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Imola & Co.: Traditionskurse sind laut Paul Denning die "Seele der WSBK"

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Imola & Co.: Traditionskurse sind laut Paul Denning die "Seele der WSBK"
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18.10.2019, 10:29

Traditionskurse wie Imola und Laguna Seca sind laut dem Yamaha-Teamchef wichtig für die Identität der Superbike-WM - Zudem wünscht er sich einen WM-Lauf in Japan

Der Kalender der Superbike-WM für die Saison 2020 lässt weiterhin auf sich warten. Noch im Oktober soll verkündet werden, welche Strecken in der neuen Saison angesteuert werden. Es wird vermutet, dass Buriram (Thailand) und Laguna Seca (USA) aus dem Kalender fliegen und dafür Oschersleben und ein drittes Event in Spanien dazukommen (zu den jüngsten Entwicklungen).

Das Festhalten an Traditionsstrecken ist laut Yamaha-Teamchef Paul Denning wichtig für die WSBK. Der Brite wünscht sich, dass die Kurse im Kalender bleiben, die in den vergangenen Jahren das Image der Superbike-WM geformt haben. Doch mit Laguna Seca wird 2020 vermutlich eine dieser Strecken aus dem Kalender verschwinden.

"Auch wenn einige Kurse etwas schwierig sind, müssen wir an ihnen festhalten. Ich denke an Kurse wie Imola. Dort regnete es in diesem Jahr so stark, dass es zu einer Absage kam. Laguna Seca ist auch so ein Fall, weil es dort keinen Versorgungsweg gibt. Das erschwert die Durchführung. Der Grund, warum wir an diesen Strecken festhalten sollten, ist, weil sie die Seele der Superbike-WM sind", betont Denning im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

Traditionskurse sind Unterscheidungsmerkmal zur MotoGP

"Außerdem geben sie uns ein Unterscheidungsmerkmal zur MotoGP. Wir fahren in Imola inmitten einer Stadt. Es ist Kult. Das ist ein wichtiger Punkt", hält Denning fest. Laut dem Teamchef von Michael van der Mark und Alex Lowes geht es beim Kalender um die richtige Balance aus Traditionsstrecken und finanziell reizvollen Events.

"Die Dorna muss Vereinbarungen treffen, die aus wirtschaftlicher Sicht funktionieren. Manchmal müssen sie in bestimmten Regionen wirtschaftlich reizvolle Deals abschließen, um sich weniger wirtschaftlich reizvolle Deals in anderen Regionen leisten zu können", so Denning.

Michael van der Mark; Paul Denning

Yamaha-Teamchef Paul Denning (rechts) mit Michael van der Mark

Foto: LAT

"Es ist schade, dass Thailand aus dem Kalender fliegt", bemerkt Denning. "Somit haben wir in Südostasien kein Rennen mehr. Das ist ein riesiger Markt für die Hersteller. Es ist sehr wichtig, dass sich die Dorna darauf konzentriert, Indonesien 2021 sicherzustellen."

"Ich habe aber auch Gerüchte über andere Austragungsorte in Südostasien gehört. Wir dürfen aber auch die Europa-Rennen nicht vernachlässigen und sollten wenigstens acht oder neun Events in Europa haben. Es geht um die richtige Balance", kommentiert der Brite.

Der Wunsch nach einem Rennen in Japan

Mit Yamaha, Kawasaki und Honda sind drei japanische Hersteller werksseitig vertreten, doch seit Jahren wird nicht mehr in Japan gefahren. "Ich würde es lieben, in Japan zu fahren. Man müsste mal bei der Dorna nachhaken, warum wir nicht in Japan fahren. Es muss wirtschaftliche Gründe haben, denn auch die Zuschauerzahlen der MotoGP in Motegi sind ziemlich schlecht", stellt Denning fest.

"Der Motorsport erlebt in Japan schwierige Zeiten. Es würde helfen, wenn die Superbike-WM in Japan gastiert", ist Denning überzeugt und fügt hinzu: "Die Kollegen in Japan nehmen im Moment nur das 8-Stunden-Rennen von Suzuka und die MotoGP wahr."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky