Von 69 auf 1: Die Karriere von Nicky Hayden in MotoGP und Superbike-WM

44,334 Aufrufe

Die Motorrad-Rennfahrerkarriere von "Kentucky Kid" Nicky Hayden: Von den Anfängen in den USA über den WM-Titel in der Königsklasse MotoGP bis zum letzten Wochenende in der Superbike-WM.

Nicky Hayden

Nicky Hayden
1/69

Nicky Hayden (geboren am 30. Juli 1981 in Owensboro im US-Bundesstaat Kentucky) wächst in einer echten Biker-Familie auf. Vater Earl Hayden fährt ebenso Motorradrennen wie Mutter Rose Hayden.

Der Hayden-Clan

Der Hayden-Clan
2/69

Rose und Earl Hayden haben 5 Kinder. Nicky (im Bild knieend am Auto) wächst mit seinen beiden Brüdern Tommy und Roger, die ebenfalls Profi-Rennfahrer werden, und mit seinen beiden Schwestern Jenny und Kathleen in Owensboro auf. Schon in der Kindheit und Jugend wird an und auf Rennstrecken mehr Zeit verbracht als anderswo.

2000 und 2001: Erste Erfolge mit dem AMA Superbike

2000 und 2001: Erste Erfolge mit dem AMA Superbike
3/69

Nach zahlreichen Erfolgen in jungen Jahren auf Dirt-Tracks und Flat-Tracks beginnt Nicky Hayden seine Profi-Karriere im Motorradrennsport Ende der 1990er Jahre. Er tritt zunächst in den Aufstiegsklassen der AMA (American Motorcycle Association) an, bevor er 1999 in die AMA Superbike-Meisterschaft aufsteigt. In der Saison 2000 gelingt ihm in Elkhart Lake der 1. Sieg. Hayden bleibt den AMA Superbikes 4 Jahre lang treu. Das Foto zeigt ihn in der Saison 2001, in der er 3 Rennen gewinnt.

Die Sache mit der Startnummer 69

Die Sache mit der Startnummer 69
4/69

Als Startnummer prangt auf den Bikes von Nicky Hayden von Beginn an die 69. Diese geht auf Vater Earl Hayden zurück. Der hatte sich in seiner aktiven Karriere eher scherzhaft für die 69 entschieden, weil man diese Nummer auch dann noch richtig lesen könne, wenn sich das Bike überschlägt...

2002: AMA Superbike-Champion

2002: AMA Superbike-Champion
5/69

2002 gewinnt Nicky Hayden im Sattel der Honda RVT1000R von Honda America seinen 1. Titel. Mit 9 Saisonsiegen wird er im Alter von 21 Jahren der jüngste AMA Superbike-Champion der Geschichte. 2 seiner Saisonsiege auf dem Weg zum Titel holt Hayden in Road Atlanta (Foto). Als AMA Superbike-Champion ist "Kentucky Kid" bereit, die Welt zu erobern, die da heißt MotoGP.

Suzuka 2003: MotoGP-Debüt an tragischem Wochenende

Suzuka 2003: MotoGP-Debüt an tragischem Wochenende
6/69

Sein MotoGP-Debüt und damit seinen Einstand in der Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft gibt Nicky Hayden beim tragischen Grand Prix von Japan 2003 in Suzuka, bei dem Daijiro Kato sein Leben lässt. Hier ist Hayden vor dem Start des Rennens zusammen mit seinen ebenfalls im Starterfeld befindlichen US-Landsmännern John Hopkins, Kenny Roberts Jr. und Colin Edwards zu sehen. Hayden startet bei seinem MotoGP-Debüt von Position 22 und kämpft sich bis auf Platz 7 nach vorn.

2003: Honda-Werksfahrer als Teamkollege von Valentino Rossi

2003: Honda-Werksfahrer als Teamkollege von Valentino Rossi
7/69

Nicky Hayden fährt in seiner 1. MotoGP-Saison eine Honda RC211V im Werksteam. Als Teamkollege könnte der Rookie keine höhere Messlatte haben, fährt er doch an der Seite des amtierenden Weltmeisters Valentino Rossi. Wie schon in den USA, so tritt Hayden auch auf internationaler Bühne, im Sinne der Familientradition, mit der Startnummer 69 an.

Sachsenring 2003: Erstmals Top 5

Sachsenring 2003: Erstmals Top 5
8/69

Nicky Hayden fährt auf der MotoGP-Bühne eine starke Rookie-Saison. Beim Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring (Foto) fährt er erstmals in die Top 5. Zu seinem 1. Podestplatz kommt Hayden beim Grand Prix von Pazifik im japanischen Motegi, kann diesen aber nicht auf dem Podium feiern, weil er infolge der Disqualifikation von Makoto Tamada (Pramac-Honda) erst nachträglich vom 4. auf den 3. Platz nach vorn rückt.

Phillip Island 2003: Premiere auf dem Podium

Phillip Island 2003: Premiere auf dem Podium
9/69

2 Wochen nach Motegi darf Nicky Hayden erstmals auf dem Podest feiern. Beim Grand Prix von Australien auf Phillip Island holt er Platz 3 hinter seinem siegreichen Honda-Teamkollegen Valentino Rossi und hinter Loris Capirossi (Ducati; 2.). Am Saisonende ist Hayden starker 5. der Gesamtwertung und damit bester Rookie des Jahres. Der WM-Titel geht an Teamkollege Rossi.

