Die Tricks der Motorrad-Profis: Wie die Fahrer Hitzerennen meistern

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Die Tricks der Motorrad-Profis: Wie die Fahrer Hitzerennen meistern
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17.01.2019, 12:07

Das Superbike-Event in Thailand bringt die Fahrer an ihre Grenzen: Chaz Davies, Leon Camier und Co. haben ihre Tricks, um den Belastungen zu trotzen

Temperaturen über 30°C, extreme Luftfeuchtigkeit und kaum Möglichkeiten zur Abkühlung: Das Superbike-Rennwochenende in Thailand bringt Mensch und Maschine an die Grenzen. "Es ist ein hartes Wochenende, denn hier erleben wir die extremsten Temperaturen der Saison. Es ist extrem heiß. Die Sonne hat viel Kraft. Man spürt die Hitze", fasst Ducati-Werkspilot Chaz Davies zusammen. Doch welche Kniffe gibt es, um der Hitze zu trotzen?

"Es ist immer schwierig, sich an dieses Wetter zu gewöhnen", kommentiert Yamaha-Pilot Michael van der Mark. "In Europa ist es zu dieser Jahreszeit sehr kalt. Man muss ruhig bleiben und versuchen, sich an diese Bedingungen zu gewöhnen. Normalerweise ist es so, dass man sich auf einer Geraden abkühlen kann. Doch der Fahrtwind in Thailand ist ebenfalls warm. Man will sich abkühlen, doch die Kühlwirkung ist kaum vorhanden."

"Es gibt nicht viel, was man machen kann. Man kann lediglich versuchen, sich vorzubereiten. Zum Beispiel beim Absteigen, wenn die Hitze der Maschine nach oben steigt. Dann beginnt man extrem zu schwitzen. Ein Ventilator und ein kaltes nasses Handtuch können helfen. Es ist wichtig, sich abzukühlen, bevor man auf das Motorrad steigt. Viel mehr kann man nicht machen."

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Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
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Foto: : Gold and Goose / LAT Images

Race winner Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Race winner Jonathan Rea, Kawasaki Racing
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Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
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Grid girls

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Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
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Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Jonathan Rea, Kawasaki Racing
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Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
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Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Jonathan Rea, Kawasaki Racing
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Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
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Pit walk

Pit walk
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Einige Piloten lassen sich im Fahrerlager Pools aufbauen, in denen sie vor und nach den Sessions abkühlen. Zudem greifen zahlreiche Fahrer auf spezielle Getränke zurück, die dabei helfen sollen, die durch das Schwitzen verlorenen Mineralien wieder aufzutanken. "Nach einer Session schwitzt man stundenlang. Ich versuche, mich so gut wie möglich abzukühlen", hält Honda-Pilot Leon Camier fest.

Keiner der Piloten lässt sich gern in die Karten schauen, wenn es um Tricks und Kniffe geht, die dabei helfen, einen Vorteil zu haben. In der Vergangenheit gewöhnten sich einige Piloten an die Hitze, indem sie die Woche vor dem Thailand-Rennen in ähnlicher Hitze verbrachten.

"Wir kommen von Phillip Island, wo es warm ist. Ich verbrachte in der Vergangenheit die Zeit zwischen den Rennen in Indonesien, wo es auch richtig heiß ist. Dort konnte ich mich immer gut auf Buriram einstellen. 2018 war die Pause aber länger. Ich reiste deshalb zurück nach Hause", erklärt Davies.

Der Brite verrät einen seiner Trainingstipps: "Man unternimmt, was möglich ist. Beim Trainieren versucht man, die Körpertemperatur ansteigen zu lassen, um die Bedingungen zu simulieren. Es gibt aber nichts, mit dem man diese Bedingungen eins zu eins nachahmen kann. Das ist unmöglich. Ich schalte beim Training Zuhause immer die Heizung an."

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Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky