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Superbike-WM testet zwei Tage in Portimao: Alex Lowes fährt Bestzeit

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Superbike-WM testet zwei Tage in Portimao: Alex Lowes fährt Bestzeit
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26.08.2019, 12:32

Zwei Tage lang testen die Teams der Superbike-WM in Portugal und bereiten sich für das letzte Saisondrittel vor - Einige neue technische Detailentwicklungen

Während die MotoGP in Silverstone den Grand Prix von Großbritannien fuhr, weilten die Fahrer der Superbike-WM in Portimao (Portugal) für einen zweitägigen Testtag. Nach eineinhalb Monaten Sommerpause läutete dieser Test die restliche Saison ein. Am Samstag und Sonntag wurde bei Sonnenschein viel gefahren und gearbeitet. Auch einige Teams der Supersport-WM weilten an der Algarve und setzten ihr Programm fort.

Am Nachmittag wurden bis zu 50 Grad Celsius Asphalttemperatur gemessen. Deswegen nutzten die meisten Fahrer den kühleren Vormittag. So stellte Alex Lowes (Yamaha) am Sonntag in der ersten Session mit Qualifying-Reifen mit 1:41.153 Minuten absolute Bestzeit auf. Lowes wird im nächsten Jahr nicht mehr im Yamaha-Team fahren. Ob er eventuell in einem anderen Yamaha-Team unterkommen wird oder woanders einen Platz findet, ist derzeit offen.

Trotzdem setzte Lowes die Testarbeit fort und arbeitete unter anderem an Änderungen beim Chassis und mit verschiedenen Pirelli-Reifen. Außerdem war dieser Test auch für seine Physis interessant, denn der Brite hat sich während der Sommerpause einer Operation wegen einer Sehnenscheidenentzündung unterzogen. Teamkollege Michael van der Mark hatte am Sonntag einen Sturz sowie ein technisches Problem. Er beendete den Tag als Viertschnellster.

Kawasaki denkt auch schon an nächstes Jahr

Das eingespielte Kawasaki-Team arbeitete akribisch das Programm ab und ließ sich durch Rundenzeiten der Gegner mit Qualifying-Reifen nicht aus der Ruhe bringen. Weltmeister Jonathan Rea fuhr mit Rennreifen die zweitschnellste Zeit. Leon Haslam montierte ebenfalls keinen Qualifying-Pneu und reihte sich an der sechsten Stelle ein. Kawasaki probierte neue Dämpferelemente von Showa und arbeitete an der Elektronik und dem generellen Paket.

Jonathan Rea

Jonathan Rea baute nach Suzuka und dem Urlaub wieder seinen Speed auf

Foto: Kawasaki

Teilweise probierte Kawasaki auch schon Dinge mit Blick auf das kommende Jahr aus. Auch die Abstimmung für das Rennwochenende in Portimao stand im Fokus. Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki) beendete den Test als Dritter. Allerdings hatte sich der Türke in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht wohlgefühlt und hörte deshalb am Sonntag vorzeitig auf. Er war aber nicht der einzige Fahrer, der die Testzeit nicht bis zum Ende nutzte.

Schmerzen in der Schulter: Bautista hört vorzeitig auf

Auch Ducati-Pilot Alvaro Bautista beendete den zweiten Tag vorzeitig. Das lag daran, dass er nach vielen Runden am Samstag Schmerzen in der linken Schulter bekam, die er sich bei einem Sturz in Laguna Seca angeschlagen hat. Obwohl Bautista Ducati mit Saisonende verlassen wird, gab es ein Testprogramm für ihn. Dazu experimentierte er mit den Reifen. Mit seiner Samstagszeit landete der Spanier im Gesamtklassement auf Rang neun.

