Melandri ärgert sich über fehlenden Zusammenhalt unter den Fahrern

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Melandri ärgert sich über fehlenden Zusammenhalt unter den Fahrern
27.01.2019, 08:04

WSBK-Routinier Marco Melandri kritisiert das neue Format mit drei Rennen und reagiert verärgert, weil sich die anderen Fahrer nicht engagieren

Ab der WSBK-Saison 2019 werden pro Rennwochenende drei Rennen gestartet. Neben den gewohnten Rennen am Samstag- und Sonntagnachmittag gibt es ein zusätzliches Sprintrennen am Sonntag, bei dem es um Startaufstellung für das spätere Hauptrennen und zusätzliche Punkte für die WM geht. Einige Fahrer haben Bedenken geäußert, dass ein Sturz im Sprintrennen zur Folge haben könnte, dass das Motorrad bis zum Hauptrennen nicht wieder einsatzbereit ist. Auch Routinier Marco Melandri (GRT-Yamaha) teilt diese Sorgen. Doch die Fahrer haben bisher nichts unternommen, um das neue Format zu ändern.

"Die anderen Fahrer kümmern sich nicht darum. Ich habe es zwei Mal probiert, mit ihnen über gemeinsame Ideen zu sprechen. Lediglich Johnny (Rea) wollte mitmachen", prangert Melandri im Gespräch mit 'MCN' den fehlenden Zusammenhalt unter den Superbike-Piloten an. "Da sich die anderen Fahrer nicht kümmern und nicht zusammenhalten, können wir nicht mit Ideen an die Dorna herantreten. Einige Fahrer scheinen interessiert zu sein, wenn ich Ideen erkläre. Doch wenn man etwas zusammengebracht hat, zeigt niemand Interesse, Input zu liefern."

Melandri ist ein klarer Gegner des Sprintrennens, weil das Risiko hoch ist, viel zu verlieren. "Was ich nicht mag, ist die Tatsache, dass wir in einem Qualifying-Rennen Punkte erhalten. Das ist nicht richtig, finde ich. Wir werden noch mehr Risiko eingehen als in einem normalen Rennen, weil die Renndistanz kürzer ist. Man muss also schneller starten", so der Italiener.

Durch die Ein-Motorrad-Regel stehen die Mechaniker extrem unter Druck, sollte ein Fahrer im Sprintrennen stürzen. Mit zwei Motorrädern wäre das Problem vom Tisch. Dann hätte Melandri nichts gegen die Idee eines zusätzlichen Rennens. "Ich fahre gerne Rennen. Ein drittes Rennen ist also okay. Wenn ein Sprintrennen die Show steigert, dann bin ich dafür", erklärt Melandri.

Neben der Startaufstellung für das Rennen am Sonntagnachmittag winken in etwa halbe Punkte für das Sprintrennen. Der Sieger erhält zwölf Punkte, der Zweite bekommt neun Zähler und der Drittplatzierte sieben Punkte. Bis zu Platz neun wird jeweils ein Punkt weniger vergeben.

Mit Bildmaterial von LAT.

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