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Michael van der Mark über Coronavirus-Folgen: "Der Motorsport wird leiden"

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Michael van der Mark über Coronavirus-Folgen: "Der Motorsport wird leiden"
Autor:
Co-Autor: Mark Bremer
26.04.2020, 12:40

Der Yamaha-Werkspilot rechnet mit wirtschaftlichen Einbußen - Die neue Vielfalt in der Superbike-WM macht Mut - Von Ex-Teamkollege Alex Lowes ist er überrascht

Die Superbike-WM befindet sich weiterhin in der Coronavirus-Zwangspause. Insider sorgen sich um die Zukunft einiger Teams, denn im Gegensatz zur Moto2 und Moto3 gab es bisher keine Hilfspakete für die Privatteams. Ausbleibende Sponsorengelder in Zukunft machen die Aussichten nicht besser.

Auch Yamaha-Werkspilot Michael van der Mark sorgt sich um die Zukunft: "Für dieses Jahr hoffe ich, dass wir am Ende eine angemessene Anzahl von Rennen fahren können, was die finanzielle Situation für diese Saison sicherlich entspannen dürfte. Wie viele andere Sektoren wird die Motorradindustrie - und damit auch der Motorsport - unter finanziellen Folgen leiden, aber in welchem Umfang, das kann ich im Moment nur schwer abschätzen."

Offen ist, wie und wann es weiter geht. "Ich überlasse das gerne den Verantwortlichen, aber ich nehme an - und hoffe -, dass wir noch ein paar arbeitsreiche Monate haben könnten. Auf jeden Fall werde ich dafür sorgen, dass ich fit bleibe, damit ich bereit bin, auch wenn es in kurzer Zeit viele Rennen gibt. Ich würde gerne ein Rennen fahren, natürlich erst dann, wenn es für alle Beteiligten wieder sicher ist", so van der Mark im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

Michael van der Mark

Michael van der Mark sorgt sich um die finanziellen Folgen der Krise

Foto: Motorsport Images

"Zum Glück habe ich Zuhause etwas Platz, also habe ich einen kleinen Fitnessraum eingerichtet, um hier fit zu bleiben", bemerkt van der Mark, der auch virtuelle Rennen nicht ablehnt: "Ich mag definitiv Rennspiele! Aber im Moment ist das Wetter viel zu schön, um drinnen zu sitzen und zu spielen!"

Beim Saisonauftakt in Australien mischte van der Mark mit beim Kampf um die Siege. Schlussendlich gelang es aber Ex-Teamkollege Alex Lowes, Phillip Island als WM-Leader zu verlassen. "Ich wusste, dass Alex schnell sein kann, nur während des Tests auf Phillip Island war er nicht sehr stark. Als wir die Rennen hatten, war es also definitiv eine Überraschung", gesteht der Holländer.

Phillip Island zeigte, dass in diesem Jahr mehrere Fahrer an der Spitze mitmischen können. "Das ist genau das, was die Meisterschaft braucht. Mehr verschiedene Fahrer an der Spitze und verschiedene Motorräder. Obwohl es schwierig ist, alles genau vorherzusagen, wenn man die Rennen auf Phillip Island betrachtet, wo normalerweise alle dicht beieinander liegen. Hoffen wir, dass dies den Rest des Jahres so bleibt", so van der Mark.

Honda präsentierte sich beim Start der neuen Saison in deutlich stärkerer Form als in den vergangenen Jahren. "Es ist klar, dass sie jetzt in der Superbike-WM auf eine völlig andere Art und Weise arbeiten. Für die Meisterschaft ist es gut, dass sie mit der neuen Fireblade zurückkehren. Der Motor scheint viel Kraft und ein großes Potenzial zu haben", stellt van der Mark fest, der bei seinen WSBK-Debüt für Honda fuhr.

Abschließend fragen wir den Holländer, welche fünf Strecken er am liebsten im Kalender hätte, wenn es in diesem Jahr nur noch fünf Events geben würde. Van der Mark nominiert Assen, Misano, Portimao, Donington und Jerez. Ein WSBK-Event in Assen ist aber mittlerweile unwahrscheinlich, weil die Restriktionen der Regierung Großveranstaltungen unmöglich machen.

Mit Bildmaterial von Ducati.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky