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Jonathan Rea über Kawasaki: "Raum für weitere Verbesserungen sehr gering"

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Jonathan Rea über Kawasaki: "Raum für weitere Verbesserungen sehr gering"
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09.05.2019, 08:01

Der Superbike-Weltmeister bezeichnet die Ducati Panigale V4R im Exklusivinterview als "Game-Changer" und bestätigt, dass Kawasaki an "die Grenzen stößt"

Kein Sieg in den ersten elf Rennen der WSBK-Saison 2019: Die Dominanz von Weltmeister Jonathan Rea ist Geschichte. Mit Ducati-Pilot Alvaro Bautista hat Rea einen neuen Herausforderer erhalten, der voll auf Kurs ist, die Meisterschaft zu gewinnen. Während Bautista bei Ducati weiteren Spielraum für Fortschritte sieht, muss sich Kawasaki mit den Feinheiten der ZX-10RR beschäftigen, um weitere Verbesserungen zu erzielen.

Nach vier Jahren Kawasaki-Dominanz greift Ducati mit dem neuen V4-Superbike nach dem ersten Titel seit 2011. "Mit Sicherheit ist es ein Game-Changer", kommentiert Rea im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Ducati nutzte das Wissen aus der MotoGP, um mit der V4R ein radikales Superbike auf die Beine zu stellen. Es wird vermutet, dass die anderen Hersteller in den kommenden Jahren nachziehen und ebenfalls radikalere Homologationsmodelle anbieten, als es aktuell der Fall ist.

Passt Kawasaki die Philosophie an?

Werden MotoGP-Erfahrungen in Zukunft die Voraussetzung sein, um in der Superbike-WM vorne mitzumischen? "Das glaube ich nicht", erklärt Rea. "Ich denke, die Ingenieure bei Kawasaki sind ziemlich clever. Ich habe keine Zweifel am Wissen und der Erfahrung der Ingenieure."

"Die Philosophie ist eine andere", vergleicht Rea. "Wir bauen eine Straßenmaschine und modifizieren diese dann für den Rennsport. Es ist eine andere Philosophie. Ich weiß nicht, ob sich das in Zukunft ändern wird bei den verschiedenen Herstellern."

Jonathan Rea

Jonathan Rea weiß, dass Kawasaki nur noch feine Details verbessern kann

Foto: LAT

Es ist offensichtlich, dass Kawasaki bei der aktuellen ZX-10RR das Limit erreicht hat. "Natürlich kann man sich immer weiter verbessern. Im Rennsport geht es immer darum, sich weiterzuentwickeln. In diesem Jahr haben wir eine neue Basis. Die 2019er-Kawasaki hat Schlepphebel anstatt Tassenstößeln. Zudem hat Kawasaki neue Pleuel", verweist er auf die Titanpleuel der 2019er-Version.

Ist das ZX-10RR-Konzept am Ende der Entwicklung?

"Die Drehzahl ist höher als im vergangenen Jahr. Dadurch haben wir im Renntrimm mehr Möglichkeiten. Der Motor dreht 500 Umdrehungen/Minute höher als in der Saison 2018. Das hilft. Doch im Moment stoßen wir an unsere Grenzen", gesteht Rea.

"Ich beschäftige mich mit meiner Crew intensiv mit der Chassisbalance, damit wir in diesem Bereich kleine Fortschritte erzielen können, indem wir die Rückmeldung der Maschine verbessern", bemerkt der Nordire und fügt hinzu: "Ich denke, dass der Raum für weitere Verbesserungen sehr gering ist."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky