark hofft auf Reddings Ducati-Wissen

Im kommenden Jahr trifft Van der Mark bei BMW auf Scott Redding, der nach zwei Jahren bei Ducati das Team wechselt. "Scott ist ein schneller Fahrer, aber das gilt auch für Tom. Scott hat die Erfahrung mit der Ducati und kann uns hoffentlich Insider-Informationen liefern, was wir probieren können", sagt Van der Mark.

Beim Saisonfinale in Mandalika (Indonesien) schaffte es Van der Mark im abschließenden Rennen auf das Podium. Im Nassen war der BMW-Pilot stark unterwegs. Im ersten Lauf auf trockener Strecke kämpfte Van der Mark mit seinem Körper, denn seit dem Beginn des Wochenendes beklagte er Übelkeit.

Michael van der Mark

Michael van der Mark möchte 2022 regelmäßiger aufs Podium fahren

Foto: Motorsport Images

"Ich konnte nichts essen. Mir ging bereits am Ende von Lauf eins die Kraft aus. Ich war richtig verärgert, weil ich dachte, mich vor Locatelli behaupten zu können und Bassani zu attackieren. Doch ich war zu schwach, weil ich drei Tage lang nichts essen konnte. Platz sechs war aber nicht schlecht. Dann war es in Lauf zwei nass", berichtet er.

Hitziges Duell mit Ducati-Pilot Axel Bassani

"Ich wusste, dass es ein gutes Rennen wird, weil die Haftung hier im Nassen so hoch ist. Ich hatte große Zuversicht und lieferte mir tolle Duelle. Das geht nur, wenn man viel Grip hat", erklärt Van der Mark, der als Dritter ins Ziel kam.

Auf dem Weg zum Podium geriet der BMW-Pilot mit Axel Bassani zusammen, der zu Sturz kam und sich daraufhin mit dem Stinkefinger "bedankte". "Ich beschleunigte aus der Kurve und kam ein bisschen weit raus. Wir berührten uns", schildert Van der Mark. "Es ist schade, weil es nicht so enden sollte. Es tut mit leid für ihn. Einen anderen Fahrer zu Sturz zu bringen, ist das, was man unbedingt vermeiden will." Die Rennleitung stufte den Sturz als Rennunfall ein und verteilte keine Strafe.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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