Ducati: Alvaro Bautista glänzt, Chaz Davies kämpft mit dem neuen V4-Bike

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Ducati: Alvaro Bautista glänzt, Chaz Davies kämpft mit dem neuen V4-Bike
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18.02.2019, 11:39

Alvaro Bautista fährt beim Testauftakt in Australien in beiden Sessions die Bestzeit - Chaz Davies fehlt das nötige Gefühl für die neue Ducati Panigale V4R

Im Lager von Ducati gab es nach dem Testauftakt auf Phillip Island (Australien) ein zweigeteiltes Bild. Einerseits jubelte Ducati über die Bestzeit von Alvaro Bautista, der am Montag in beiden Sessions die Wertung anführte. Andererseits lagen die restlichen drei Ducati-Piloten weit zurück. Außer Bautista schaffte es keiner der Ducati-Piloten in die Top 10. Vizeweltmeister Chaz Davies verlor knapp zwei Sekunden auf die Bestzeit seines Teamkollegen.

Doch im Fokus stand die Bestzeit des Superbike-Rookies. "Es sind nur Tests, doch es ist besser, so zu starten als zurückzuliegen", kommentiert Bautista die überraschende Bestzeit. Mit seiner 1:30.743er-Runde war der Spanier der einzige Fahrer, der unter 1:31 Minuten fahren konnte. Zudem unterbot er auch den Rundenrekord von Vorgänger Marco Melandri.

"Ich bin ziemlich froh, weil wir verschiedene Abstimmungen bei der Geometrie der Maschine probierten, um das Einlenkverhalten des Motorrads zu verbessern. Wir wollten das bereits in der Vergangenheit testen, doch beim vergangenen Test in Portimao war das schwierig, weil es eine neue Strecke für mich war. Mir fehlten die Vergleichswerte. Deshalb trafen wir die Entscheidung, es zu verschieben", schildert Bautista.

Alvaro Bautista

Oktober 2018: Alvaro Bautista fuhr vor vier Monaten auf Phillip Island die Werks-Ducati

"Hier fühlte ich mich bereits am Vormittag wohl. Ich kam gut zurecht und entwickelte ein gutes Gefühl für die Maschine", berichtet der ehemalige MotoGP-Pilot, der am Montag 61 Runden fuhr. "Wir konnten das Kurvenverhalten der Maschine verbessern. Zudem probierten wir bei der Elektronik kleine Änderungen, um die Stabilität der Maschine zu verbessern. Der Tag war unterm Strich sehr positiv, denn mein Gefühl war gut und die Rundenzeiten ebenfalls."

"Am Dienstag werden wir bei der Elektronik kleine Änderungen vornehmen. Wir haben einige Ideen für die Geometrie, doch wir wissen noch nicht, ob wir diese umsetzen", bemerkt Bautista. "Es wird wichtig sein, einen Longrun zu fahren. Wir konnten heute die Renndistanz mit den Reifen absolvieren, aber nicht am Stück. Morgen werde ich zum Zeitpunkt des Rennens einen Longrun fahren."

Im Vergleich zum Vormittag konnten sich nur wenige Fahrer in der zweiten Session steigern. Auch Bautista fuhr am Nachmittag langsamer, führte aber dennoch die Wertung an. "Die Bedingungen waren am Vormittag ziemlich gut. Es war sehr warm und es gab kaum Wind. Ich konnte einige 1:31er-Runden und viele niedrige und mittlere 1:32er-Runden fahren", berichtet er. Und was nimmt sich der Rookie für den Saisonauftakt vor? "Ich erwarte nichts und versuche, am Wochenende bei den Rennen mein Bestes zu geben. Ich möchte das Fahren genießen. Dann werden wir sehen, welche Ergebnisse herausspringen."

Chaz Davies wird durch die Technik eingebremst

Für Teamkollege Chaz Davies begann der Tag nicht nach Plan. Bereits bei den Vorsaisontests in Europa wurde Davies zurückgeworfen. Dieses Mal war es aber nicht der Rücken, der den Waliser einbremste sondern die Technik. Am Vormittag konnte der Vizeweltmeister nur 21 Runden drehen. Er war einer der wenigen Piloten, die ihre persönlich beste Rundenzeit am Nachmittag fuhren.

Chaz Davies

Chaz Davies konnte noch kein Gefühl für die V4-Ducati aufbauen

"Es war ein ziemlich schwieriger Tag für mich", gesteht Davies. "Momentan konzentriere ich mich darauf, mein Gefühl für das Motorrad zu verbessern, indem wir bei der Abstimmung kleine Fortschritte machen. Wenn ich die Rundenzeiten ausblende, dann erkenne ich Fortschritte in Sachen Gefühl. Wir machen Änderungen, doch es gibt noch viel zu tun, um das Gefühl zu verbessern."

"Ich fuhr auf Grund meiner Rückenprobleme noch nicht allzu viel mit dem neuen Motorrad. Ich konnte die Maschine noch nicht richtig kennenlernen", bedauert Davies, der ohne große Erwartungen ins Rennwochenende starten möchte: "Solange ich mein Selbstvertrauen für die Rennen steigern kann, bin ich happy."

Mit Bildmaterial von Ducati.

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Autor Sebastian Fränzschky
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