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Cortese/Reiterberger: Rückt Bautista die WSBK-Piloten in ein schlechtes Licht?

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Cortese/Reiterberger: Rückt Bautista die WSBK-Piloten in ein schlechtes Licht?
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02.05.2019, 11:37

Markus Reiterberger und Sandro Cortese äußern sich exklusiv zur Dominanz von Alvaro Bautista und vergleichen das Niveau in der WSBK mit dem in der MotoGP

Jahrelang wurde spekuliert, was WSBK-Champion erreicht hätte, wenn er zu einem Spitzenteam in die MotoGP gewechselt wäre. Mit der Ankunft von Alvaro Bautista werden Reas Erfolge der vergangenen Jahre in ein anderes Licht gerückt.

Kritiker der Superbike-WM behaupten, dass das Niveau in der seriennahen Meisterschaft deutlich niedriger ist als im Grand-Prix-Sport. Wir haben exklusiv bei Markus Reiterberger und Sandro Cortese nachgehakt, ob das tatsächlich so ist.

"Man könnte argumentieren, dass jetzt ein Mittelfeldfahrer aus der MotoGP kommt und in der Superbike-WM alle in Grund und Boden fährt. Das rückt uns schon in ein schlechtes Licht", kommentiert Reiterberger. "Man muss aber beachten, dass der Bautista in der MotoGP ein guter Fahrer war. Er hatte immer nur mittelmäßiges Material zur Verfügung und machte das Beste aus der Situation."

Alvaro Bautista

In Assen konnte Markus Reiterberger einige Runden mit Alvaro Bautista mithalten

Foto: circuitpics.de

Laut Reiterberger darf nicht unterschätzt werden, welche Rolle Ducati und die neue Panigale V4R spielen: "Jetzt ist er in der Superbike-WM und hat eines der besten Motorräder. Natürlich kann er jetzt mit dem Team und Werk im Rücken sein ganzes Potenzial zeigen, was in der Vergangenheit schwierig war."

"Sein Fahrstil aus der MotoGP scheint mit diesem Motorrad perfekt zu harmonieren. Deswegen ist er jetzt so dominant. Es schaut gut aus für ihn", erklärt Reiterberger im Gespräch mit 'Motorsport.com' und betont: "Die Superbike-WM hat eine sehr hohe Fahrerkompetenz."

Sandro Cortese kennt das MotoGP-Paddock gut

Sandro Cortese kann die beiden Fahrerlager sehr gut miteinander vergleichen. Von 2005 bis 2017 fuhr der Berkheimer im Grand-Prix-Sport. Im vergangenen Jahr wechselte Cortese ins WSBK-Paddock und holte bereits beim ersten Anlauf den Titel in der Supersport-WM. Corteses Titel und Bautistas Siegesserie sollten die Theorie bestätigen, dass das Niveau im Grand-Prix-Sport höher ist als in der Superbike-WM.

"Es sind zwei Fälle, die man gesondert betrachten sollte", bemerkt Cortese. "Ich würde nie behaupten, dass das Level in der Superbike-WM niedriger ist als in der Motorrad-WM. Natürlich muss man es im Detail betrachten."

Leistungsdichte im GP-Sport höher als in der WSBK

"So sind in der Supersport-WM die Top 5, die extrem stark sind. Dahinter fällt das Niveau ein bisschen ab. Das ist offensichtlich. Aber die Top 5 sind sehr schnell. Diese Fahrer muss man erstmal schlagen. Es heißt nicht, dass man kommt und einem etwas geschenkt wird. Die Spitzenfahrer sind wirklich schnell. In der Moto2 sind es aber nicht die Top 5 sondern die Top 15, die richtig schnell sind. Die Dichte ist höher", vergleicht Cortese.

Sandro Cortese

Sandro Cortese sieht die Superbike-WM nicht als zweite Liga an

Foto: LAT

"Aber das Niveau ist in beiden Serien sehr hoch. Das trifft auch auf die Superbike-WM zu. In der MotoGP sind es die Top 20, doch in der WSBK gibt es nur 18 Starter. Davon sind die Top 10 sehr schnell und haben ein sehr hohes Niveau", analysiert der Yamaha-Pilot.

"Bautista hat knapp zehn Jahre MotoGP-Erfahrung und kommt mit viel Know-how in die Superbike-Klasse. Er findet ein Motorrad vor, das zwei Jahre lang auf der Rennstrecke entwickelt wurde, um jetzt den Titel einzufahren. Es kommt alles zusammen. Das zeigt sich natürlich auch auf der Strecke", schildert Cortese und fügt hinzu: "Ich würde nie behaupten, dass es Unterschiede zwischen den verschiedenen Serien gibt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky