Superpole verhindert bessere Resultate in Jerez: Kein Top-6-Ergebnis für BMW

Die schwache Vorstellung im Qualifying erschwert den BMW-Piloten die Aufgabe für die beiden Rennen: Michael van der Mark in Jerez klar bester BMW-Pilot

Superpole verhindert bessere Resultate in Jerez: Kein Top-6-Ergebnis für BMW

Das WSBK-Wochenende in Jerez verlief für BMW durchwachsen. In der Superpole am Samstag kamen die drei BMW-Piloten nicht über die Positionen 13, 14 und 15 hinaus und qualifizierten sich damit nur für die fünfte Reihe. In den beiden Rennen war Michael van der Mark bester BMW-Pilot. Der Niederländer kam auf den Positionen sieben und acht ins Ziel.

"Ich denke, mit den Plätzen sieben und acht haben wir solide Resultate geholt, mit denen ich zufrieden bin", bilanziert BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers.

"Das Wochenende war jedoch beeinträchtigt durch ein weniger gutes Qualifying, nachdem alle BMW aus der fünften Reihe starteten. Dass Michael dann von Startplatz 13 auf die Plätze sieben und acht vorgefahren ist, war definitiv eine solide Performance", bemerkt Bongers.

Eugene Laverty, Michael van der Mark

Eugene Laverty erlebte kein einfaches Comeback, Michael van der Mark fuhr zwei Mal in die Top 10

Foto: Motorsport Images

"Der Rückstand auf das Podium war nicht allzu groß. Wir müssen an unserer Qualifying-Performance arbeiten und dann können wir den nächsten Schritt machen", ist Bongers überzeugt. Zufrieden war der BMW-Verantwortliche mit der Vorstellung von Jonas Folger, der kaum langsamer war als Ersatzpilot Eugene Laverty.

Jonas Folger knapp hinter Eugene Laverty

Folger zur Reaktion des Deutschen holte in Lauf eins den 14. Platz und wurde im zweiten Rennen als 13. abgewunken. BMW-Ersatzpilot Eugene Laverty beendete die beiden Rennen auf den Positionen zwölf und elf.

"Jonas hatte ganz klar zwei seiner besseren Rennen. Er war mit Eugene auf Augenhöhe. Für Eugene war es natürlich schwierig, wieder auf das Bike zu steigen, nachdem er mehrere Rennwochenenden verpasst hat. Wir haben versucht, ihm ein gutes Gefühl auf dem Bike zu vermitteln, aber das ist uns nicht ganz gelungen", bedauert Bongers.

Jonas Folger

Kleiner Aufwärtstrend: Jonas Folger holt zwei Mal Punkte

Foto: Motorsport Images

"Eugene und Jonas hatten beide rund 27 bis 30 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Für Jonas war das definitiv eines der besten Ergebnisse dieses Jahres. Es ist schön zu sehen, dass er Fortschritte macht", freut sich der BMW-Motorradsport-Direktor.

Qualifying-Schwäche wirft Michael van der Mark erneut zurück

Mit einem besseren Qualifying wäre für BMW in Jerez aber mehr drin gewesen. Michael van der Mark hat nach wie vor Schwierigkeiten, auf eine Runde alles herauszuholen. "Unsere Ergebnisse waren nicht schlecht, wenn man sieht, wo wir gestartet sind", bemerkt er. "Am Samstag hatte ich nicht das Vertrauen, schneller zu fahren und war deshalb ein bisschen enttäuscht."

Michael van der Mark

Michael van der Mark hatte in der Superpole kein gutes Gefühl

Foto: DonnyFoto

"Nach einer intensiven Datenanalyse haben die Jungs einiges am Bike geändert, und schon am Morgen im Warm-up habe ich eine große Verbesserung gespürt. Auch in den beiden Rennen habe ich einen enormen Fortschritt verspürt", berichtet Van der Mark.

"Und wenn man sich unsere Rundenzeiten, die Konstanz und auch den Rückstand auf den Sieger und die Jungs auf dem Podium ansieht, dann denke ich, dass wir einen soliden Schritt nach vorn gemacht haben", so der Niederländer.

Enttäuschung bei Ersatzpilot Eugene Laverty

Eugene Laverty hatte sich für Jerez mehr vorgenommen als die Plätze zwölf und elf. "Sportlich war mein Ziel, näher an der Spitze dran zu sein, deshalb bin ich über die Rennergebnisse ein bisschen enttäuscht. Wir haben das ganze Wochenende daran gearbeitet, dass sich das Bike für mich anfühlt wie das, das ich in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres und der ersten Hälfte dieses Jahres hatte", kommentiert Laverty.

Eugene Laverty

Eugene Laverty ersetzte Tom Sykes in Jerez

Foto: Motorsport Images

"Aber beim Beschleunigen war es wie ein anderes Bike. Bei der Leistungsabgabe am Kurvenausgang hat etwas nicht gepasst, und wir hatten nicht genug Zeit auf der Strecke, um dem wirklich auf den Grund zu gehen. Ich habe mein Bestes gegeben, und ein großer Dank geht an BMW und das Team dafür, dass ich für dieses Wochenende wieder zurückkommen durfte", so Laverty.

In der Meisterschaft ist Michael van der Mark als WM-Siebter bester BMW-Pilot. Tom Sykes rutschte auf Grund seiner Verletzungspause auf die zehnte Position ab. Eugene Laverty schob sich auf Position 18, Jonas Folger ist 20. der Fahrerwertung.

Mit Bildmaterial von DonnyFoto.

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