Alvaro Bautista

Der Spanier Bautista kam an zwei Tagen auf 83 Runden

Foto: Ducati

Teamkollege Chaz Davies arbeitete mit einer anderen Hinterradschwinge und an weiteren technischen Details, denn er wird bei Ducati bleiben. Davies zeigte sich nach diesem Test auch sehr zuversichtlich. Die gesamten Ducati-Fahrer reihten sich mit Eugene Laverty, Bautista, Michael Ruben Rinaldi und Davies auf den Positionen acht bis elf ein. Qualifying-Runden standen am Sonntagvormittag nicht im Fokus.

BMW arbeitet an Elektronik, Motor und Chassis

Im BMW-Team hatte Tom Sykes am Samstag zwei Stürze. Der zweite Tag verlief dann reibungsloser. Der Weltmeister von 2013 arbeitete an Motor- und Elektronikstrategien sowie mit einer Modifikation im Heck. Teamkollege Markus Reiterberger, der nächste Saison von Laverty ersetzt wird, experimentierte mit der Elektronik und den Dämpfereinstellungen. Der Deutsche war mit den Fortschritten zufrieden, obwohl beide BMW-Piloten keine Topzeiten zeigten.

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger erkannte nach den beiden Tagen kleine Fortschritte

Foto: BMW

Der fleißigste Fahrer an den beiden Tagen war Loris Baz mit der Ten-Kate-Yamaha. Für das kleine Team war es eine willkommene Testgelegenheit, denn Baz spulte 146 Runden ab und arbeitete an generellen Dingen seiner R1. Sandro Cortese vom GRT-Team bekam von Yamaha ebenfalls einige Details zum Testen. Nach den Stürzen zuletzt hat sich der Deutsche wieder erholt und für das letzte Saisondrittel vorbereitet. Im Gesamtergebnis belegte Cortese Rang sieben.

Wenig zu sehen war vom Althea-Honda-Team. Für den immer noch verletzten Leon Camier sprang Takumi Takahashi ein. Der Japaner war auch auf Anhieb schneller als Stammfahrer Ryuichi Kiyonari. Trotzdem hatte Takahashi 2,4 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Kiyonari war mit Abstand der langsamste Pilot. Beide Fahrer gaben außerdem zu Protokoll, dass es in Portimao nicht einfach ist, auf gute Rundenzeiten zu kommen.

In zwei Wochen ist die Superbike-WM dann wieder zu Gast in Portimao. Vom 6. bis 8. September läuten die Rennen in Portugal das letzte Saisondrittel ein. Danach stehen im Herbst noch Magny-Cours (Frankreich), San Juan (Argentinien) und Doha (Katar) auf dem Programm.

Das Gesamtergebnis des Portimao-Tests:

01. Alex Lowes (Yamaha) - 1:41.153 Minuten (113 Runden)

02. Jonathan Rea (Kawasaki) +0,218 Sekunden (100)

03. Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki) +0,275 (70)

04. Michael van der Mark (Yamaha) +0,336 (93)

05. Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) +0,565 (146)

06. Leon Haslam (Kawasaki) +0,605 (117)

07. Sandro Cortese (GRT-Yamaha) +0,882 (100)

08. Eugene Laverty (Go-Eleven-Ducati) +0,902 (96)

09. Alvaro Bautista (Ducati) +0,934 (83)

10. Michael Ruben Rinaldi (Barni-Ducati) +0,971 (109)

11. Chaz Davies (Ducati) +1,008 (118)

12. Tom Sykes (BMW) +1,019 (73)

13. Marco Melandri (GRT-Yamaha) +1,059 (113)

14. Jordi Torres (Pedercini-Kawasaki) +1,111 (116)

15. Markus Reiterberger (BMW) +1,304 (123)

16. Leandro Mercado (Orelac-Kawasaki) +1,559 (96)

17. Takumi Takahasi (Moriwaki-Honda) +2,391 (128)

18. Sylvain Barrier (Brixx-Ducati) +2,958 (96)

19. Ryuichi Kiyonari (Moriwaki-Honda) +3,321 (84)

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Autor Gerald Dirnbeck