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Doppelerfolg für Rea in Misano: "Auch Bautista ist nicht unbesiegbar"

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Doppelerfolg für Rea in Misano: "Auch Bautista ist nicht unbesiegbar"
Autor:
Co-Autor: Sebastian Fränzschky
24.06.2019, 08:39

Mit zwei Siegen in Misano macht Jonathan Rea viele Punkte auf WM-Gegner Alvaro Bautista gut, profitiert dabei aber von dessen Fehler - "Es war kein dominanter Sieg"

25 - das war DIE Zahl von Jonathan Rea am Superbike-Wochenende in Misano. Nicht nur, dass der Kawasaki-Pilot beide Läufe gewann und damit die volle Punktzahl einstrich. Er machte damit gleichzeitig auch 25 Zähler auf WM-Leader Alvaro Bautista gut und verkürzte den Rückstand auf nur noch 16 Punkte.

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Dabei nutzte Rea zum einen Bautistas vermeintliche Regenschwäche aus, der in Lauf eins nicht über Rang drei hinauskaum. Zum anderen profitierte er vom Sturz des Rivalen in Lauf zwei, als Bautista auf seiner dritten Runde in Führung liegend zu Boden ging. Im Kampf gegen die beiden Markenkollegen Leon Haslam und Toprak Razgatlioglu konnte sich Rea schließlich durchsetzen.

"Das zweite Rennen war hart, denn die Temperaturen waren die heißesten des ganzen Wochenendes", erklärt der Sieger. "Ich war mir des Tempos sehr unsicher. Als ich hohe 1:46er- und niedrige 1:47er-Zeiten sah, fühlte ich, dass das Tempo langsam war, aber ich wollte auch nicht mehr pushen."

Rea über Bautista: "Der stärkste Mann lag im Kies"

"Ich habe gesehen, wie Alvaro zu Beginn des Rennens gestürzt ist, das zeigt, wie hart die Bedingungen dort draußen waren, besonders für den Vorderreifen. Auch die Traktion am Hinterrad war schlecht. Aber wie auch immer, wir haben gewonnen." Dabei musste Rea auf den letzten Runden vor allem dem Druck des späteren Zweitplatzierten Razgatlioglu Stand halten.

Der Weltmeister rekapituliert: "Toprak hatte ein unglaubliches Tempo. Ich konnte sehen, dass auch er ein wenig mit dem Vorderreifen zu kämpfen hatte. In meinem Kopf saßen Teufelchen und Engelchen. Der eine sagte: 'Los, diese zusätzlichen fünf Punkte sind wichtig.' Der andere sagte: '20 sind heute genug, bloß nicht stürzen.'"

 

Am Ende gelang es Rea, die Führung zu verteidigen. Doch er weiß, dass das Rennen ohne den Sturz von Bautista anders verlaufen wäre: "Es ist bedauerlich für ihn, aber auch er ist nicht unbesiegbar. Natürlich ist es immer kostspielig, wenn man einen Fehler macht, und ich habe davon profitiert. Es war kein dominanter Sieg, denn der stärkste Mann landete im Kies, wie auch schon in Jerez."

"Teufelchen und Engelchen" streiten sich in Reas Kopf

Dabei blieb auch Reas Wochenende nicht ohne Schönheitsfehler. Denn im Superpole-Rennen, das Bautista noch überlegen gewann, lag er selbst am Boden. In Kurve 10 verlor er an Position zwei liegend die Kontrolle über seine Kawasaki und überschlug sich mit dem Motorrad.

"Leider habe ich im Superpole-Rennen einen großen Fehler gemacht, mit nur noch wenigen Runden auf der Uhr ist mir in Kurve 10 das Vorderrad weggerutscht", so Rea. "Aber der Motocross-Instinkt kam zum Vorschein und ich dachte: 'Vielleicht kann ich das einfach umdrehen.' Also tat ich einfach mein Bestes, um den Lenker festzuhalten und das Motorrad umzudrehen."

Der Stunt gelang und Rea konnte das Rennen zügig wiederaufnehmen, um letztlich als Fünfter über die Ziellinie zu fahren. "Es war einfach mein Fehler", gesteht er. "Ich fuhr über meinen Verstand, nur um bei Alvaro zu bleiben. Er gewann am Kurvenausgang so viel Zeit. Deshalb ging ich in den Kurven etwas mehr Risiko, um an ihm dranzubleiben."

Bautista bleibt mit seinem Paket schwer zu schlagen

 

Das sollte sich nicht auszahlen, "aber zum Glück konnte ich zurückschlagen und Rennen zwei gewinnen", sagt Rea. Mit Blick auf die WM bleibt er aber realistisch: "Nachdem ich mit Alvaro im Superpole-Rennen gefahren bin, ist es super schwierig, mit diesem Paket zu konkurrieren. Also ist das Beste, was wir tun können, jedes Wochenende das Maximum aus unserer ZX-10RRR herauszuholen."

"Es war ein super schöner Tag für Kawasaki, denn wir haben drei Motorräder auf das Podium gestellt, das Team Suzuka", denn beim Acht-Stunden-Rennen von Suzuka wird Kawasaki Rea, Haslam und Razgatlioglu als Trio ins Rennen schicken. Zuvor steht aber erst einmal Donington auf dem Plan.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Event Misano
Autor Juliane Ziegengeist