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Bradley Smith: Warum KTM kein Superbike baut

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Bradley Smith: Warum KTM kein Superbike baut
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31.07.2018, 07:41

Obwohl KTM in allen drei GP-Klassen vertreten ist, bieten die Österreicher kein Superbike für die Straße an: Bradley Smith kann seinen Arbeitgeber gut verstehen

Der Markt der Sportmotorräder ist seit Jahren rückläufig. Die einstigen Technologie-Träger der Hersteller finden bei weitem nicht mehr den Absatz, den sie vor einigen Jahren erzielten. Die früher sehr populäre 600er-Supersport-Klasse liegt im Sterben und bei den über 200 PS starken Topmodellen aus der 1000er-Klasse darf man sich fragen, wie sinnvoll diese Motorräder auf öffentlichen Straßen sind.

KTM hat sich nach dem Ende der RC8 aus dem Superbike-Markt verabschiedet und vertritt die Philosophie, dass diese Kategorie Motorrad für den Straßengebrauch zu gefährlich ist. "KTM vertritt die Meinung, dass ein Sportmotorrad mit solch einer Leistung keinen Platz auf öffentlichen Straßen hat", kommentierte KTM-CEO Stefan Pierer vor einigen Jahren. Wir haben MotoGP-Werkspilot Bradley Smith angesprochen, ob er diese Meinung teilt.

"KTM baut Rennmotorräder für die MotoGP, die Moto2 und die Moto3. Das ist richtiger Motorsport. Warum sollte man ein Motorrad bauen, mit dem 200 Leute auf der Welt in Meisterschaften fahren?", fragt sich der Brite und hinterfragt damit die Sinnhaftigkeit eines neuen KTM-Superbikes.

"Im Moment gibt es die Britische Meisterschaft, die Spanische Meisterschaft und die Italienische Meisterschaft", zählt Smith die größten nationalen Superbike-Serien auf. "Man kämpft in einem Markt, der hauptsächlich von den Japanern dominiert wird."

"Warum also nicht lieber ein Motorrad für den Gentleman-Rider oder den normalen Straßenfahrer bauen? Die 1290er und die 790er würde ich zu diesen Motorrädern zählen und die 390er für die Jugend. Meiner Meinung nach sind sie clever. Das Geschäft dreht sich um die Masse und nicht um den Rennsport. Ein Superbike würde keinen Sinn ergeben, wenn man so stark in der MotoGP engagiert ist", so Smith.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Fahrer Bradley Smith
Autor Sebastian Fränzschky