2004: Auf der Verfolgung von Valentino Rossi

2004: Auf der Verfolgung von Valentino Rossi
10/69

In der MotoGP-Saison 2004 holt Nicky Hayden erneut 2 Mal Platz 3. Die Gesamtwertung beendet er auf Rang 8. Weltmeister wird abermals Valentino Rossi, der nun aber für das Yamaha-Werksteam fährt. Hier ist Hayden beim Saisonfinale in Valencia direkt hinter Rossi zu sehen. Haydens Honda-Teamkollege ist 2004 der Brasilianer Alex Barros, der die Gesamtwertung auf Platz 5 abschließt, das Team aber umgehend wieder verlassen muss. Der Nachfolger folgt Hayden auf diesem Bild: Max Biaggi.

2005: Teamkollege von Max Biaggi

2005: Teamkollege von Max Biaggi
11/69

Während sich Alex Barros für die MotoGP-Saison 2005 dem Honda-Team von Sito Pons anschließt, hält Nicky Hayden dem Honda-Werksteam die Treue. Der neue Teamkollege Max Biaggi hat mit Barros im Winter die Bikes getauscht. Mit der Werks-Honda kann der Italiener aber nicht so glänzen, wie es ihm in den 2 Jahren zuvor mit der Pons-Honda gelungen war. Biaggi bleibt 2005 sieglos und muss der MotoGP-Szene am Saisonende Ciao sagen.

Der neue Liebling von Honda

Der neue Liebling von Honda
12/69

Ganz anders Nicky Hayden. Mit seinem strahlenden Lachen und seiner zugänglichen Art macht sich "Kentucky Kid" in der MotoGP-Szene schnell viele Freunde. Doch nicht nur damit. Mit seiner unermüdlichen Arbeitsweise und seinem großen Lernwillen kommt der US-Boy bei den Honda-Technikern bestens an.

Laguna Seca 2005: Der 1. MotoGP-Sieg

Laguna Seca 2005: Der 1. MotoGP-Sieg
13/69

Der Durchbruch gelingt Nicky Hayden in der Saison 2005 passenderweise beim Heimrennen, dem Grand Prix der USA in Laguna Seca. Diese Strecke kennt der US-Amerikaner aus seiner AMA-Zeit bestens und so ist er beim dortigen Comeback der Motorrad-Weltmeisterschaft nicht zu schlagen. Auf seine 1. Pole-Position lässt er tags darauf seinen 1. Sieg folgen.

Laguna Seca 2005: Der 1. MotoGP-Sieg

Laguna Seca 2005: Der 1. MotoGP-Sieg
14/69

Und so feiert Nicky Hayden auf dem Podium in Laguna Seca 2005 seinen Premierensieg in der Weltmeisterschaft. Mit ihm feiern die Yamaha-Piloten Colin Edwards (2.; links) und Valentino Rossi (3.; verdeckt). Die Ehrenrunde unmittelbar vor der Siegerehrung hat Nicky Hayden zusammen mit Vater Earl Hayden (auf dem Sozius der Honda sitzend) absolviert.

2005: WM-Platz 3 hinter Valentino Rossi und Marco Melandri

2005: WM-Platz 3 hinter Valentino Rossi und Marco Melandri
15/69

Im weiteren Verlauf der MotoGP-Saison 2005 fährt Nicky Hayden noch 2 weitere Male auf die Pole-Position und schließt die Saison mit 4 Podestplätzen in Folge ab. In der Tabelle belegt der US-Boy in Diensten des Honda-Werksteams nach insgesamt 6 Podestplätzen inklusive seines Laguna-Seca-Sieges den 3. Gesamtrang. Weltmeister wird abermals Valentino Rossi (Yamaha). Vize-Weltmeister wird Marco Melandri, der mit seiner Gresini-Honda die letzten beiden Saisonrennen gewinnt.

2006: Die letzte Saison der 990er-Ära

2006: Die letzte Saison der 990er-Ära
16/69

Auch 2006 fährt Nicky Hayden für das Honda-Werksteam. Es ist die letzte Saison mit den großen 990-Kubikzentimeter-Motoren und somit die letzte Saison der Honda RC211V. Für eben diese Saison bekommt Hayden schon wieder einen neuen Teamkollegen, seinen 4. in 4 Jahren MotoGP. Es ist ...

2006: Neuer Teamkollege Dani Pedrosa geigt auf

2006: Neuer Teamkollege Dani Pedrosa geigt auf
17/69

... der zweimalige und amtierende 250er-Weltmeister Dani Pedrosa. Der kleingewachsene Spanier tritt die Nachfolge von Max Biaggi an und ist mit der großen Honda RC211V anders als Biaggi von Beginn an im Stande, Nicky Hayden einzuheizen. Schon bei seinem 4. MotoGP-Rennen, dem Grand Prix von China in Shanghai, fährt Pedrosa vor Hayden zum Sieg. Der US-Amerikaner aber fährt 2006 eine überaus konstante Saison mit insgesamt 10 Podestplätzen bei 17 Rennen.

Assen 2006: "Kentucky Kid" vs. "Texas Tornado"

Assen 2006: "Kentucky Kid" vs. "Texas Tornado"
18/69

Seinen 1. Saisonsieg 2006 holt sich Nicky Hayden auf dramatische Art und Weise bei der Dutch TT in Assen. Nach rundenlangem Duell gegen Colin Edwards auf der Werks-Yamaha läuft es auf die letzte Schikane der letzten Runde hinaus. In dieser schlittert "Kentucky Kid" geradeaus durchs Kiesbett. Weil aber gleichzeitig der "Texas Tornado" spektakulär aus dem Sattel fliegt, gewinnt Hayden doch noch und holt damit für Honda den 200. Rennsieg in der Königsklasse der Motorrad-WM.

Laguna Seca 2006: 2. Saisonsieg und 2. Heimsieg

Laguna Seca 2006: 2. Saisonsieg und 2. Heimsieg
19/69

Nur 4 Wochen nach Assen lässt Nicky Hayden seinen 2. Saisonsieg 2006 folgen: beim Grand Prix der USA in Laguna Seca. Diesmal kommt er bei seinem Heimrennen "nur" vom 6. Startplatz, zeigt aber am Sonntag wie schon im Jahr zuvor klar, wer der Herr im Ring ist.

Laguna Seca 2006: Der letzte MotoGP-Sieg

Laguna Seca 2006: Der letzte MotoGP-Sieg
20/69

Noch auf der Ehrenrunde nimmt Nicky Hayden im berühmt-berüchtigten Corkscrew von Laguna Seca seinen Helm ab und feiert seinen erneuten Heimsieg überschwänglich. Nach Laguna Seca 2005 und Assen 2006 ist es der 3. Sieg in der MotoGP-Karriere von Hayden und es wird sein letzter auf dieser Bühne bleiben. Der ganz große MotoGP-Triumph wird für "Kentucky Kid" trotzdem erst noch kommen.

Valencia 2006: WM-Finale gegen Valentino Rossi

Valencia 2006: WM-Finale gegen Valentino Rossi
21/69

Beim MotoGP-Saisonfinale 2006 kämpft Nicky Hayden mit seiner Werks-Honda gegen Valentino Rossi auf der Werks-Yamaha um den WM-Titel. Nachdem Hayden die Gesamtwertung über weite der Strecken der Saison angeführt hat, musste er sie beim vorletzten Saisonrennen, dem Grand Prix von Portugal in Estoril, an Rossi abtreten. Der Grund: Hayden wurde schon früh im Rennen ausgerechnet vom eigenen Teamkollegen Dani Pedrosa abgeräumt.

Valencia 2006: Sturz von Valentino Rossi

Valencia 2006: Sturz von Valentino Rossi
22/69

So stellt sich beim Finalrennen in Valencia der Großteil des Publikums schon auf den nächsten WM-Titel für Valentino Rossi ein. Doch es kommt anders. "The Doctor" geht früh im Rennen zu Boden und bringt, nachdem er sich wieder aufgerappelt hat, nur Platz 13 ins Ziel. Im Gegenzug holt Nicky Hayden hinter den beiden Ducati-Piloten Troy Bayliss und Loris Capirossi den 3. Platz.

Valencia 2006: MotoGP-Weltmeister

Valencia 2006: MotoGP-Weltmeister
23/69

Mit diesem 3. Platz hat Nicky Hayden im letzten Moment doch wieder die WM-Führung von Valentino Rossi übernommen und ist MotoGP-Weltmeister 2006. Nach der Zieldurchfahrt gibt es kein Halten mehr. Die Freudentränen fließen nicht nur in Valencia in Strömen.

MotoGP-Weltmeister 2006

MotoGP-Weltmeister 2006
24/69

Unterm Strich gewinnt Nicky Hayden den MotoGP-Titel 2006 mit 5 Punkten Vorsprung auf Valentino Rossi. Damit hat "Kentucky Kid" sein persönliches Karriere-Motto "Chasin' a Dream" erfolgreich zum Abschluss gebracht. Der Traum ist für ihn, seine Familie, seine Freunde und seine Fans tatsächlich wahr geworden!

2007: Von der 69 zur 1

2007: Von der 69 zur 1
25/69

In der MotoGP-Saison 2007 tritt Nicky Hayden zum einzigen Mal in seiner Profi-Karriere nicht mit der Startnummer 69 an. Stattdessen macht er vom Recht des Weltmeisters Gebrauch, die Startnummer 1 zu wählen. Die 69 ist trotzdem immer mit dabei. Sie ist klein in die 1 eingearbeitet. Sportlich läuft die Saison für Hayden allerdings alles andere als erstklassig.

2007: 800er-Bike verlangt anderen Fahrstil

2007: 800er-Bike verlangt anderen Fahrstil
26/69

Weil die Hubraumgröße der MotoGP-Triebwerke zur Saison 2007 von 990 auf 800 Kubikzentimeter reduziert wird, ist mit der neuen Honda RC212V ein ganz anderer Fahrstil gefragt, als es Nicky Hayden von seiner geliebten RC211V kannte. Der auf den Dirt-Tracks groß gewordene US-Boy kann sein neues MotoGP-Bike nicht mehr so stark mit dem Gasgriff steuern, sondern muss mehr auf die Elektronik vertrauen. Diese Umgewöhnung zeigt sich in den Ergebnissen.

Sachsenring 2007: Einer von nur 3 Podestplätzen

Sachsenring 2007: Einer von nur 3 Podestplätzen
27/69

Den Sprung auf das Podest schafft Nicky Hayden in der Saison 2007 nur 3 Mal, unter anderem beim Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring mit Platz 3 hinter seinem siegreichen Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa und hinter Loris Capirossi (Ducati; 2.). Von einer möglichen Titelverteidigung ist Hayden meilenweit entfernt. Mit 240 Punkten Rückstand auf den neuen Weltmeister – Capirossis Ducati-Teamkollege Casey Stoner – beendet Hayden die Saison auf dem 8. Gesamtrang.

2008: Rückkehr zur 69

2008: Rückkehr zur 69
28/69

So muss Nicky Hayden als entthronter Champion für die MotoGP-Saison 2008 die Startnummer 1 wieder gegen seine angestammte Startnummer 69 eintauschen. Die alten Erfolge kehren aber auch mit der gewohnten Nummer nicht zurück. 2008 ist die 2. von insgesamt 5 Saisons der 800er-Ära und in dieser Saison schafft es Hayden gar nur 2 Mal auf das Podest, unter anderem ...

Indianapolis 2008: Platz 2 beim Comeback nach Auszeit

Indianapolis 2008: Platz 2 beim Comeback nach Auszeit
29/69

... bei seinem 2. Heimrennen im Kalender, dem Grand Prix von Indianapolis. Auf dem Infield-Kurs des berühmten Indianapolis Motor Speedway wird erstmals ein MotoGP-Rennen ausgetragen. Dort gibt Nicky Hayden sein Comeback nach 2 verpassten Rennen (Brno und Misano). Ursache für die Auszeit war ein Supermoto-Unfall im Rahmen der X-Games in Los Angeles.

Indianapolis 2008: Echtes Heimspiel im MotoGP-Kalender

Indianapolis 2008: Echtes Heimspiel im MotoGP-Kalender
30/69

Indianapolis ist für Nicky Hayden im Gegensatz zu Laguna Seca ein echtes Heimspiel, liegt die historische Anlage doch nur 3 Autostunden von Owensboro entfernt. Am Renntag schüttet es in Indy im Namen von Hurrikan "Ike" wie aus Kübeln. Hayden, der sich bei Regenrennen stets stark präsentiert, belegt hinter Sieger Valentino Rossi (Yamaha) den 2. Platz.

Valencia 2008: Abschied von Honda

Valencia 2008: Abschied von Honda
31/69

Als die MotoGP-Saison 2008 in Valencia zu Ende geht, tritt Nicky Hayden mit einer Sonderlackierung an seiner Honda RC212V an. Diese geht auf ein Jubiläum im Hause von Hauptsponsor Repsol zurück. Die Gesamtwertung beendet Hayden auf Platz 6 und damit kehrt er Honda (vorerst) den Rücken. In der kommenden Saison 2009 wird der US-Amerikaner erstmals in seiner Profi-Karriere für einen anderen Hersteller als Honda fahren.

2009: Wechsel zu Ducati als Teamkollege von Casey Stoner

2009: Wechsel zu Ducati als Teamkollege von Casey Stoner
32/69

Nicky Hayden schließt sich für die MotoGP-Saison 2009 dem Ducati-Werksteam an und wird dort der neue Teamkollege von Casey Stoner. Hier sind die beiden im klassischen Ducati-Rot bei der Präsentation der Ducati Desmosedici GP9 im Frühjahr zu sehen.

Doha 2009: Schwieriges Ducati-Debüt

Doha 2009: Schwieriges Ducati-Debüt
33/69

Doch mit dem italienischen Bike tut sich Nicky Hayden im Gegensatz zu Casey Stoner von Beginn an schwer. Während Stoner 2007 für den 1. WM-Titel in der MotoGP-Geschichte von Ducati gesorgt hatte und 2008 nur von Valentino Rossi (Yamaha) bezwungen wurde, fährt Hayden in ganz anderen Bereichen des Feldes. Bei seinem Ducati-Debüt, dem Grand Prix von Katar 2009 in Doha, fährt er vom 16. Startplatz kommend auf den 12. Platz.

2009: Rätselraten mit Crewchief Juan Martinez

2009: Rätselraten mit Crewchief Juan Martinez
34/69

Nicky Hayden und Crewchief Juan Martinez gelingt es nicht, die Ducati Desmosedici GP9 so einzustellen, dass der US-Boy mit der italienischen Diva so richtig einen drauf machen könnte. Der einzige Lichtblick in einer enttäuschenden Saison 2009 kommt für Hayden auf heimischem Boden.

Indianapolis 2009: Erster Podestplatz mit Ducati

Indianapolis 2009: Erster Podestplatz mit Ducati
35/69

Beim Grand Prix von Indianapolis 2009 tritt Nicky Hayden mit einer Sonderlackierung an seiner Ducati an. Mit dieser fährt er auf den 3. Platz. Es ist der einzige Podestplatz in der Premierensaison von "Kentucky Kid" im italienischen Werksteam. Im Hintergrund ist Haydens Nachfolger im Honda-Werksteam zu sehen: der Italiener Andrea Dovizioso. Die Saison 2009 schließt Hayden abgeschlagen auf Gesamtrang 13 ab – in seinem mittlerweile 7. MotoGP-Jahr seine bis dato schlechteste Jahresendplatzierung.

2010: Mit der Ducati Desmosedici GP10 läuft es besser

2010: Mit der Ducati Desmosedici GP10 läuft es besser
36/69

Doch Nicky Hayden wäre nicht Nicky Hayden, würde er die Flinte so schnell ins Korn werfen. So geht er auch in der MotoGP-Saison 2010 für Ducati an den Start und in dieser läuft es prompt besser. Mit der Desmosedici GP10 gelingt Hayden bei den ersten 5 Saisonrennen 4 Mal Platz 4, bevor es für ihn im Herbst mit einem Podestplatz klappt.

Alcaniz 2010: Kampf mit Jorge Lorenzo um das Podest

Alcaniz 2010: Kampf mit Jorge Lorenzo um das Podest
37/69

Im Motorland Aragon im spanischen Alcaniz fährt Nicky Hayden bei der dortigen MotoGP-Premiere auf den 3. Platz. Den holt er sich erst in der letzten Runde, als er Lokalmatador Jorge Lorenzo (Yamaha) austrickst. Hayden überholt den kommenden Weltmeister in der Rechts-Links-Kombination vor der Gegengerade. Für das Manöver wählt Hayden eine ungewöhnliche Linie, die er sich, wie er anschließend sagt, im Familienduell mit seinem jüngeren Bruder auf dem hauseigenen Hinterhof in Owensboro angewöhnt hat.

Alcaniz 2010: Einziger Podestplatz der Saison

Alcaniz 2010: Einziger Podestplatz der Saison
38/69

Während Nicky Hayden mit diesem 3. Platz im Motorland Aragon seinen einzigen Podestplatz 2010 feiert, schafft Ducati-Teamkollege Casey Stoner den 1. seiner 3 Saisonsiege. Am Saisonende hat Stoner WM-Platz 4 sicher. Hayden verbessert sich von WM-Rang 13 der Vorsaison auf WM-Rang 7. Für die folgende Saison 2011 wird der US-Boy einen neuen Teamkollegen bekommen, weil Stoner zum Honda-Werksteam wechselt.

2011: Wieder vereint mit Valentino Rossi

2011: Wieder vereint mit Valentino Rossi
39/69

2011 fährt Nicky Hayden im Ducati-Werksteam zusammen mit einem alten Bekannten: Valentino Rossi. Nachdem "Kentucky Kid" und "The Doctor" bereits in Haydens Rookie-Saison 2003 bei Honda Teamkollegen waren, sind sie nun 8 Jahre später bei Ducati wieder vereint. Die beiden verstehen sich prächtig, was ihnen allerdings nicht dabei hilft, die Desmosedici GP11 zu einem Siegermotorrad zu entwickeln.

Jerez 2011: Platz 3 nach Kollision Rossi vs. Stoner

Jerez 2011: Platz 3 nach Kollision Rossi vs. Stoner
40/69

Weder Valentino Rossi noch Nicky Hayden können in der Saison 2011 für Ducati ganz nach vorn fahren. Hayden holt sich beim Grand Prix von Spanien in Jerez mit Platz 3 seinen einzigen Podestplatz der Saison. Dieser kommt nicht zuletzt deshalb zustande, weil Teamkollege Rossi mit dem ehemaligen Ducati-Piloten Casey Stoner kollidiert, der nun für Honda fährt und am Saisonende überlegen Weltmeister wird.

Jerez 2011: Letzer MotoGP-Podestplatz

Jerez 2011: Letzer MotoGP-Podestplatz
41/69

Was Nicky Hayden auf dem Podest in Jerez noch nicht weiß: Es wird sein letzter MotoGP-Podestplatz bleiben, obwohl er der Rennserie über 2011 hinaus noch für 4 weitere volle Saisons erhalten bleibt. Die Saison 2011 schließt er direkt hinter Teamkollege Valentino Rossi auf Gesamtrang 8 ab. Rossi schafft auf dem Weg zu Gesamtrang 7 ebenfalls nur einen Podestplatz. Unterm Strich sind die beiden Ducati-Piloten am Saisonende durch 7 Punkte getrennt, nachdem sie ...

Valencia 2011: Startcrash mit Rossi, Bautista und de Puniet

Valencia 2011: Startcrash mit Rossi, Bautista und de Puniet
42/69

... beim Saisonfinale in Valencia in diesen Startcrash mit Alvaro Bautista (Suzuki) und Randy de Puniet (Pramac-Ducati) verwickelt werden. Für Nicky Hayden markiert der Crash den Beginn einer langwierigen Handgelenksverletzung, die ihm im Zusammenspiel mit weiteren Stürzen noch Jahre später zu schaffen macht. Zunächst aber bleibt bei Ducati personell alles wie gehabt, denn Hayden kann die Verletzung in der Winterpause einigermaßen auskurieren lassen.

2012: Nichts zu holen für Ducati

2012: Nichts zu holen für Ducati
43/69

So gehen Nicky Hayden und Valentino Rossi auch in der MotoGP-Saison 2012 gemeinsam für das Ducati-Werksteam an den Start. Während Rossi immerhin 2 Podestplätze gelingen, ist Haydens sportliches Highlight in der 1. Saison mit den 1.000er-Motoren der 4. Platz beim verregneten Grand Prix von Malaysia in Sepang. Die Gesamtwertung schließt Hayden auf Rang 9 ab, während es für Rossi immerhin zu Rang 6 reicht, was gemessen an seinen Maßstäben aber ebenfalls eine Enttäuschung darstellt.

Privates Glück mit Jackie Marin

Privates Glück mit Jackie Marin
44/69

Während es auf der Strecke für Nicky Hayden bei Ducati nicht berauschend läuft, läuft es privat umso besser. "Kentucky Kid" lernt die Seriendarstellerin Jackie Marin kennen und nimmt sie von nun an regelmäßig mit auf seine MotoGP-Welttournee.

2013: Neuer Teamkollege Andrea Dovizioso

2013: Neuer Teamkollege Andrea Dovizioso
45/69

Auch beruflich hat Nicky Hayden fortan einen neuen Partner an seiner Seite. Valentino Rossi hat Ducati verlassen, um zu seinem alten Arbeitgeber Yamaha zurückzukehren. Haydens neuer Teamkollege im italienischen Werksteam ist Rossis italienischer Landsmann Andrea Dovizioso, der Hayden 2009 bei Honda abgelöst hatte.

