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Rennabsage in Imola: Das sagen die Superbike-Fahrer dazu

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Rennabsage in Imola: Das sagen die Superbike-Fahrer dazu
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13.05.2019, 06:57

Stehendes Wasser, Rinnsale auf der Strecke, nahestehende Streckenbegrenzung - Was die Superbike-Fahrer zum gestrichenen zweiten Rennen in Imola sagen

Zum zweiten Mal musste in der Superbike-Saison 2019 ein Rennen abgesagt werden. Sorgte Schneefall in Assen für die Absage des Samstagsrennens, so musste in Imola wegen starker Regenfälle das zweite Hauptrennen am Sonntag gestrichen werden. Es wurde lange abgewartet und auch die Fahrer wurden in die Entscheidung miteinbezogen. Sie fuhren zwei Besichtigungsrunden, um sich ein Bild von der Strecke zu machen.

"Der Grip war nicht so schlecht, wenn man alleine gefahren ist", berichtet Alex Lowes bei 'WorldSBK.com'. "Die Strecke war okay. Das Problem war, dass es viel Gischt gibt, wenn man in der Gruppe fährt. Je weiter hinten man ist, desto schwieriger sieht man etwas. In einigen schnellen Kurven, die im vierten und fünften Gang gefahren werden, stand Wasser. Das war die gefährliche Sache. Und wenn man in der Gischt das stehende Wasser nicht sehen kann, dann ist es gefährlich."

Michael Ruben Rinaldi

Zwei Besichtigungsrunden drehten die Fahrer in Imola

Foto: LAT

Die Absage erfolgte aus Sicherheitsgründen. Außerdem steht in Imola die Streckenbegrenzung in einigen Passagen relativ nahe an der Strecke. "Ich denke, dass es die richtige Entscheidung war, das zweite Rennen nicht zu starten", findet Sandro Cortese. "Es war zu viel Risiko, was die Fahrer auf sich nehmen hätten müssen. Natürlich ist es schade für die Fans, die den ganzen Tag hier ausgeharrt haben, und es tut uns allen auch sehr leid für sie."

"Doch die Sicherheit der Fahrer geht vor. Dieser Aspekt muss immer vorrangig betrachtet werden. Imola ist im Trockenen schon gefährlich und im Regen wäre es einfach unverantwortbar gewesen. Die Streckenverhältnisse waren einfach nicht sicher genug", so der Deutsche. "Nach dem Wetterchaos in Assen und jetzt auch hier wird es hoffentlich in vier Wochen in Jerez besser sein, sodass dann alle wieder mit dem vollen Programm auf ihre Kosten kommen."

Rea: "Sind schon bei schlimmeren Verhältnissen gefahren"

Weltmeister Jonathan Rea hält auf der anderen Seite fest: "Die Strecke war nicht in perfektem Zustand, aber um ehrlich zu sein, sind wir schon bei schlimmeren Verhältnissen gefahren. Die Absage war eine schwierige Entscheidung. Die Rennleitung hat diese Entscheidung getroffen und wir unterstützten sie - so schwierig diese Entscheidung auch ist." Das Feedback der Fahrer spielte eine Rolle bei der Entscheidungsfindung.

Die Offiziellen rund um Superbike-Sportdirektor Gregorio Lavilla konsultierten die Fahrer in der Boxengasse. Schließlich entschied man sich dazu, zwei Besichtigungsrunden zu fahren und dann in der Startaufstellung erneut Meinungen einzuholen, um dann eine Entscheidung zu treffen. "Wenn die Fahrer involviert sind, gibt es verschiedene Meinungen, die vielleicht nicht immer die Sicherheit in den Vordergrund stellen", meint Lowes. "Es ist aber richtig, das zu tun, denn schließlich fahren wir da draußen. Ich denke, wir haben die richtige Entscheidung getroffen."

Die breite Mehrheit unterstützte die Absage. Auch das anschließend geplante Rennen der Supersport-300-Klasse wurde gestrichen. "Die Streckenverhältnisse waren nicht sicher", betont Alvaro Bautista. "Es war nass, das Wasser stand auf der Strecke und es gab Stellen, wo das Wasser wie ein Fluss über die Strecke gelaufen ist. Es wäre für die Fahrer zu gefährlich gewesen. Natürlich ist es schade für die vielen Fans, die hier die Superbike-WM unterstützen. Das Wichtigste ist aber immer die Sicherheit. Es ist schade für die Fans, aber ich glaube, sie werden die Situation verstehen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Superbike-WM
Event Imola
Subevent 2. Rennen
Autor Gerald Dirnbeck