Kawasaki wird der Favoritenrolle beim Auftakt bisher nur bedingt gerecht

Jonathan Rea erlebt einen enttäuschenden Saisonauftakt und rettet als Fünfter wichtige Punkte – Tom Sykes beschert Kawasaki in Australien ein Podium.

Kawasaki wird der Favoritenrolle beim Auftakt bisher nur bedingt gerecht
Tom Sykes, Kawasaki Racing
Tom Sykes, Kawasaki Racing
Tom Sykes, Kawasaki Racing
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Jonathan Rea, Kawasaki Racing

Mit den Plätzen zwei und fünf war Kawasaki beim Saisonauftakt auf Phillip Island nur zweite Kraft. Ducati brachte drei Motorräder in die Top 4 und setzte nach den durchwachsenen Wintertests ein erstes Ausrufezeichen. Besonders Weltmeister Jonathan Rea erlebte am Samstag ein enttäuschendes Rennen. Von Startplatz sechs stürmte der Titelverteidiger auf Position zwei vor, wurde in der Schlussphase aber auf Grund eines Reifenproblems durchgereicht. Teamkollege Tom Sykes rettete die Kawasaki-Ehre mit Platz zwei.

Insgesamt 18 Runden lang führte Sykes das Feld sogar an. Schlussendlich musste sich der Brite nur Marco Melandri (Ducati) geschlagen geben. Über das Podium freute sich Sykes sehr, denn Phillip Island zählt nicht zu seinen Paradestrecken. Er stand zum 101. Mal auf dem WSBK-Podium. Es war Sykes' 100. Podium für Kawasaki. Zuvor sicherte er sich seine 43. Pole-Position und egalisierte Troy Corsers Allzeitbestmarke.

"Ich lachte vom Start bis ins Ziel", bemerkt Sykes. "Ich kam gut von der Linie weg und war mit meinem Motorrad zufrieden. Wir haben beim Test und in den Freien Trainings unsere Hausaufgaben gemacht, als wir einen Satz Reifen in zwei Sessions verwendeten."

"Durch den starken Wind konnte ich in einigen Kurven nicht so fahren wie im Training. Deshalb ging fünf Runden vor Rennende mein Hinterreifen ein. Kurz danach bekam ich in Kurve drei und in der letzten Kurve Probleme mit der Front", erklärt Sykes. "Morgen ist ein weiterer Tag und ich bin ziemlich zuversichtlich."
Jonathan Rea brachte seine Kawasaki mit Samthandschuhen ins Ziel. Der Hinterreifen war völlig verschlissen, da er zu heiß wurde. "Ab Runde 16 hatte ich eine Blase im Hinterreifen. Bis dahin fühlte sich das Motorrad gut an", kommentiert der Weltmeister.

"Einerseits hielt der Reifen den Belastungen nicht stand und andererseits fuhr ich nicht zu 100 Prozent natürlich. Ich suche noch nach einem besseren Gefühl. Wir haben das Motorrad intensiv umgebaut, um ein gutes Gefühl aufzubauen. Es gelang uns aber nicht", ärgert sich Rea.

"Die Vibrationen waren so stark, dass ich dachte, einen Sturz wie in Donington zu erleben. Ich überlegte, in die Box zu fahren und aufzugeben. Doch ich hielt durch und beendete das Rennen, um ein paar Punkte zu retten", so der Titelverteidiger. Im zweiten Rennen müssen die Fahrer zu einem Pflicht-Reifenwechsel an die Box kommen, da Pirelli die Sicherheit der Fahrer nicht garantieren kann.

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