Laguna Seca 2013: Hayden vs. Dovizioso, Teil 1

Laguna Seca 2013: Hayden vs. Dovizioso, Teil 1
46/69

Mit der Ducati Desmosedici GP13 kommen sich Nicky Hayden und Andrea Dovizioso gleich mehrfach näher als es den Teamverantwortlichen recht sein kann. Beim Grand Prix der USA in Laguna Seca setzt sich Hayden im beinharten Teamduell mitsamt Berührung gegen Dovizioso durch. Allerdings geht es dabei nur um Platz 8. Direkt beim nächsten Rennen kommt es zum nächsten beinharten Teamduell.

Indianapolis 2013: Hayden vs. Dovizioso, Teil 2

Indianapolis 2013: Hayden vs. Dovizioso, Teil 2
47/69

Wieder ist es ein Rennen auf Nicky Haydens heimischem US-Boden und wieder ist es der US-Boy, der sich knapp durchsetzt. Beim Grand Prix von Indianapolis fängt Hayden seinen Teamkollegen Andrea Dovizioso erst in der letzten Kurve der letzten Runde mitsamt Berührung ab. Wieder geht es nur um Platz 8. Weil sich die beiden Teamkollegen aber gegenseitig das Leben schwer machen, wischt Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) in allerletzter Sekunde noch durch. Hayden wird 9., Dovizioso 10.

Ducati-Zeit geht nach 5 mäßigen Jahren zu Ende

Ducati-Zeit geht nach 5 mäßigen Jahren zu Ende
48/69

Als am Saisonende 2013 Bilanz gezogen wird, schlägt für Nicky Hayden eine einzige Top-5-Platzierung zu Buche. Er beendet die Saison direkt hinter Teamkollege Andrea Dovizioso auf dem 9. Gesamtrang und muss sich für 2014 nach 5 Jahren Ducati einen neuen Arbeitgeber suchen.

Valencia 2013: Abschied von Ducati

Valencia 2013: Abschied von Ducati
49/69

Während Ducati nach dem originell gestalteten Abschied für Nicky Hayden den Briten Cal Crutchlow verpflichtet, der schon in der Saison 2012 bei Tech-3-Yamaha Teamkollege von Andrea Dovizioso war, kommt ...

2014: Wechsel zum Team Aspar ins CRT-Feld

2014: Wechsel zum Team Aspar ins CRT-Feld
50/69

... Nicky Hayden für die MotoGP-Saison 2014 beim Aspar-Team unter. Der spanische Rennstall fährt nicht mit Werksmaschinen, sondern tritt in der neugeschaffenen CRT-Kategorie an, die technisch gewissermaßen die 2. Liga innerhalb des MotoGP-Feldes darstellt. In dieser setzt Aspar auf das Modell Honda RCV1000R, das den Werkmaschinen von Haus aus hoffnungslos unterlegen ist. Haydens Teamkollege ist der Japaner Hiroshi Aoyama.

2014: Viel Frust und 5 Rennen Auszeit

2014: Viel Frust und 5 Rennen Auszeit
51/69

Das beste Ergebnis von Nicky Hayden in der MotoGP-Saison 2014 im Aspar-Team ist ein mickriger 8. Platz beim Saisonauftakt, dem Grand Prix von Katar in Doha. Schlimmer noch: Von den 18 Saisonrennen bestreitet der US-Boy nur deren 13, weil ihm seine alte Handverletzung aus Valencia 2011 neuerlich Probleme bereitet. Mit Gesamtrang 16 klassiert sich Hayden am Saisonende so weit hinten wie nie zuvor in seiner MotoGP-Karriere. Doch das Ende der Talfahrt ist für den Ex-Champion damit noch nicht erreicht.

2015: Talfahrt mit Aspar geht weiter

2015: Talfahrt mit Aspar geht weiter
52/69

Auch in der MotoGP-Saison 2015 muss Nicky Hayden im Aspar-Team laut Reglement mit zweitklassigem Material Vorlieb nehmen. Die CRT-Kategorie nennt sich inzwischen Open-Kategorie, aber sonst ändert sich nicht viel. Die neue Honda RC213V-RS ist im Vergleich zum Vorgängermodell RCV1000R keine Verbesserung. Ganz im Gegenteil: Hayden schafft 2015 keine einzige Top-10-Platzierung. Gleiches gilt für seinen neuen Teamkollegen, den MotoGP-Rookie Eugene Laverty.

2015: MotoGP-Abschied auf Tiefpunkt der Karriere

2015: MotoGP-Abschied auf Tiefpunkt der Karriere
53/69

Genervt von der Nicht-Konkurrenzfähigkeit und mangels Alternativen setzt Nicky Hayden seiner MotoGP-Karriere am Saisonende 2015 nach über 200 Rennen bewusst ein Ende. Mit Gesamtrang 20 verabschiedet sich der US-Amerikaner auf dem Tiefpunkt seiner Karriere aus der Königsklasse der Prototypen und wechselt für 2016 in die seriennahe Superbike-Weltmeisterschaft.

2016: Neubeginn in der Superbike-WM

2016: Neubeginn in der Superbike-WM
54/69

In der Superbike-WM fährt Nicky Hayden im Team von Ronald ten Kate eine Honda CBR1000RR Fireblade. Klar, dass auch diese die Startnummer 69 trägt. Die Superbike-WM ist für Hayden keine komplett neue Bühne, denn 2002 hatte er inmitten seiner Titelsaison in der AMA bereits das WM-Wochenende in Laguna Seca mit einer Wildcard bestritten und dabei in Lauf 1 mit Platz 4 nur knapp einen Podestplatz verpasst.

Phillip Island 2016: Beim Saisonauftakt knapp am Podest vorbei

Phillip Island 2016: Beim Saisonauftakt knapp am Podest vorbei
55/69

Apropos mit Platz 4 knapp einen Podestplatz verpasst: Genau so geht auch Nicky Haydens 1. volle Saison in der Superbike-WM los. Beim Saisonauftakt 2016 auf Phillip Island verliert er in Lauf 2 die 3. Position erst in der letzten Kurve der letzten Runde an Ducati-Pilot Davide Giugliano.

Sepang 2016: 1. Sieg in der Superbike-WM

Sepang 2016: 1. Sieg in der Superbike-WM
56/69

Nachdem Nicky Hayden inzwischen mit Platz 3 in Assen den 1. Podestplatz seiner Karriere in der Superbike-WM eingefahren hat, lässt er im strömenden Regen von Sepang seinen 1. Sieg folgen. Auf nasser Piste lässt er den arrivierten Stars der Szene, angeführt von Titelverteidiger Jonathan Rea auf der Kawasaki und Verfolger Chaz Davies auf der Ducati, keine Chance. Hayden gewinnt Lauf 2 am Malaysia-Wochenende und ...

Foto Honda

Sepang 2016: Nach 10 Jahren wieder ein Sieg

Sepang 2016: Nach 10 Jahren wieder ein Sieg
57/69

... feiert damit 10 Jahre nach seinem letzten MotoGP-Sieg (Laguna Seca 2006) wieder einen Rennsieg. Damit ist Nicky Hayden einer von nur 18 Fahrern, die sowohl in der Motorrad-WM als auch in der Superbike-WM gewonnen haben. Der Sepang-Sieg kommt für den Piloten des Bikes mit der Startnummer 69 nur wenige Tage nach dem 69. Geburtstag von Vater Earl Hayden zustande. Feiert Nicky Hayden seinen erlösenden Triumph nach 10 Jahren Durststrecke auf dem Podest noch allein, so ...

Foto Honda

Sepang 2016: Jubel beim Hayden-Clan

Sepang 2016: Jubel beim Hayden-Clan
58/69

... jubeln in der Boxengasse das gesamte Team um Ronald ten Kate und der nach Malaysia mitgereiste Teil des Hayden-Clans: Freundin Jackie Marin sowie Kumpel und Betreuer Nick Sannen. 2 Tage nach dem Sepang-Sieg, am 17. Mai 2016, macht Nicky Hayden seiner Jackie auf einer Gondel in Venedig einen Heiratsantrag, der mit Ja beantwortet wird. Das Paar ist von nun an verlobt.

Foto Honda

Laguna Seca 2016: Podestplatz vor heimischem Publikum

Laguna Seca 2016: Podestplatz vor heimischem Publikum
59/69

Nach dem Sepang-Sieg gewinnt Nicky Hayden in der Saison 2016 zwar kein Rennen mehr, fährt aber noch 2 weitere Male auf das Podest. Am USA-Wochenende auf seiner Paradestrecke Laguna Seca belegt er in Lauf 1 zur Freude der einheimischen Fans den 3. Platz.

Lausitzring 2016: Der letzte Podestplatz

Lausitzring 2016: Der letzte Podestplatz
60/69

2 Monate nach Laguna Seca belegt Nicky Hayden auch auf dem Lausitzring in Deutschland den 3. Platz: in Lauf 1 hinter Chaz Davies (Ducati; 1.) und Tom Sykes (Kawasaki; 2.). Seine Rookie-Saison in der Superbike-WM schließt Hayden nach einem Sieg und 3 weiteren Podestplätzen (Assen, Laguna Seca, Lausitzring) auf Platz 5 der Gesamtwertung ab. Nebenbei geht der frisch verlobte US-Amerikaner 2016 gleich 3 Mal fremd – sportlich wohlgemerkt.

Suzuka 2016: 2. Start beim 8-Stunden-Rennen

Suzuka 2016: 2. Start beim 8-Stunden-Rennen
61/69

Im Juli 2016 startet Nicky Hayden zum 2. Mal in seiner Karriere bei den 8 Stunden von Suzuka. Beim japanischen Langstreckenklassiker war "Kentucky Kid" bereits 2003 dabei, fiel zusammen mit Ryuichi Kiyonari aber aus. 2016 teilt sich Hayden das Bike mit Takumi Takahashi und seinem eigenen Superbike-Teamkollegen: Michael van der Mark. Ins Ziel kommt das Trio nicht, weil es in Haydens Stint einen technischen Defekt an der Honda CBR1000RR Fireblade mit der Startnummer 634 gibt.

Foto FIM

Alcaniz 2016: MotoGP-Rückkehr in Vertretung für Jack Miller

Alcaniz 2016: MotoGP-Rückkehr in Vertretung für Jack Miller
62/69

Das 2. Mal geht Nicky Hayden im September 2016 fremd, als er beim MotoGP-Rennen im Motorland Aragon im spanischen Alcaniz den verletzten Jack Miller auf der Honda RC213V von Marc VDS Racing ersetzt. Bei seinem unerwarteten MotoGP-Comeback nach eigentlich schon vollzogenem Abschied von dieser Bühne kommt Hayden auf Platz 15 ins Ziel und holt damit als Edelreservist einen WM-Punkt.

