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Verregneter WSBK-Test in Misano: Ten-Kate-Comeback und Geheimniskrämerei

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Verregneter WSBK-Test in Misano: Ten-Kate-Comeback und Geheimniskrämerei
Autor:
31.05.2019, 12:15

Alle fünf Hersteller nutzen die Chance, vor dem Jerez-Wochenende in Misano zu testen - Loris Baz dreht die ersten Runden mit der Ten-Kate-Yamaha

Die WSBK-Teams legten zwischen den Rennwochenenden in Imola und Jerez einen zweitägigen Test in Misano ein, um neue Teile und Abstimmungen zu testen. Das Wetter spielte aber nur bedingt mit, denn an beiden Tagen trocknete der Misano World Circuit Marco Simoncelli nie komplett ab. Eine offizielle Zeitnahme gab es nicht. Die Bedingungen waren ohnehin nicht besonders aussagekräftig, denn die Rundenzeiten lagen etwa drei Sekunden über den Zeiten auf komplett trockener Strecke.

Im Fokus stand das Comeback der holländischen Ten-Kate-Mannschaft, die den ersten Test mit der Yamaha R1 absolvierte. Loris Baz fieberte diesem Test schon wochenlang entgegen. Selbst die schwierigen Bedingungen konnten dem Franzosen die gute Laune nicht verderben.

"Es war nicht allzu schlimm, bei diesen Bedingungen zu starten, weil wir viele Dinge am Motorrad einstellen mussten: die Fußrasten, die Verkleidung und alle kleinen Details", berichtet Baz. "Das Team musste zudem die elektronischen Systeme kennenlernen. Ich ging es zu Beginn ruhig an und versuchte, ein gutes Gefühl für das Motorrad aufzubauen."

Yamaha brachte unter anderem einen neuen Tank nach Misano. Das neue Bauteil wurde auf Drängen von Marco Melandri entwickelt, dem der bisherige Tank zu breit war. Durch den schmaleren Tank soll sich das Handling der R1 verbessern. Auch die anderen Yamaha-Piloten äußerten sich positiv zur Neuentwicklung. Unterstützt wurden sie von Testpilot Niccolo Canepa, der einige Runden drehte.

Jonathan Rea beim Test geschwächt

Die inoffizielle Bestzeit ging an Weltmeister Jonathan Rea, der wie einige andere Fahrer mit Qualifying-Reifen unterwegs war. Für Rea war der Misano-Test eine willkommene Gelegenheit, um an der Abstimmung der Kawasaki zu tüfteln. Im Fokus stand die Geometrie.

Jonathan Rea

Jonathan Rea war beim Test nicht bei vollen Kräften

Foto: LAT

"Die größte Änderung war die Anpassung meiner Sitzposition. Am späten Nachmittag vermittelte mir diese Änderung ein sehr gutes Gefühl", schildert Rea, der angeschlagen in den Test ging: "Ich lag am Mittwoch bis zum Mittag im Bett, weil ich so eine schlimme Grippe hatte. Am Donnerstagmorgen fühlte ich mich ein bisschen besser."

Ducati betriebt Geheimniskrämerei

Die Zeiten der Ducati-Piloten wurden nicht bekanntgegeben. Somit ist unklar, wie gut WM-Leader Alvaro Bautista bei seinen ersten Runden mit dem Superbike in Misano zurechtkam. Vor dem Rennwochenende in Jerez führt Bautista die Fahrerwertung mit 43 Punkten Vorsprung auf Rea an.

Honda musste beim Misano-Test auf Leon Camier verzichten, der auch für das Rennwochenende in Jerez ausfällt. In Imola kam Camier in der Superpole zu Sturz. BSB-Pilot Xavi Fores ersetzte Camier beim Test und hinterließ einen starken Eindruck. Dennoch wird Yuki Takahashi derjenige sein, der in Jerez den Platz des Briten übernimmt. Der Japaner kam auch in Misano zum Einsatz.

BMW testet einige neue Komponenten

BMW brachte einige neue Entwicklungen nach Misano. Unter anderem kamen neue Software-Lösungen und neue Fahrwerksteile zum Einsatz. An den Maschinen von Markus Reiterberger und Tom Sykes sah man neue Gabelbrücken. Zudem war es für die BMW-Mannschaft eine gute Gelegenheit, die neue S1000RR auf nasser Strecke zu testen und Erfahrungswerte zu sammeln.

Markus Reiterberger

BMW-Pilot Markus Reiterberger nutzte die Chance, im Nassen zu testen

Foto: BMW Motorrad WorldSBK

"Ich muss sagen, dass es mir großen Spaß gemacht hat, mit dem Bike im Regen zu fahren", berichtet Reiterberger. "Wir haben im Bereich Elektronik einen großen Schritt nach vorne gemacht, der mir im Nassen wirklich schnelle Rundenzeiten ermöglicht hat. Es war sehr wichtig für uns herauszufinden, wie wir das Bike für diese Bedingungen abstimmen müssen."

"Im Trockenen haben wir noch etwas Arbeit vor uns, aber wir haben einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht", freut sich Reiterberger. "Wir haben verschiedene Abstimmungen und neue Komponenten getestet. Insgesamt bin ich mit dem Test zufrieden."

Mit Bildmaterial von Ten Kate Yamaha.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky