Superbike-WM in Misano: Jonathan Rea dominiert Rennen 1

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Superbike-WM in Misano: Jonathan Rea dominiert Rennen 1
Autor: Gerald Dirnbeck
07.07.2018, 12:02

Jonathan Rea (Kawasaki) gewinnt den ersten Lauf in Misano souverän und baut seine WM-Führung aus. Mit Chaz Davies (Ducati) und Eugene Laverty (Aprilia) drei Marken auf dem Podest.

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea knüpfte in Misano nahtlos dort an, wo er zuletzt in Laguna Seca aufgehört hat. Der Kawasaki-Fahrer dominierte das erste Rennen auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli in Italien und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Die Konkurrenz hatte keine Chance gegen den Nordiren, der seine WM-Führung auf 80 Punkte ausbaute. Teamkollege Tom Sykes konnte nach der Pole-Position nicht mit Rea mithalten und fuhr als Fünfter ins Ziel.

"Ich muss mich bei meinem Team bedanken, denn sie haben das Bike für diese heißen Temperaturen gut vorbereitet", spricht Rea die Asphalttemperatur von rund 46 Grad Celsius an. "Ich fühlte mich auf dem Paket sehr gut und konnte innerhalb meiner Limits fahren. Einmal hatte ich am Ausgang der Zielkurve einen coolen Wheelie und dachte mir, ich fahre damit die Zielgerade entlang. Das war der nervöseste Moment, denn das Motorrad schüttelte sich stark, aber es hat viel Spaß gemacht."

Laverty verliert Platz zwei an Davies

Im Duell um den zweiten Platz setzte sich Chaz Davies (Ducati) gegen Eugene Laverty (Milwaukee-Aprilia) durch. Laverty konnte in der Anfangsphase Sykes überholen und fuhr anschließend lange auf Rang zwei. Davies gelang von Startposition sieben eine starke erste Runde und schnappte sich bald den dritten Platz von Sykes. Laverty und Davies drehten dicht beisammen ihre Runden, bis Laverty fünf Runden vor Rennende in der Zielkurve der entscheidende Fehler passierte.

 

Laverty kam in der Zielkurve zu weit nach außen über den Randstein. Davies schlüpfte innen durch. Bis zum Schluss konnte Laverty keinen Angriff mehr setzen. "Ich fühlte mich im Rennen sehr gut, aber leider wurde ein Sensor beim Hinterrad defekt", erklärt der Aprilia-Fahrer seinen Ausritt in der Zielkurve. "Das hat mich den zweiten Platz gekostet. Aber es ist schön, nach Laguna Seca wieder auf dem Podium zu stehen. Das zeigt, dass wir einen Fortschritt gemacht haben."

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Aber auch Ducati hatte keine Mittel, um Rea einzuholen. "Ich hatte von Platz sieben einen guten Start und kam gleich in den ersten Kurven in eine gute Position", schildert Davies seine Fahrt zu Platz zwei. "Zu Beginn spürte ich den vollen Tank und ich konnte die Pace der Jungs vor mir nicht halten, aber dann wurde es immer besser und besser. Ich habe heute das Beste herausgeholt. Wir müssen zufrieden sein."

Aufholjagd von van der Mark

Als Vierter kam Michael van der Mark ins Ziel, der nach einem schwachen Qualifying eine gute Aufholjagd zeigte. Für seinen Yamaha-Teamkollegen Alex Lowes war das Rennen schon nach wenigen Runden durch einen Sturz in Kurve 8 zu Ende. Enttäuschend verlief das Rennen für die beiden weiteren Ducati-Fahrer, denn Xavi Fores (Barni) und Marco Melandri kamen hinter Sykes als Sechster und Siebter ins Ziel. Melandri jagte Fores über die komplette Renndistanz, doch er konnte den Spanier nie gefährden.

 

Lorenzo Savadori stand klar im Schatten seines Milwaukee-Teamkollegen Laverty und belegte Platz acht. Bester Honda-Fahrer war einmal mehr Leon Camier als Neunter. Leandro Mercado komplettierte mit der Orelac-Kawasaki die Top 10. 18 Fahrer kamen ins Ziel, doch außer Lowes gingen noch weitere prominente Fahrer zu Boden. Loris Baz stürzte gleich nach dem Start in Kurve 2 von seiner BMW und gab an der Box auf. Auch Ex-MotoGP-Pilot Jonny Hernandez (Pedercini-Kawasaki) ging zu Boden und schied aus. Jordi Torres (MV Agusta) fuhr nach einem Crash weiter und kam als 18. und Letzter ins Ziel.

Das zweite Rennen am Sonntag startet um 13:00 Uhr.

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