Phillip Island 2016: Einmaliges Comeback auf der Werks-Honda

Phillip Island 2016: Einmaliges Comeback auf der Werks-Honda
63/69

Nur 4 Wochen nach seinem unerwarteten MotoGP-Gastspiel für Marc VDS darf Nicky Hayden sogar noch einmal für seinen alten Erfolgsarbeitgeber ein MotoGP-Rennen fahren. Beim Grand Prix von Australien auf Phillip Island vertritt er auf der Werks-Honda den verletzten Dani Pedrosa. Nach Bestzeit im Abschlusstraining liegt Hayden im Rennen auf Kurs zu Platz 7, wird aber 2 Runden vor Schluss ausgerechnet in der Honda-Kurve ausgerechnet von dem Piloten abgeräumt, den er 4 Wochen zuvor vertreten hatte: Jack Miller.

MotoGP-Abschied als Teamkollege von Marc Marquez

MotoGP-Abschied als Teamkollege von Marc Marquez
64/69

So verabschiedet sich Nicky Hayden mit einem unverschuldeten Sturz auf Phillip Island endgültig von der MotoGP-Bühne, auf der er anlässlich seines eigentlichen Abschieds (Valencia 2015) in den erlesenen Kreis der MotoGP-Legenden aufgenommen wurde. Genossen hat "Kentucky Kid" seine 2 Gaststarts 2016 trotzdem, nicht zuletzt deshalb, weil er einmal Teamkollege von Wunderkind Marc Marquez sein durfte. Hayden hört in der MotoGP-Klasse bei dem Team auf, für das er mehr als 13 Jahre zuvor debütiert hatte.

2017: Superbike-WM mit neuem Teamkollegen Stefan Bradl

2017: Superbike-WM mit neuem Teamkollegen Stefan Bradl
65/69

Das Haupteinsatzgebiet bleibt für Nicky Hayden die Superbike-WM. In dieser fährt er auch 2017 für das Honda-Team des Niederländers Ronald ten Kate, das dank des neuen Hauptsponsors nun Red Bull Honda World Superbike Team heißt. Der Niederländer Michael van der Mark ist aber nicht mehr an Bord. Haydens neuer Teamkollege ist der Deutsche Stefan Bradl, den er aus vielen MotoGP-Schlachten bestens kennt. Das Arbeitsgerät der beiden ist die brandneue Honda CBR1000RR Fireblade SP2.

2017: Mühe mit der bockigen neuen Fireblade

2017: Mühe mit der bockigen neuen Fireblade
66/69

Nach Rang 5 in der Saison 2016 will Nicky Hayden 2017 angreifen und sich zum 1. Fahrer machen, der sowohl MotoGP- als auch Superbike-Weltmeister wird. Doch der Plan geht gründlich nach hinten los. Die SP2-Version der Honda Fireblade ist weder sonderlich schnell, noch sonderlich zuverlässig. Bis einschließlich der 4. Saisonstation in Assen weist Hayden einen 7. Platz aus Buriram (Thailand) als bestes Ergebnis vor. Trotz seines wie gewohnt vollen Einsatzes kann Hayden keine Wunderdinge vollbringen.

Imola 2017: Das letzte Wochenende

Imola 2017: Das letzte Wochenende
67/69

Mitte Mai 2017 geht es im Superbike-Kalender nach Imola in Italien. Auf der nach dem schwarzen Formel-1-Wochenende 1994 mit zahlreichen Schikanen versehenen Strecke tat sich Nicky Hayden schon 2016 schwer. Und auch diesmal läuft es nicht. In der Superpole muss er sich erstmals seinem Teamkollegen Stefan Bradl geschlagen geben. In Rennen 1 am Samstag spinnt die Elektronik an Haydens Honda derart, dass er das Bike aus Sicherheitsgründen an der Box abstellt. In Rennen 2 am Sonntag ist für den US-Boy nicht mehr als Platz 12 zu holen.

Schwerer Verkehrsunfall in Misano

Schwerer Verkehrsunfall in Misano
68/69

Nur 3 Tage nach dem Imola-Wochenende unternimmt Nicky Hayden am Mittwoch, den 17. Mai 2017, eine Trainingsfahrt mit dem Fahrrad an der Küste von Rimini. An einer Kreuzung direkt neben der Rennstrecke Misano kommt es zum Zusammenstoß mit einem PKW, bei dem Hayden schwer verletzt wird. Der Unfall passiert auf den Tag genau ein Jahr nach Haydens Verlobung. Die Verletzungen sind so schwer, dass Hayden ihnen 5 Tage später, am 22. Mai, im Krankenhaus in Cesena erliegt.

Nicky Hayden: 1981-2017

Nicky Hayden: 1981-2017
69/69

Mit seinem strahlenden Lachen, das er Familie, Freunden, Fans und Medienvertretern häufig und gern gezeigt hat, bleibt "Kentucky Kid" Nicky Hayden weltweit in Erinnerung! #RideOnKentuckyKid

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien Superbike-WM , AMA , Motorrad , MotoGP , FIM Endurance
Fahrer Nicky Hayden
Teams Repsol Honda Team , Ducati Team , Aspar Racing Team , Ten Kate Racing , Marc VDS Racing , Red Bull Honda World Superbike Team
Artikelsorte Fotostrecke
Tags ama, bike, ducati, fim endurance, hayden, honda, karriere, kentucky kid, laufbahn, leben, motogp, motorrad, nicky hayden, sbk, superbike, worldsbk, wsbk