Markus Reiterberger: Was Althea zu seinen Erfolgen sagt

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Markus Reiterberger: Was Althea zu seinen Erfolgen sagt
Autor: Sebastian Fränzschky
27.06.2018, 05:36

In der Superstock-EM ist Markus Reiterberger im Trockenen der dominante Fahrer und voll auf Titelkurs: Beim Ex-Team des Bayern redet man die Erfolge klein.

Die Saison 2017 begann für Markus Reiterberger wie ein Alptraum. Nach nur drei Rennwochenenden trennte sich der BMW-Pilot vom Althea-Team und kehrte zurück zu seinem alten Team, mit dem er später die IDM dominierte. In diesem Jahr demonstriert der ehemalige WSBK-Stammpilot in der Superstock-1000-EM sein Talent und fährt auf trockener Strecke meist in einer eigenen Liga. Selbst die Zeiten von Althea-WSBK-Pilot Loris Baz konnte Reiterberger an einigen Wochenenden erreichen – mit profilierten Reifen und einer Stock-Maschine.

"Auch mein Teamkollege ist manchmal an einigen Stellen schneller als ich", kommentiert Althea-Pilot Loris Baz im Gespräch mit 'Motorsport.com' die starken Leistungen von Reiterberger. "Wenn man Probleme mit der Elektronik hat und es nicht hinbekommt, dann ist es einfacher, 20 PS weniger zu haben, die man sowieso nicht auf den Asphalt bringt. Reiti ist schnell und war in der Superstock-Meisterschaft immer schnell. Er leistet dort gute Arbeit."

Beim Stock-EM-Auftakt in Aragon und später in Assen blamierte Reiterberger die Althea-WSBK-Truppe und fuhr Zeiten auf Superbike-Niveau. "Ich hoffe, dass wir uns nicht wieder in dieser Situation befinden werden", bemerkt Baz, der stellenweise langsamer war als Reiterberger mit der Stock-BMW. "Das ist aber nichts Verrücktes, denn die Unterschiede zwischen den Maschinen sind nicht so groß", verteidigt sich der ehemalige MotoGP-Pilot.

Markus Reiterberger, Jordi Torres und Raffaele De Rosa, Althea Racing

Markus Reiterberger, Jordi Torres und Raffaele De Rosa, Althea Racing

Foto: Althea Racing

Althea-Boss Genesio Bevilacqua hat ebenfalls mitbekommen, was sein ehemaliger Schützling in der Stock-EM zeigt. Doch laut dem erfolgsverwöhnten Teammanager kann Reiterberger nur mit der Stock-BMW brillieren. In der Superbike-WM sieht es anders aus.

"Markus ist ein sehr netter Kerl und hat sehr viel Erfahrung mit der BMW. Er kennt das Motorrad seit neun Jahren. Er kann sein Talent in der Superstock-Meisterschaft sehr gut zeigen. Er gewann die IDM und zeigte bei Althea einige gute Rennen in der Superbike-WM. Im Vergleich waren seine Ergebnisse in der WSBK aber schlechter als in der Stock-EM", analysiert Bevilacqua auf Nachfrage von 'Motorsport.com'.

Dass Reiterberger in einer eigenen Liga fährt, möchte Bevilacqua nicht so stehen lassen: "Während der Tests und Trainings ist er immer sehr schnell. Doch für mich ist der Renntag entscheidend. Er ist gut, aber nicht so dominant."

"Ich habe sehr viel Respekt vor Markus. Mit einem guten Motorrad kann er deutlich bessere Ergebnisse einfahren als im Vorjahr. Doch die Performance des Motorrads hat Jordi Torres, Markus und jetzt auch Loris zurückgeworfen", kritisiert der Althea-Boss die Performance der BMW S1000RR.

Mit dem Support von BMW ist Bevilacqua nicht zufrieden. "In der Saison 2013 wurde die Entwicklung der Maschine beendet. Wir ändern hier und da etwas an der Schwinge oder an den Federelementen, doch das sind keine grundlegenden Änderungen. Die Elektronik ist unverändert, der Motor ist sehr gut. Der Motor ist zu gut für die Elektronik", so der Italiener.

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Rennserie Superbike-WM
Fahrer Markus Reiterberger
Autor Sebastian Fränzschky
Artikelsorte News