Donington laut Redding "eine Yamaha-Strecke": Verliert Ducati den Anschluss?

Am Freitag liegt Ducati-Pilot Scott Redding 0,626 Sekunden in Donington zurück: Mit einem Blick auf die Rennen fehlt Redding zudem die nötige Konstanz

Donington laut Redding "eine Yamaha-Strecke": Verliert Ducati den Anschluss?

Kawasaki und Yamaha hinterließen beim Trainingsauftakt in Donington einen starken Eindruck (zum FT2-Bericht). Für Ducati verliefen die beiden Trainings nicht perfekt. Schlussendlich war Scott Redding als Gesamtfünfter der beste Ducati-Pilot.

Zur Spitze fehlten aber bereits 0,626 Sekunden. Teamkollege Michael Ruben Rinaldi folgte auf der siebten Position und hatte 0,800 Sekunden Rückstand auf die Tages-Bestzeit von Yamaha-Pilot Garrett Gerloff.

"Ich fühle mich okay. Doch ich kann noch nicht konstant flüssige Runden fahren", kommentiert Scott Redding. "Ich erreiche die Rundenzeiten nicht so locker, wie ich mir das wünsche. Das liegt aber auch ein bisschen an den Streckenbedingungen. Die Haftung ist schlecht."

Scott Redding spricht nicht vom Sieg

"Es ist einer dieser Kurse, die viele verschiedene Arten von Kurven hat. Das Gefühl ändert sich ständig. Es dauerte eine Weile, bis ich mich richtig einspielen konnte. Am Vormittag musste ich ein paar Schritte zurück machen. Am Nachmittag war es besser, doch wir suchen noch immer nach einer besseren Abstimmung, um das Motorrad fahrbarer zu machen", schildert Scott Redding.

Scott Redding

Scott Redding ist mit dem Fahrverhalten seiner Ducati noch nicht zufrieden

Foto: Motorsport Images

"Ich suche nach mehr Konstanz", so der Vize-Weltmeister. "Meine perfekte Runde wäre drei oder vier Zehntelsekunden schneller gewesen, wenn ich meine Sektoren zusammengebracht hätte. Doch dann wurde die Ölflagge gezeigt. Ich konnte nicht mein volles Potenzial zeigen."

"Es ist meiner Meinung nach eine Yamaha-Strecke", bemerkt Scott Redding. "Der Kurs ist ziemlich flüssig. Die Kawasakis können ihren Vorteil beim Aufrichten und Beschleunigen ausspielen. Ich denke nicht, dass alles schlecht für uns ist. Wir haben ein Paket, mit dem wir sicher ums Podium kämpfen können. Wir müssen es für die Rennen konstanter machen."

Regen gut oder schlecht für Ducati?

Am Samstag könnten die Kräfteverhältnisse durcheinander gebracht werden, denn der Wetterbericht meldet Regen. "Da kann ich nichts dran ändern. Wenn es nass ist, dann ist es nass. Es ist dann für alle nass. Wir müssen es abwarten", kommentiert Redding und fügt hinzu: "Donington Park ist nicht gerade bekannt für den Grip im Nassen."

In der Meisterschaft liegt Scott Redding vor dem vierten Wochenende der Saison bereits 45 Punkte zurück. Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu scheint aktuell Jonathan Reas größter Herausforderer zu sein, denn die R1 war bisher auf allen Strecken schnell.

Was Scott Redding zu Garrett Gerloffs MotoGP-Einsatz sagt

Garrett Gerloff bestätigte mit der Freitags-Bestzeit, dass die R1 auch in Donington Potenzial hat. Gerloff sorgt momentan für großes Interesse. War sagt Redding zum MotoGP-Einsatz seines WSBK-Gegners?

"Ziemlich gut, ehrlich gesagt. Doch das Yamaha-MotoGP-Bike ist ein sehr einfach zu fahrendes Motorrad. Er kam bereits im Vorjahr in Valencia gut zurecht", bemerkt Redding. "Es ist gut, dass ein Superbike-Pilot nicht weit zurückliegt. Mit mehr Zeit könnte er ziemlich konkurrenzfähig sein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
WSBK Donington FT2: Gerloff fährt Bestzeit, Folger rutscht auf P19 ab
Vorheriger Artikel

WSBK Donington FT2: Gerloff fährt Bestzeit, Folger rutscht auf P19 ab

Nächster Artikel

"Etwas seltsam" - Ducati kritisiert den Umgang mit dem WSBK-Drehzahllimit

"Etwas seltsam" - Ducati kritisiert den Umgang mit dem WSBK-Drehzahllimit
Kommentare laden