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Handgelenke gebrochen: Als Eugene Laverty Hilfe beim WC-Gang benötigte

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Handgelenke gebrochen: Als Eugene Laverty Hilfe beim WC-Gang benötigte
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18.01.2020, 10:44

Eugene Laverty wurde in den vergangenen Jahren einige Male Opfer von Technikpannen: Im Mai 2019 traf es ihn beim WSBK-Event in Imola besonders hart

Egal ob Bremsversagen oder ein Ausfall der Elektronik, Eugene Laverty wurde in den vergangenen Jahren einige Mal Opfer der Technik. In der Saison 2019 musste der Nordire beim WSBK-Lauf in Thailand von seiner Ducati springen, weil die Vorderradbremse versagte. Ein paar Rennen später erwischte es ihn in Imola im Freien Training, als die Traktionskontrolle ausfiel.

Beim Sturz brach sich Laverty beide Handgelenke und war danach eine Weile auf Hilfe angewiesen, um seinen Alltag zu meistern. Wir blicken im Exklusiv-Interview auf die schwierige Zeit nach dem Unfall zurück.

"Die beiden ersten Wochen nach dem Sturz waren sehr schwierig", erinnert sich der ehemalige Ducati-Pilot im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Als ich mir im vergangenen Jahr das Becken brach, musste ich eine Weile im Rollstuhl bewegen. Doch danach konnte ich mich mit Krücken selbst bewegen. Doch dieses Mal hatte ich keine Hände. Das war wirklich schwierig."

Ehefrau Pippa Laverty musste im Alltag helfen

"Man ist hilflos", stellt Laverty fest, der nach seinem Imola-Crash zwei Wochen lang auf die Hilfe von Ehefrau Pippa angewiesen war: "Ich hatte zum Glück meine Frau, die die Aufgaben übernahm, für die man sonst niemanden fragen möchte. Sie musste mich duschen und half mir beim Weg zur Toilette."

Eugene Laverty

Pippy Laverty begleitet ihren Mann zu allen Rennen

Foto: LAT

"Ich kenne einige Fahrer, die sich im Teenager-Alter beide Hände brachen. Diese Fahrer mussten ihre Mütter um Hilfe bitten. Das ist noch viel schlimmer, finde ich", scherzt der BMW-Neuzugang. "Es waren zwei Wochen, bis ich ein paar Dinge selbst erledigen konnte. Danach war ich wieder ein bisschen selbstständiger."

Technikfehler vs. Selbstvertrauen

Technische Pannen, wie der Bremsverlust in Buriram oder der Ausfall der Traktionskontrolle in Imola, sind für das Selbstvertrauen eines Rennfahrers Gift. "Aus mentaler Sicht ist es hart, wenn man solche Probleme hatte", gesteht Laverty, der sich trotzdem immer wieder neu aufrappelte und 2020 vor einer großen Chance steht.

Eugene Laverty

Zu Saisonbeginn fuhr Eugene Laverty mit Ducatis Testmaschine

Foto: LAT

Vor dem Start der vergangenen Saison waren die Hoffnungen groß, mit der neuen Ducati V4R wieder Siege einzufahren. Doch das Go-Eleven-Team fand ganz andere Voraussetzungen vor als die Ducati-Werksmannschft. Rückblickend stuft Laverty besonders die ersten Events als ziemlich riskant ein.

"Vielleicht waren wir zu Beginn der Saison nicht richtig bereit", grübelt er. "Wir starteten mit einer geliehenen Maschine in die Saison. Es war Ducatis Testmaschine. Wir hatten keinerlei Ersatzteile. Das war ziemlich riskant. Erst später verfügten wir über ein komplett eigenes Motorrad."

Die qualvollen Wochen und Monate nach dem Unfall

Nach der monatelangen Verletzungspause kehrte Laverty im Juli beim Heimrennen in Donington zurück. Halbwegs fit war er aber frühestens beim Portimao-Event Anfang September. Auch nach der Sommerpause kämpfte der ehemalige MotoGP-Pilot mit den Nachwirkungen des Imola-Sturzes.

"Die Kraft war nicht das Problem sondern die Beweglichkeit. Das rechte Handgelenk war an sieben Stellen gebrochen. Im Handgelenk gibt es nicht so viel Platz. Deshalb musste ich zu Beginn sehr vorsichtig sein", schildert er.

Eugene Laverty

Neue Chance: Eugene Laverty startet 2020 für das BMW-Werksteam

Foto: BMW Motorrad

"Ich erinnere mich an starke Schmerzen nach dem Rennwochenende in Laguna Seca. Zehn Tage nach dem Event bereiteten mir die Nerven starke Schmerzen, weil sie unter Druck standen", berichtet Laverty und gesteht: "Ich konnte nachts ohne Schmerzmittel nicht schlafen."

"Es war ein starke pumpender Schmerz. Ich konnte zu der Zeit noch nicht einmal mit dem Rennrad fahren. Denn wenn ich mit dem Rad fuhr, kam der Schmerz zurück und ich konnte nicht schlafen. Es war alles miteinander verknüpft", erinnert sich der ehemalige WSBK-Vizeweltmeister. "Ich musste auf meinen Körper hören, um Fortschritte zu erzielen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky